
EdePauli1978 (Manfred Kirchhoff) | (Thorsten Schroiff) eViL | |||
Keine Tore! | (2) Salihovic (3) Hoilett (2) Wölk | |||
Heute spielten 2 direkte Konkurrenten gegeneinander. Vom Tabellenplatz trennte beide Vereine nur ein Punkt und beide befinden sich zu diesem Zeitpunkt in akuter Abstiegsgefahr. Aachen mit enttäuschender Hinrunde. Allerdings kamen da diverse Faktoren zusammen und man dachte schon laut über Rücktritt nach knapp 10 Jahren VDFB nach. Diese Probleme sind beseitigt worden und nun hofft man auf einen guten Rückrundenstart und den Klassenerhalt. Viele Trainer haben vor der Saison eine harte Zeit prognostiziert für die Alemannia, doch Schroiff gibt sich weiterhin kämpferisch mit der "Jetzt-erst-Recht" Stimmung. Aber heute musste man bei keinem geringeren ran als beim KSV Holstein Kiel mit seinem bissigen Trainer EdePauli. Er war es allerdings, der den Aachener Coach letztlich in der VDFB halten konnte, sprich seine ganze Überzeugungskraft wirken liess. Zwar verlor man satt 0:7 im ersten Testspiel am Start der Winterpause, doch man rappelte sich auf und überzeugte auch wieder spielerisch. Trainingslager über Trainingslager wurde gebucht. Mal war man in Offenbach, mal in Unterhaching, dann mal im Norden in Bremen, die Ergebnisse wurden immer besser. Nachdem man aus Düsseldorf wieder in Aachen gelandet war gab es lockeres Auslaufen und dann ab ins Flugzeug nach Kiel wo der "Brocken" wartete am heutigen Abend. Aber nun mal zum Spiel. Aachen sollte vorallem im Angriff einiges verändern. Und dies passierte auch. Für den zu Anfang der Saison überragenden Oezbek kam Wölk in die Partie. Schuppan tauschte mit Holtby die Positionen und Reinartz verteidigte für Neumann. Bei Kiel war alles unverändert und so gibt es dazu nicht viel zu vermelden. Beide Teams kamen aufs Spielfeld. Man merkte einerseits die Anspannung an, anderseits bei allen Beteiligten die wilde Entschlossenheit des Kampfes. Schiedrichterin Steinhaus pfiff das Spiel an. Aachen drückte sofort entschlossen aufs Spieltempo. Schon in Minute 3 hatte man Pech als man den Aussenpfosten touchierte. Doch man liess nicht locker und drängte den Gastgeber in seine Hälfte zurück. Schon jetzt war zu erkennen, dass die Alemannia die Störche nicht ins Spiel kommen lassen wollte. Man hatte also gelernt. Und in der 6. Minute klingelte es schon auf Seiten der Störche im Kasten. Salihovic hatte sich schön durchgesetzt und spielte den Ball genau auf Hoilett, der nur den Fuss hinhalten musste und ins Tor einschieben konnte. Geschockte Gesichter wo man hinblickte und grenzenloser Jubel bei der Aachener Anhängerschaft. Kiel versuchte aggressiver zu Werke zu gehen, doch es klappte noch nichts. Aachen war immer den Tick schneller, was doch sehr verwunderte, denn vor Selbstvertrauen strotzten die Kaiserstädter nicht wirklich. Doch vor dem Tor entfalteten sie endlich wieder ihre Effektivität und Torgefahr. Ein toller Pass von Holtby brachte Kevin Wölk in Ballbesitzt, dieser nahm den Ball mit der Hacke mit und verwandelte eiskalt in Minute 10 in den Winkel. Keine Chance für Preuss im Gehäuse der Kieler. 