
Der 3. Spieltag naht und mit ihm ein echtes Hochsicherheitsspiel. In der 2. Liga empfängt der FC St. Pauli den F.C. Hansa Rostock.
Viel Spaß beim Lesen!
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also der bisher mögliche maximale Erfolg für das Team des neuen Trainers Fabian B.. Historisch gesehen war das auch nicht der erste
Sieg in einem Punktspiel für die Kiezkicker: Seit 2000, seit der ersten Saison ist St. Pauli ständiges Mitglied im VDFB und spielte bis
auf ein Jahr in der Regionalliga Nord auch immer mindestens zweitklassig. Nach dem erstmaligen Aufstieg ins Oberhaus 2007 folgten
5 Jahre Erste Bundesliga, die in der vergangenen Saison mit dem 18. Tabellenplatz unter Julian R. ihr Ende fanden. Bisher erreichten
die Kicker vom Millerntor überwiegend Plätze im gesicherten Mittelfeld, Ausreißer nach oben kamen eher selten vor. Rekordtrainer
beim Kultclub ist Marco Ricciardi, der fast 8 Jahre lang an der Seitenlinie stand und mit 1,65 Punkten pro Spiel auch den besten
Punkteschnitt aller St. Pauli-Trainer vorweisen kann. Flavio Conceicao ist der Rekordspieler des FC St. Pauli; er stand insgesamt 235
mal auf oder neben dem Platz, stand von 2004 bis 2010 unter Vertrag bei den Hamburgern und erlebte die beiden historischen
Aufstiege mit.
Der neue Coach hat eine schwere Aufgabe vor sich: Fabian B. ist in der ELO-Tabelle der 2. Liga im Mittelfeld mit einem Wert von 981
und hat als Trainer bisher auch nur Erfahrung in der 3. und 4. Spielklasse. Seit 2006 ist er im VDFB dabei, trainierte bis dato aus-
schließlich unterklassige und relativ unbekannte Teams wie den FV Dresden Nord und den Lüneburger SK Hansa; umso glücklicher
ist der Trainer, jetzt seinen absoluten Lieblingsverein trainieren zu dürfen. In seinen bisherigen Klubs erzielte er einen Punkteschnitt
von insgesamt 1,43 Punkten pro Spiel; rein statistisch betrachtet wäre ein Mittelfeldplatz mit dem FC St. Pauli am Saisonende also
folgerichtig.

Vizemeisters erringen können. Bemerkenswert ist, dass Benjamin E. laut Datenbank der einzige Trainer in der Vereins-
geschichte war und ist. Die besten Jahre hatte man zu Beginn der VDFB-Bundesliga, als man in den ersten 4 Saisons
Top-5-Platzierungen erreichte. Bis 2009 lag die Kogge am Erstligahafen, danach folgte jedoch der Abstieg in die 2. Liga,
in der man seither spielt. Die Rostocker sind das drittreichste Team im VDFB hinter den Erfolgsclubs Duisburg und Frankfurt;
20 Millionen Euro zählt das Festgeldkonto. Die Rekordspieler Miroslav Klose und Tomas Rosicky sind immer noch im Verein und
haben seit 2002 375 Punktspiele absolviert. Der Saisonstart ist für die Hanseaten, die in Expertenumfragen häufig Plätze im
unteren Mittelfeld belegten, einigermaßen akzeptabel: Zwar verlor man den Auftakt gegen den Konkurrenten der letzten Jahre
aus Eschborn mit 1:3, jedoch folgte daraufhin ein Aufsehen erregender 3:2-Heimerfolg gegen den Aufsteiger aus Frankfurt.
Trotz der großen Erfolge zu Beginn seiner Karriere ist der ELO-Wert von Martini stetig geschrumpft und mittlerweile bei 876
angekommen; das bedeutet in der ELO-Tabelle der zweiten Liga den vorletzten Platz. Seit 2000 ist Martini als Trainer im VDFB
aktiv und das als Trainer von Hansa Rostock; Vergleichbar lange ist nur Stefan B. vom Erstligisten Dynamo Dresden bei ein
und demselben Klub als Trainer aktiv. Martini hat insgesamt einen Punkteschnitt von 1,28 vorzuweisen; behielte er diesen Schnitt
bei, würde das 43 Punkte und folglich den knappen Klassenerhalt nach sich ziehen.

oder aus dem realen Fußballleben gewohnt ist. Tatsächlich trafen die beiden Teams bisher erst 4 mal aufeinander in den Saisons 2008
und 2009, als beide in der 1. Liga spielten; zu diesem Zeitraum fand der sportliche Höhepunkt der Kiezkicker zeitgleich zum sportlichen
Niedergang der Hansakogge statt. Dementsprechend ist das Resultat der 4 Derbys auch ausgefallen: 2 Siege für den FC St. Pauli und
zwei Unentschieden bedeuten einen Vorsprung für die Hamburger. Dabei erzielte Rostock selbst nur einen einzigen Treffer, das Torverhältnis
beträgt 4:1 Tore für St. Pauli. Auch der ELO-Vergleich zwischen den Trainern darf den St. Pauli-Fans Hoffnung machen; statistisch betrachtet
besteht eine 66%ige Siegchance für Fabian B. und seine St. Paulianer. Dennoch muss man in aller Deutlichkeit sagen, dass in diesem Spiel
jedes Resultat denkbar ist.
Da die Pressekonferenz in dieser Woche leider nicht stattgefunden hat, habe ich mich bei Martini und Boller erkundigt, was sie von dieser
Partie erwarten. Zunächst die Einschätzung des Gästetrainers:
"Es ist ja nicht unbekannt, dass ich ein großer Sankt Pauli Fan bin und sogar noch immer eine Dauerkarte besitze, von daher gehe
ich schon mit gemischten Gefühlen in das Spiel. Natürlich schade der Abstieg aus der ersten Liga für diesen Club, dennoch freue
ich mich, nächste Woche wieder am Millerntor spielen zu können. Nach dem letzten Sieg können wir nun auch wieder ohne Druck
aufspielen und einen Punkt würden wir schon gerne mitnehmen. Im jetzigen Zustand ist St. Pauli natürlich noch schwer einzuschätzen,
sie haben erst 1 Spiel gemacht und knapp gewonnen gegen Kiel und mit dem neuen Trainer kann es eh ganz anders aussehen, als letzte
Saison."
Der neue Coach des FC St. Pauli antwortete wie folgt:
"Das Spiel gegen Rostock wird das wichtigste von den 3 aufeinanderfolgenden Derbys für uns. Für die Fans hat das einen
hohen Stellenwert. Für solche Spiele ist man Fußballer geworden. Die haben immer ihren besonderen Charakter. Natürlich
will sich niemand die Blöße geben und verlieren. Von daher wird die Mannschaft alles geben und unseren Verein hoffentlich
gut vertreten. Wir wissen, dass Hansa stark spielen kann und von daher werden wir sie nicht unterschätzen. Ich denke, dass das
Ergebnis sehr knapp ausfallen wird und hoffe auf ein faires und spannendes Derby."
An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für die Hilfe der oben im Beitrag genannten Personen und hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen!
Oben füge ich noch eine Umfrage hinzu, in der ihr eure Stimme abgeben könnt, wer das Topspiel für sich entscheidet.