
| Maginho (Martin G.) | (Chris Müller) Hein Blöd | |||
| Prica (1) | (1) Lüttmann | |||
| Prica bewahrt FSV vor Heimblamage In einer insgesamt schwachen Partie knöpft der abstiegsbedrohte 1. FC Eschborn im Lokalderby gegen den FSV Frankfurt dem Tabellenführer einen Punkt ab und hatte bis zur 88. Minute sogar die Chance auf ihrer drei. Die ersten 25 Minuten hatte der FSV in diesem Spiel offensiv überhaupt nichts anzubieten, die Gäste konterten derweil in einer sichtlich überforderten Abwehr und gingen in der 23. Minute mit dem ersten aufs Tor zukommenden Schuss durch Julian Lüttmann absolut verdient in Führung. Daraufhin erwachte der Gastgeber aus seiner Trance und ging zielstrebiger in die Offensive über, hatte sogar 2 Minuten nach diesem Rückstand durch einen Weitschuss von Kellig die Chance auf die frühe Egalisierung, doch der Linksschuss geht an den Innenpfosten und von dort aus nicht ins Tor. Bis zum Halbzeitpfiff gab es durch Ecken und Weitschüsse noch 2-3 gute Gelegenheiten, lediglich Spizak schaffte es in der 37. Minute, in den Strafraum mit dem Ball am Fuß einzudringen, doch sein Torschussversuch wird von Jensen in Klasse-Manier abgewehrt. In der zweiten Hälfte hatte der FSV wiederum in der Anfangsphase große Schwierigkeiten, die Kontrolle über das Spiel in Torchancen umzumünzen; die Eschborner Konter indes verendeten meist vor dem Sechzehnmeterraum, ein Torschuss sprang in der gesamten zweiten Halbzeit nicht heraus, wenngleich die Gäste stets hochgefährlich und am Drücker blieben. Nach 65 Minuten warf Maginho taktisch alles nach vorne und es folgten wütende, doch teils auch planlose Sturmläufe des Tabellenführers, die zumeist durch die gute Abwehrarbeit der Eschborner geblockt wurden. Erst in der 88. Minute schaffte es Spizak, mit einem Dribbling in den 16er einzudringen, von außen die Pille in den Fuß von Rade Prica zu spielen, der aus 5 Metern blind, aber volle Kanne abzieht und das erlösende 1:1 für den FSV besorgt, wobei dieser Glück hatte, da Mathijsen den Schuss abfälschte und Jensen in die andere Richtung unterwegs war. In der Nachspielzeit hätte der Gastgeber fast auch noch den Sieg errungen, doch Rade Pricas Schuss aus 25 Metern flog nur gegen die Latte. Letztlich endete das Spiel 1:1. Beide Trainer wissen nicht, ob sie sich freuen oder ärgern sollen, was so viel heißt wie: Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Spielerisch war es ein schlechtes Spiel von beiden Teams, aber die Spannung hat dafür entschädigt. Trainerstimmen: Frankfurt: Das Spiel haben wir aufgrund unserer ersten halben Stunde nicht gewinnen können und wenn wir vorhin durch Rade das 2:1 gemacht hätten, dann wäre das zwar glücklich, aber unverdient gewesen. Ein ungewohnt fahrlässiger Auftritt vor allem in der Abwehr...beim 1:0 stehen 3 Leute um Lüttmann herum und der darf einfach schießen - das kann nicht gutgehen! Dass wir dann auch noch Pech und Un- vermögen im Abschluss in Perfektion kombiniert haben, macht es für mein Herz dann auch nicht besser. Selbst unser Ausgleich war glücklich. Ich bin zufrieden mit dem Punkt, aber unzufrieden mit unserem Spiel. Dennoch denke ich positiv, denn Eschborn hat uns in vielen Tests in den letzten Monaten schlichtweg dominiert und vor dem Spiel gegen unseren Angstgegner Verl ist das heute vielleicht, hoffentlich der richtige Weckruf. Eschborn: Es freut mich, dass wir uns im Vergleich zum Hinspiel steigern konnten und heute im gerade einmal 13 km auseinander liegenden Derby gegen den FSV Frankfurt einen Zähler einheimsen konnten. Dieser Punkt ist wichtig, vor allem da man gesehen hat, dass die Konkurenz aus Regensburg auch nicht schläft. Desweiteren zeigt uns das Spiel, dass wir uns vor niemanden verstecken müssen. Jetzt wo das Spiel vorbei ist weiss ich aber trotzdem nicht, ob ich mich ärgern oder freuen. Der späte Ausgleich in der 88. Minute hätte um ein Haar noch das 2:1 für Frankfurt gefolgt. Ich denke, das wäre des Guten aber etwas zu viel gewesen. Wir hatten heute einen glänzend aufgelegten Torhüter. Nur beim Ausgleich war er Chancenlos. Die Siegesserie des FSV ist damit gebrochen. Ich hoffe, dass es der FSV schafft sich in die erste Liga zu schiessen. Verdient hätte man sich das auf jeden Fall. Wünsch noch viel Glück für die Rückrunde. | ||||