F.C. Hansa Rostock – 1. FC Köln 3:3



  • deCoo
    Massie_99

    2. Liga - 34. Saison - 13. Spieltag

    Eigentor (1)
    Agu (1)
    Brobbey (2)
    (1) Grodowski
    (1) Sesko
    Zuschauer: 30.000

    S P I E L B E R I C H T

    Nervenflattern und zwei Elfmeter: Licht aus, Spektakel an – 3:3!


    Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle im Ostseestadion! Der F.C. Hansa Rostock und der 1. FC Köln trennten sich in einem denkwürdigen Duell, das durch einen technischen Defekt zur Halbzeit völlig auf den Kopf gestellt wurde, mit 3:3 (2:1). Während Hansa in der ersten Hälfte dominant war und eigentlich alles klar machen musste, nutzte der FC die Unterbrechung zur Neuausrichtung und bestrafte die Rostocker anschließend für ihre frühere Fahrlässigkeit. Am Ende war die Punkteteilung das einzig logische Resultat dieses chaotischen Nachmittags.

    Die Kogge erwischte einen Start nach Maß und ließ die Muskeln spielen. Brobbey (13.) eröffnete den Torreigen per Foulelfmeter, ehe Agu (20.) auf 2:0 erhöhte. Hansa hatte das Heft fest in der Hand und erspielte sich eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten. Doch anstatt den Sack zuzumachen – die xGoals der Hausherren hätten schon in dieser Phase für mehr als vier Treffer reichen müssen –, ließ man die Gäste am Leben. Der 1. FC Köln bedankte sich prompt: Grodowski (31.) schockte das Stadion mit dem Anschlusstreffer. Mit dem 2:1 ging es in die Pause, doch die Rostocker Führung fühlte sich angesichts der vergebenen Chancen viel zu knapp an.

    Nach dem Seitenwechsel kam der große Bruch: Die Flutlichtmasten streikten und sorgten für eine Zwangspause, die das Spielgeschehen komplett kippte. Die Kölner nutzten die unfreiwillige Unterbrechung zur Neuausrichtung und kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Plötzlich spielten nur noch die Gäste. Sesko (63.) glich verdient aus, bevor der ultimative Nackenschlag folgte: Agu (69.) fälschte einen Kölner Schuss unglücklich zum 2:3 ins eigene Tor ab. Effizienter geht es nicht.

    Doch Hansa bewies Moral. Nachdem die Rostocker in der ersten Hälfte reihenweise Chancen vergaben, half das Glück in der turbulenten Schlussphase: Brobbey (78.) erzwang seinen zweiten Foulelfmeter und verwandelte sicher zum 3:3-Ausgleich. In den letzten Minuten hatten beide Teams noch mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß – Kölns xGoals von 2,9 am Ende, gegen Rostocks 4,1, zeigen, wie viel in diesem Spiel liegen gelassen wurde. Das Remis war am Ende zwar verrückt, aber angesichts des Flutlicht-Dramas und der beiderseitigen Nervenflattern die gerechte Lösung.