1. Hauptrunde: VFC Plauen (1) : (2) Hertha BSC (18.000 Zuschauer)


  • Sec-BVB (Marc Takacs)
    (Christian Schülling) CSchuelling

    15. Saison - 1. Hauptrunde

    Karol (1)
    (1) Kuranyi
    (1) Fenin
    Zuschauer: 18.000

    S P I E L B E R I C H T

    Hertha kämpft sich weiter
    Heute empfing der VFC Plauen die Berliner Hertha zum Pokalduell der ersten Hauptrunde. Die Ausgangspositionen sind nicht nur wegen der Ligen sehr unterschiedlich sondern auch wegen der vollkommen unterschiedlichen Saisonverläufe. Man durfte also gespannt sein, wie das Spiel verlaufen sollte.

    Den besseren Auftakt hatte der VFC. Eine Flanke von der linken Seite fand Burki als Abnehmer und der schoss direkt. Adler konnte nur prallen lassen und so musste Russ dann entscheidend klären. Auch die Hertha versuchte sofort Akzente zu setzen. Kuranyi lief über die rechte Seite, wurde nicht richtig angegriffen und so drang der ehemalige Nationalstürmer in den Strafraum ein. Doch statt den Ball quer zu spielen, schloss er aus spitzem Winkel selber ab und Kresic im Plauener Kasten konnte parieren.
    Chancen blieben in der Folge eher Mangelware bis zur 15. Minute: einen Eckball wird von Herthas Defensive zu kurz abgewehrt, Jungwirth legt den Ball nochmal quer und aus 18 Metern kann Karol Karadas abziehen und der Ball schlägt mitten hinein ins Berliner Herz unten links im Eck ein. Adler in diesem Fall ohne Chance.
    Die Hertha zeigte sich aber nicht geschockt und erarbeitete sich drei Eckbälle in Serie. Der Dritte von Castelen segelt durch den Strafraum. Russ und zwei Plauener Verteidiger segeln am Ball vorbei und Kuranyi nimmt ihn mit der Brust an. Anschließend jagt er den Ball zum 1:1 ins Netz.
    Die Hertha probierte in der Folge aus der sicheren Defensive die Partie zu bestimmen, wirklich zwingend war es aber nicht.
    Erst in der 33. Minute wurde es wieder zwingend vor dem Tor: nach einem langen Ball steht Burki allein vor dem Hertha-Kasten. Doch eine schwache Ballabnahme und ein beherzter Adler retten das Unentschieden.
    Da nix mehr passiert geht es auch in die Halbzeit.

    In der zweiten Halbzeit versucht die Hertha durch kontrolliertes Aufbauspiel die Partie zu bestimmen. Das gelingt vor allem in den Anfangsminuten ganz gut, auch wenn die Torchancen ausbleiben. Doch in der 53. Minute klingelt es im Kasten des VFC: Beister flankt von der linken Seite, Fenin setzt sich im Kopfballduell, Kresic irrt durch seinen 5m-Raum und Fenin kann dann locker zum 2:1 einschieben.
    In der Folge versuchte die Hertha dem Spiel weiter den Stempel aufzudrücken und kam nach Kontern zu guten Chancen. So vergab Ivica Olic die Riesenchance zum 3:1 als er einen Schuss aus 14m knapp neben den Pfosten setzte.
    Plauen probiert es zumeist mit hohen weiten Bällen, die die Hertha-Abwehr insgesamt gut im Griff hat. Einzig in der 68. Minute gucken die Hertha-Spieler zu, als eine Flanke in den Strafraum segelt und Burki unbedrängt köpfen kann. Allerdings ist der Kopfball zu lasch und geht genau auf Rene Adler.
    Der Rest der Partie ist schnell erzählt: Plauen ist bemüht wird aber nicht wirklich gefährlich, während die Hertha in der zweiten Halbzeit mit fast 60% Ballbesitz glänzt und so das Spiel relativ sicher nach Hause schaukelt.

    Statistik
    1:0 Karol (15./Vorlage Jungwirth)
    1:1 Kuranyi (20./Castelen)
    1:2 Fenin (53./Beister)
    7:6 Schüsse
    5:4 Torschüsse
    47:53 Ballbesitz
    2:3 Ecken

    Trainerstimmen
    Marc Takacs (VFC): "Die größere individuelle Klasse der Spieler machte heute den Unterschied."

    Christian Schülling (Hertha): "Wir haben endlich mal defensiv so gespielt wie ich mir das vorstelle. War zwar noch nicht zu 100% das was ich mir vorstelle, aber in der zweiten Halbzeit sah das doch sehr gut aus. So denke ich geht der Sieg auf Grund der reiferen Spielanlage absolut in Ordnung."