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| Uhle84 | Kevinho1909 | |||
| Keine Tore! | (3) Berisha (1) Gindorf (1) May | |||
| 27. Spieltag – Europa-Park Stadion, Freiburg Die Viktoria dreht das Stadion auf links Es begann mit einer entspannten Busreise Richtung Freiburg. Trotz zähem Stau war die Stimmung im Kölner Tross gelassen – kein Wunder, schließlich lag ein freier Tag hinter der Mannschaft. Zwar steckte die herbe und katastrophale Niederlage gegen Erzfeind S04 noch in den Knochen, doch wie es im Fußball nun einmal heißt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Der Fokus galt der nächsten Aufgabe. Mit Freiburg wartete ein Gegner, der in der Tabelle mitten im Kampf um den Klassenerhalt steckt. Und wie wir wissen, sind angeschlagene Teams oft am gefährlichsten – Raubtiere eben, wenn sie in die Enge getrieben werden. Früher Freiburger Druck – eiskalte Viktoria Mit dem Anstoß der Gastgeber begann ein äußerst kontrolliertes Ballbesitzspiel des Sport-Clubs. Köln kam kaum in die Nähe des Spielgeräts, Freiburg kombinierte sich in der 6. Minute sehenswert bis vor das Tor. Aus kürzester Distanz rettete jedoch der Meier im Kasten, der Kastenmeier der Viktoria überragend. Was dann folgte, war Fußball aus dem Lehrbuch: Konter, Tempo, Effizienz. Die weit aufgerückten Freiburger fanden den Rückwärtsgang nicht schnell genug – und in der 7. Minute schlug Köln zu. Veton Berisha vollendete eiskalt zum 0:1. Köln nutzt Freiburger Passivität gnadenlos aus Die Führung verlagerte das Spiel zunehmend Richtung Freiburger Tor. Immer wieder erlaubten die Gastgeber den Kölnern zu viel Raum. In der 27. Minute wurde das bestraft: Lars Gindorf marschierte unbehelligt durchs Mittelfeld, fand keine Anspielstation – und entschied sich aus rund 20 Metern selbst abzuziehen. Der Schuss schlug perfekt oben rechts ein: 0:2. Das fehlende Anlaufen entwickelte sich zum echten Problem für Freiburg. Köln kam immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen aus der Distanz. Kurz vor der Pause setzte die Viktoria den nächsten Nadelstich: In der 45. Minute brachte Mickelson den Ball hoch in den Strafraum. May lief am langen Pfosten ein und köpfte mustergültig zum 0:3 ein. Starke Freiburger Phase – ohne Ertrag Nach der Halbzeit zeigte der Sport-Club ein anderes Gesicht. Dominanter, aggressiver, mutiger. Freiburg griff nun aktiv ins Spielgeschehen ein und erspielte sich Chancen, die durchaus ein Tor verdient gehabt hätten – teils sogar hätten müssen. Doch an diesem Tag fehlte das Quäntchen Glück. Berisha macht den Deckel drauf In der 63. Minute dann die Entscheidung: Veton Berisha traf erneut und hämmerte mit dem 0:4 den sprichwörtlichen Sargnagel ins Spiel. Freiburg blieb der Ehrentreffer verwehrt. In der 84. Minute gab es nach einem klaren Foul im Strafraum Elfmeter für die Gastgeber – doch der Ball segelte über das Tor. Als wäre das nicht genug, machte Berisha kurz vor Schluss seinen Dreierpack perfekt. Ein grober Abwehrfehler, ein missglückter Rückpass – Berisha sagte Danke und netzte erneut aus rund 20 Metern ein. Fazit Das Spiel endete, und im Europa-Park Stadion sah man viele lange Gesichter. Der Sieg der Viktoria geht in Ordnung, die Höhe des Ergebnisses spiegelt jedoch nicht den tatsächlichen Spielverlauf wider. Freiburg-Coach Uhle zeigte sich nach Abpfiff als echter Sportsmann und gratulierte Köln-Trainer Kevinho fair zum Sieg. Coach Kevinho nach dem Spiel: „Wir freuen uns über den Sieg und nehmen die Punkte natürlich gerne mit. Trotzdem sollte man den Gegner anerkennen – Freiburg hat über weite Strecken gut gespielt. Jeder von uns war schon mal oben oder unten. Solche Phasen gehören dazu. Kopf hoch, Uhle – ihr packt das.“ | ||||

