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| Blacksnake74 | Kevinho1909 | |||
| Batshuayi (2) | (1) Corboz (1) Gindorf (2) Schleusener | |||
| 19. Spieltag – 3. Liga (EA FC Online Liga) Viktoria Köln zu Gast bei Energie Cottbus Auswärts in Cottbus – das ist sportlich nie ein Spaziergang und emotional diesmal erst recht kein Kindergeburtstag. Schon vor dem Anpfiff lag etwas in der Luft: Auf der einen Seite die ehrliche Freude, den ehemaligen Kollegen Sirko wiederzusehen, auf der anderen Seite das ungute Gefühl, dass genau diese emotionale Verbindung dem Spiel nicht guttun könnte. Trainer Kevinho brachte es vorab auf den Punkt: „Sirko ist eine wahrhaftige Legende und ein hervorragender Mensch, den ich sehr schätze.“ Worte, die man so sonst eher auf Abschiedskarten liest – und leider sollte sich zeigen: Das hier wird kein Wohlfühlabend. Nervöse Nerven, frühe Tore Rein ins Spiel – und beide Mannschaften wirkten zunächst so, als hätten sie die Controller mit feuchten Händen in der Hand. Viel Respekt, wenig Risiko. Bis zur 6. Minute. Gindorf erkennt den Raum, schickt Schleusener auf die Reise, der alleine auf den Keeper zuläuft und so entspannt einschiebt, als würde er sonntags Brötchen holen. 0:1 Köln. Doch Cottbus brauchte keine 60 Sekunden, um zu antworten. Michy Batshuayi zeigte, warum sein Name immer noch Ehrfurcht auslöst: starkes Dribbling durch gefühlt eine halbe Kölner Mannschaft – 1:1. Lehrbuch, Ausrufezeichen, Stadion kurz still. Cottbus blieb dran, schoss, drückte, verzweifelte. Abschlüsse aus kurzer Distanz gingen daneben oder wurden von Kastenmeier noch irgendwie weggekratzt – Reflexe wie aus dem Best-of-YouTube-Video. Doch in der 26. Minute war auch er machtlos: wieder Batshuayi, langer Ball, kalter Abschluss – 2:1 Cottbus. Halbzeit: Statistik lügt nicht – Gefühl schon Zur Pause lag Köln zurück. Die Zahlen sagten „ausgeglichen“, das Bauchgefühl sagte klar: Cottbus hatte hier mehr vom Spiel, mehr Kontrolle, mehr Wucht. Barcelona-Vibes und fünf Minuten Wahnsinn Nach dem Seitenwechsel dann ein völlig anderes Bild – zumindest phasenweise. Die Viktoria, angeführt von Mael Corboz, kombinierte plötzlich ruhig und sauber. Kurz wirkte es, als hätte jemand im Menü auf „Tiki-Taka“ umgestellt. Dribblings à la Barcelona (Prime-Version, nicht Rentnerliga), ein freier Abschluss – Corboz sagt Danke und gleicht aus. 2:2. Das Spiel blieb offen, die Überlegenheit aber weiterhin eher auf Seiten der Hausherren. Und dann kam sie: diese berüchtigten fünf Minuten Glück, die man nicht trainieren kann – sie passieren einfach. 70. Minute: Schleusener, unspektakulär, effektiv – 2:3. 74. Minute: Gindorf, ähnlich nüchtern – 2:4. Zwei Schüsse, zwei Tore, zwei Nackenschläge. Cottbus kämpfte weiter, doch man spürte: Heute ist einer dieser Abende, an denen selbst das runde Leder keine Lust mehr auf Fairness hat. Böse Zungen würden von Momentum sprechen. Ganz böse von Script. Und ja – es fühlte sich leider auch ein bisschen so an. Nach dem Spiel: Kein Jubel, nur Respekt Kevinho zeigte sich entsprechend zwiegespalten: „Das kann für niemanden zufriedenstellend sein. So ein Sieg fühlt sich nicht richtig an. Ich hoffe sehr, dass das unsere gute Beziehung zu Sirko nicht belastet – und dass er uns der Liga noch lange erhalten bleibt.“ Ein Sieg für Köln auf dem Papier. Ein emotionaler Dämpfer für Cottbus. Und ein Spiel, das man nicht wegen des Ergebnisses, sondern wegen seiner Geschichte in Erinnerung behalten wird. | ||||

