FC Bayern München – FC Viktoria Köln 2:3



  • DerFighter
    Kevinho1909

    3. Liga - 34. Saison - 25. Spieltag

    Sarr (2)
    (1) Corboz
    (1) Gindorf
    (1) Schleusener
    Zuschauer: 7.200

    S P I E L B E R I C H T

    25. Spieltag – Viktoria Köln zu Gast beim großen FC Bayern (Liga 3)

    Der Name ist noch immer gewaltig, das Echo vergangener Triumphe hallt nach – sportlich jedoch weht der Wind inzwischen eine Etage tiefer. Dennoch führte die Reise der Viktoria Köln an diesem 25. Spieltag zu einem echten Urgestein des Fußballs. Der Gastgeber: ein einziger, wahrhaftiger Fighter. Grimmig wie eh und je, wortkarg wie ein Schlusspfiff bei Schneeregen – und mit jener Aura, die schon beim Aufwärmen klar machte: Willkommen ist hier eigentlich niemand.

    Doch genug der Vorrede – rein ins Spiel.

    Köln begann kontrolliert, ruhig, fast stoisch. Viel Ballbesitz, saubere Passstafetten, die ganz großen Torchancen blieben zunächst aus, aber die Kontrolle lag klar bei den Gästen. Und Kontrolle zahlt sich aus.

    28. Minute: Tiki-Taka durch die Bayern-Defensive, der Ball läuft wie an der Schnur gezogen – am Ende darf Schleusener jubeln. Verdient, folgerichtig, eiskalt.
    35. Minute: Berisha mit einer eleganten Körperdrehung, hebt den Kopf, sieht den einlaufenden Corboz – Steilpass, Abschluss, Tor. Köln mit der nächsten Duftmarke, Bayern weiter ohne Zugriff.

    Bis zur Pause: wenig Zugriff der Gastgeber, viel Ordnung bei der Viktoria.

    Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild leicht. Bayern zeigte mehr Präsenz, ohne wirklich gefährlich zu werden. Und dann schlug Köln erneut zu.

    56. Minute: Lars Gindorf. Doppelpass im gegnerischen Strafraum, perfektes Timing – und per Kopf ins verwaiste Tor. Effizienz in Reinform. Die Bayern zu diesem Zeitpunkt sichtlich angefressen, aber noch nicht geschlagen.

    In der Schlussphase wendete sich das Momentum. Bayern übernahm zunehmend die Kontrolle, und dann betrat der Ausnahmespieler die Bühne: Amin Sarr.

    88. Minute: Sarr wird geschickt, bleibt cool und vollendet aus rund 13 Metern links oben – Anschlusstreffer.
    90. Minute: Was dann folgt, ist purer Wahnsinn. Hoher Ball auf Sarr, Ballkontrolle mit dem Kopf, legt ihn sich selbst vor – Volley. Tor. Ein Treffer für die Highlight-Reels.

    Nach dem Anstoß zeigte sich Köln kurz beeindruckt, fing sich aber schnell und spielte die Nachspielzeit souverän herunter. Der Schlusspfiff besiegelte ein intensives, ausgeglichenes Spiel, dessen Statistik klare Chancen auf Kölner Seite ausweist.

    Am Ende bleibt die Frage: Was wäre gewesen, hätten die Bayern früher in ihre Spur gefunden?
    Die Antwort bleibt offen – die Punkte aber reisen nach Köln.