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| MrChickenNugget | Kevinho1909 | |||
| Hrgota (2) Kownacki (1) | (1) Gindorf (1) Berisha (2) Schleusener | |||
| 29. Spieltag – Viktoria Köln zu Gast bei Preußen Münster Der Tabellen-Sechste aus Münster empfing die Viktoria mit breiter Brust. Vier Siege aus den letzten fünf Partien, ein stabiler Kader, klare Ambitionen – die Gastgeber wussten sehr genau, was sie können. Entsprechend hochklassig versprach diese Aufgabe zu werden. Und genau so begann die Partie: kontrolliert, intensiv, mit mutigen Vorstößen auf beiden Seiten. Keiner wollte dem anderen auch nur einen Meter schenken. In der 19. Minute dann der erste Wirkungstreffer: Fabian Schleusener steigt nach punktgenauer Flanke von Veton Berisha am höchsten – Kopfball, Tor, 0:1. Eiskalt. Münster wirkte kurz geschockt, suchte Ordnung – und Köln roch Blut. In der 33. Minute nutzte Lars Gindorf einen perfekt getimten Laufpass, nahm den Ball elegant mit und schob unten rechts ein. 0:2. Die Viktoria spielte nun abgeklärt, ließ den Ball laufen, kontrollierte Tempo und Raum. Zur Pause: verdiente Führung, scheinbare Ruhe. Doch wer Münster kennt, weiß: Diese Mannschaft bleibt unbequem. Nach dem Seitenwechsel traten die Hausherren deutlich dominanter auf, erhöhten den Druck, erspielten sich hochwertige Chancen. In der 60. Minute dann der verdiente Anschluss: Branimir Hrgota sprintet allen davon, wird mustergültig bedient und vollendet zum 1:2. Zehn Minuten später antwortete Köln – und wie. Mitten in die Drangphase der Gastgeber hinein war es Veton Berisha, der die Führung wieder ausbaute. 1:3. Zu diesem Zeitpunkt musste man allerdings ehrlich anerkennen: Münster war näher am nächsten Treffer als Köln an der Vorentscheidung. Und dann kam das, was Fußball – und diese Liga – so brutal ehrlich macht. 78. Minute: Delaney mit einem Zuckerpass in die Tiefe, Dawid Kownacki sagt Danke. 2:3. 80. Minute: wieder Delaney, diesmal mit starkem Dribbling im Konter, legt quer – Hrgota vollendet. 3:3. Der Höhenflug der Viktoria schlug hart auf dem Boden auf. An der Seitenlinie tobte Kölns Coach Kevinho. Nicht über den Gegner – der spielte sauber und mutig –, sondern über die eigenen Fehler. Das Spiel war nun völlig offen, kippte hin und her, ein Remis lag förmlich in der Luft. Doch dann: Nachspielzeit. 92. Minute. Fabian Schleusener bekommt den Ball im Strafraum, wühlt sich irgendwie am Verteidiger vorbei, zieht ab – mit Hoffnung, mit Willen. Der Ball fliegt, Sekunden werden zu Minuten… und dann zappelt er im Netz. Tor. Ekstase. Zusammenbruch auf der anderen Seite. Münster am Boden, Köln im Ausnahmezustand. 3:4. Ein wilder, intensiver Fußballabend, der objektiv auch ein Unentschieden verdient gehabt hätte – was die Statistik klar bestätigte. Doch die Siegesgöttin hatte an diesem Abend ihre Hand über die Viktoria gehalten. Großer Respekt an Preußen Münster für ein starkes Spiel – und Glückwunsch an Viktoria Köln zu einem späten, hart erkämpften Auswärtssieg. EA FC 26, wie wir es lieben: Drama bis zur letzten Sekunde. | ||||

