SC Freiburg (3) : (4) 1. FC Kaiserslautern (30.000 Zuschauer)


  • FlR | bouba (Martin Meyer)
    (Philipp Zimmer) [DA]Piwi

    1. BuLi - 5. Saison - 17. Spieltag

    Grammozis (3)
    (1) Lokvenc
    (2) D´Alessandro
    (1) Yang
    Zuschauer: 30.000

    S P I E L B E R I C H T

    Heute trafen mit Freiburg und Kaiserslautern zwei südwestliche Teams aufeinander und die Rollen schienen klar verteilt. Kaiserslautern als UEFA-Cup-Aspirant sollte beim SC Freiburg, der mit nur 7 Pünktchen auf einem Abstiegsplatz steht, eigentlich gewinnen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn bei Freiburg ist seit den letzten Spieltagen nichts mehr von einer Schwäche zu spüren, sie verloren meist knapp und unverdient, konnten gegen Stuttgart im Hassduell zuletzt sogar einen Punkt holen.

    Auch heute spielte Freiburg wieder einen sehr ansehnlichen Fußball mit einem überragenden Ex-Lauterer Dimitrios Grammozis im Sturmzentrum der 4-3-3-Formation. Zu Beginn sah der FCK, der mit Torhüter Tim Wiese in der Abwehr (schönen Gruß an den Patchmacher *g*) und ohne Uwe Bindewald (Warum auch immer) antrat, gegen den SC Freiburg kein Land. Die Breisgauer dominierten das Geschehen, kamen aber kaum zu nennenswerten Torchancen. Wenn der FCK mal über die Mittellnie kam, bekam wenigstens Torhüter Reinard was zu tun. Doch diese Bälle waren auch eher harmloser Natur. Nach 20 Minuten kamen die Gastgeber dann das erste mal gefährlich vors Tor nach einem schönen Zuspiel auf Grammzis und der jagte den Ball aus 15 Metern unhaltbar ins Kreuzeck. Lautern war sichtlich geschockt und Grammozis hatte gegen seinen alten Arbeitgeber Blut geleckt. Direkt nach dem Anstoß verlieren die Roten Teufel den Ball, der wird nach vorn gespielt, dann flach nach innen zu Grammozis gelegt und der schiebt am herauseilenden Torhüter Gospodarek vorbei. Der andere Keeper Wiese, der in der Innenverteidigung spielte, machte dabei keine allzu gute Figur. Freiburg hatte immer noch nicht genug... ...und lief dem FCK ins ausgestreckte Messer. Der konterte klug und kalkuliert und ehe sich Freiburg versah, hatte der Tabellensiebte durch Yang und Neuzugang D'Alessandro zweimal nach traumhaften Zuspielen getroffen. Aber damit nicht genug: Jetzt fand Kaiserslautern endlich ins Spiel und konnte kurz vor der Pause sogar in Führung gehen. Basler hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und brauchte nur noch auf D'Alessandros Köpfchen zu spielen, der cool ins Tor verlängerte. Lautern wägte sich in Sicherheit, doch dann war es wieder Dimitrios Grammozis, der mit seinem dritten Tor in diesem Spiel den Traum von der Pausenführung zunichte machte. Wieder jagte er den Ball in den Winkel. Das sieht bei ihm so einfach aus, ein wahrer Weltklassespieler!

    Eine torreiche erste Halbzeit also. In der Pause müssen beide Trainer die Defensive aufgeweckt haben, denn in Hälfte zwei fiel nur noch ein Törchen. Freiburg spielte nicht mehr so zielstrebig nach vorne bzw. der letzte Pass kam nicht mehr an. Die clever agierenden Pfälzer nutzten dann einen scheinbar einstudierten Einwurf-Spielzug zur Führung. Basler wirft auf Chen Yang ein, der lockt Keeper Reinard aus dem Tor, leitet zu Lokvenc am Sechzehner weiter und der braucht nur noch ins leere Tor zu schieben. Diesen simplen Spielzug kannten die Freiburger wohl noch nicht, er wurde ihnen zum Verhängnis. Sie konnten sogar noch froh sein, nicht noch höher verloren zu haben, denn in den letzten fünf Minuten vergaben Elber, D'Alessandro und Yang noch vier hochkarätige Torchancen.

    Insgesamt ein verdienter Sieg für Kaiserslautern, aber auch eine leichtsinnige vergebene Führung gegen den FCK. Hätte Freiburg frühzeitig das 3-0 erzielt, wäre Kaiserslautern sicherlich nicht mehr ins Spiel zurückgekommen. Trotzdem eine überragende erste Halbzeit für die Freiburger. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen!