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| Kevinho1909 | Jiraiya | |||
| Corboz (1) Berisha (1) Schleusener (4) | (1) Obermair (1) Jeong (3) Skrzybski | |||
| 26. Spieltag – Derbyzeit in Kölle-Höhenberg Wenn Fußball zur Herzsportart wird Montagabend, Flutlicht an, Puls hoch. Dank der zeitlichen Flexibilität beider Gegner durfte der Sportpark Höhenberg heute gleich im Doppelpack liefern – zwei Ligaspiele an einem Abend. Dafür schon vor dem Anpfiff ein dickes Dankeschön, denn was folgte, war nichts für schwache Nerven oder frisch gebrühte Kamillentees. Zu Gast: die Fohlenelf rund um Trainer Cobrano, aktuell auf Rang 14 der Tabelle. Das Saisonziel noch nicht ganz im Galopp erreicht, aber wie wir alle wissen: Ein Derby fragt nicht nach Tabellenplätzen – ein Derby fragt nur, wer zuerst wackelt. Blitzstart mit Schleusener-Garantie Die Viktoria legte los wie die Feuerwehr auf Koffein. Bereits in der 3. Minute hebelte ein perfekt getimter Steilpass die Gladbacher Defensive aus, Fabian Schleusener blieb eiskalt: 1:0. Höhenberg jubelt, Köln schnurrt – alles nach Plan. Dachte man. Gladbach dreht auf – und Köln kurz den Kompass Doch die Gäste hatten andere Ideen. In der 16. Minute ein schlau gesetzter Diagonal-Laufpass, Abschluss, 1:1. Sechs Minuten später: erneuter Stich ins Kölner Herz. Abgefälschter Schuss, Woo Yeong bedankt sich artig und schiebt zur 1:2-Führung ein. Und als hätte man in Köln kollektiv beschlossen, kurz mal die Orientierung zu verlieren, setzte Rafael Obermair in der 27. Minute noch einen drauf: hoher Ball, Kopfablage, Flügel, Abschluss – 1:3. Köln wirkte kurz wie ein Navi ohne GPS. Rücken gerade, Kopf hoch – Viktoria lebt! Doch dann: Sammeln, schütteln, Rücken gerade machen – vielleicht auch einmal tief durchatmen. Und siehe da: Es wirkte. 40. Minute: Veton Berisha zieht die Fäden, legt ab auf Schleusener – 2:3. 43. Minute: wieder Berisha, wieder Schleusener. Körper rein, Ablage, langer Pfosten – 3:3. Halbzeit, Schnappatmung, Popcorn leer. Zweite Halbzeit: Jetzt glaubt Köln dran Mit neuem Mut und wachsendem Selbstvertrauen kam Viktoria zurück. Trotz Gladbacher Druckphasen kippte das Momentum. Erneut die Veton Berisha ? Schleusener: Durch die Mitte, kurzer Blick, langer Winkel, halbhoch – 4:3. Höhenberg bebt, die Couch zuhause auch. 65. Minute: Jetzt durfte Veton Berisha selbst ran. Keller tanzt im Dribbling, sieht Berisha, der setzt den Körper ein, bricht durch und trifft – 5:3. Sicherheit? Kurzzeitig. Drama, Baby! Denn natürlich passiert dann das, was immer passiert: Abwehrfehler. Stevens Kritzewski (dessen Name selbst Kommentatoren ins Schwitzen bringt) nutzt die Einladung, zieht über rechts ab und trifft aus der Distanz – 5:4. Schönes Tor. Leider. Doch Köln antwortet. Der Keeper faustet den Ball unglücklich zurück in die Mitte, Corboz sagt Danke und schiebt ein: 6:4. Das Stadion? Komplett außer sich. Heimfans glauben dran. Gästefans auch. Chaos pur. Zittern bis zur letzten Sekunde 80. Minute: letzter Treffer des Spiels – dachte man. Ein grober Fehlpass im Mittelfeld, Steven Skrzybowski schnappt sich den Ball, Querpass, fast leeres Tor – 6:5. Jetzt heißt es: Nägel kauen, Puls kontrollieren, Schiedsrichter im Blick behalten. Jede Szene fühlt sich an wie ein Elfmeterschießen ohne Elfmeter. Schluss, Ende, aus – Höhenberg atmet wieder Nach 92 Minuten und 37 Sekunden ertönt endlich der Schlusspfiff. Aus, aus, aus – das Spiel ist aus! Viktoria Köln besiegt Borussia Mönchengladbach mit 6:5 in einem Derby, das alles war – nur kein Selbstläufer. Ein Blick auf die Statistik bestätigt den Wahnsinn: Gladbach mit mehr Schüssen und ähnlichen xGoals, am Ende aber mit der schlechteren Präzision. Fußball eben. Oder wie man in Köln sagt: Hauptsach jewonne. Wir bedanken uns bei Gladbach für dieses Spektakel, wünschen sportlich alles Gute und richten den Blick nach vorne. Nächste Woche wartet die nächste Aufgabe. Bleibt stabil – und kommt gesund durch Aspekte. ????? | ||||