2:0 für die Gäste nach gerade mal 10 Minuten. Nun spielte aber auch Kiel munterer mit und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, doch Hesse war nicht Willens die Bälle so einfach passieren zu lassen und stürzte sich auf jeden anfliegenden Ball. Ein Konter in der 22. Minute brachte dann schon fast die Vorentscheidung. Aus einer Drucksituation für Kiel schnappte sich Schuppan den Ball und schlug einen langen Ball in die Spitze zu Hoilett, der mit der Hacke durchsteckend auf Wölk und dieser erneut eiskalt durch die Hosenträger von Preuss. Nur noch Kopfschütteln bei Trainer EdePauli. Was seine Hintermannschaft bisher zeigte grenzte schon an Arbeitsverweigerung. Außer ein paar Verzweiflungsschüsse auf das von Hesse gehütete Tor kam Kiel nicht in Tornähe. Folgerichtig machte Aachen es irgendwie besser heute. In der 31. Minute durfte Salihovic mal. Mit einem satten Linksschuss zirkelte er einen tollen Ball vom Strafraumeck ins Tor. 4:0! Unfassbar aber verdient. Kiel war geschlagen. So sah es jedenfalls aus. Sie probierten es noch einige Male gefährlich vor die Aachener Kiste zu kommen, doch es war einfach zu umständlich und machte so den Verteidigern keine große Mühe. Das ganze Kollektiv stand sicher und kompakt. Mit 4:0 für Aachen ging es in die Kabine. Direkt nach Wideranpfiff hatte Kiel glück, dass Preuss keinen Platzverweis bekam. Wölk war alleine durch und wurde unsaft von den Beinen geholt vom herauseilenden Keeper der Störche. Der Freistoss wurde leider ein wenig zu ungenau ausgeführt von Salihovic und Kiel konnte sich neu sortieren. Doch ein katastrophaler Fehlpass brachte die entgültige Entscheidung in der 52. Minute. Hoilett tanzte 3 Verteidiger der Kieler aus und netzte als wäre es garnichts am verdutzt guckenden Keeper ein. 5:0 und noch kein Ende in Sicht. Es spielte nur noch Aachen. Bis zur 65. Minute hätte es noch 2-3 Tore mehr werden können, doch Preuss war der Einzigste Kieler deR Normalform erreichte am heutigen Tage. Doch in der 70. war er machtlos. Salihovic zog einen Freistoss in Tornähe, Hoilett mit dem Kopf in den Lauf von Salihovic, der einem Laufwunder glich, und trocken ins Eck zum 6:0 für die Kaiserstädter. EdePauli setzte sich auf seine Bank und rauchte innerlich mit knallrotem Kopf. Kiel spielte nicht mehr wirklich mit, nur einzelne Angriffe, die aber fix wieder verpufften war alles was man als Heimfan zu sehen bekam. Den Schlusspunkt in dieser Partie setzten dann in der 78. Minute erneut die Aachener. Hoilett nahm eine flache Hereingabe an und spielte Keeper Preuss aus und verwandelte zum 7:0 Auswärtssieg. Das Spiel plätscherte nun noch zur 90. Minute und wurde von Bibiana abgepfiffen. Fazit: Die Alemannia spielte endlich so, wie man es die ganze Saison über eigentlich von ihr erwartet hatte. Dies war ein Befreiungsschlag der sich hoffentlich in den nächsten Partien fortsetzen kann. Holstein Kiel wird sich wieder fangen. Was das Team um Trainer EdePauli auf dem Kasten hat, ist bekannt und wird noch einigen Favoriten ein Bein stellen. Trainerstimmen: Trainer EdePauli: "Das war das schlechteste Spiel, was ich von meiner Mannschaft gesehen habe. So wird es nichts mehr mit dem Klassenerhalt. Meinen Trainerkollegen kann ich nur in den höchsten Tönen loben, Klasse Leistung und auch in der Höhe mehr als verdient. Holstein Kiel hat heute nicht stattgefunden." Trainer eViL: "Ich bin einfach nur stolz darauf, wie schnell sich eine demoralisierte Truppe wiederfinden kann. Jetzt nur nicht nachlassen ist die Devise in den kommenden Partien. Man möchte frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Danke an meinen Kollegen Ede, der sich als sehr fairer Sportsmann wie immer präsentierte." |