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| FAbricee | Ceres | |||
| Röser (1) | (1) Tapsoba (2) Pulisic (3) Isak (1) Bruma | |||
| Im Ulmer Donaustadion, wo an diesem kühlen, leicht windigen Nachmittag rund 17.000 Zuschauer auf zumindest einen Punkt im Abstiegskampf hofften, erlebte der SSV Ulm 1846 einen bitteren Rückschlag. Gegen die spielstarke TSG Hoffenheim unterlagen die Spatzen am Ende deutlich mit 1:7. Dabei begann die Partie aus Ulmer Sicht durchaus verheißungsvoll. Mutig, aggressiv und getragen von den eigenen Fans fand der Tabellen-14. gut ins Spiel. Wind und Terrier sorgten früh für Unruhe im Hoffenheimer Strafraum, eine erste Großchance ließ die Kurve aufspringen, doch der Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Es war diese Phase, in der Ulm zeigte, warum man trotz angespannter Tabellensituation an den Klassenerhalt glaubt. Hoffenheim benötigte einige Minuten, um Ordnung zu finden – schlug dann aber eiskalt zu. In der 15. Minute nutzte Alexander Isak eine Unachtsamkeit in der Ulmer Hintermannschaft und schob zur Führung ein. Für den schwedischen Angreifer war es bereits das 19. Saisontor im 16. Spiel – ein Wert, der seine Extraklasse unterstreicht. Ulm wirkte kurz geschockt, und die TSG erhöhte den Druck. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff traf Bruma in der 23. Minute zum 0:2. Spätestens jetzt übernahm der Tabellenfünfte klar das Kommando, ließ Ball und Gegner laufen und ging verdient mit der Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Hausherren noch einmal Hoffnung auf – allerdings nur für wenige Minuten. Pulisic erhöhte nach feiner Vorarbeit von Olmo im Strafraum auf 0:3 (51.), ehe der eingewechselte Röser nur drei Minuten später nach einem energischen Solo den umjubelten Anschlusstreffer erzielte. Das Donaustadion war kurzzeitig wieder da, die Fans peitschten ihr Team nach vorn. Doch Hoffenheim reagierte abgeklärt. Isak stellte mit seinem zweiten Treffer schnell den alten Abstand wieder her (60.), danach brachen bei Ulm zunehmend die Dämme. Pulisic (67.), Tapsoba nach einer Ecke (70.) und erneut Isak (75.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Vor allem Dani Olmo zog im Mittelfeld die Fäden, setzte Mitspieler immer wieder präzise in Szene und sammelte dabei mehrere Torvorlagen – sinnbildlich für die spielerische Reife der Gäste. Während Hoffenheim mit diesem Kantersieg seine Ambitionen auf die internationalen Plätze untermauerte und selbst in der Höhe souverän blieb, steht Ulm erneut mit leeren Händen da. Im engen Tabellenkeller verpassten die Spatzen die Chance, wichtige Punkte gutzumachen. Trotz ordentlicher Anfangsphase und kämpferischem Einsatz blieb am Ende vor allem Ernüchterung – und die Erkenntnis, dass im Abstiegskampf jede kleine Nachlässigkeit gnadenlos bestraft wird. | ||||

