Wolfsburg im Leerlauf – die Wölfe brauchen wieder eine klare Linie
In Wolfsburg ist gerade dieses Gefühl zurück, das man eigentlich vermeiden wollte: Leere. Nicht im Stadion, nicht in der Kurve – sondern da, wo es wehtut: an der Seitenlinie. Nach dem 21. Spieltag wurde der Cheftrainer entlassen, und plötzlich hängt der VfL Wolfsburg wieder in dieser Zwischenwelt fest. Anspruch auf dem Papier, Frust auf dem Platz.
Und genau darum geht’s: Wolfsburg ist kein Verein, der sich mit „passt schon“ zufrieden gibt. Hier gab es große Momente – Meister 2009, DFB-Pokal 2015, Nächte in Europa, Phasen, in denen man gezeigt hat, wie schnell es nach oben gehen kann, wenn alles greift. Umso bitterer ist es, wenn die Mannschaft aktuell auftritt, als würde sie sich selbst suchen: zu oft ohne klare Idee, zu oft ohne Biss, zu oft so, dass man nach Abpfiff mehr Fragen als Antworten hat.
Die Trennung kam nicht, weil ein einzelnes Spiel schlecht lief. Sie kam, weil sich über Wochen das Gefühl festgesetzt hat, dass die Entwicklung stockt – dass der Kader mehr kann, aber es nicht auf den Platz bekommt. Und wenn dann auch noch das Vertrauen in die Führung bröckelt, wenn Kabine und Trainer nicht mehr zueinander finden, bleibt manchmal nur der harte Schritt. Ein Schnitt, der weh tut – aber auch einer, der nötig ist, bevor die Saison endgültig in Bedeutungslosigkeit abrutscht.
Jetzt steht Wolfsburg vor einer typischen Weggabelung: Weiter Flickwerk – oder ein klarer Plan. Die Fans wollen keine Floskeln mehr, sondern eine erkennbare Handschrift. Einen Trainer, der wieder für Struktur, Intensität und klare Abläufe steht, der dem Team Stabilität gibt und gleichzeitig den Anspruch verkörpert, den Wolfsburg als Bundesliga-Verein nun mal hat.
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Mit freundlichen Grüßen
VfL Wolfsburg