SG Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern 4:5



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    BudSpencerNr20

    2. Liga - 35. Saison - 2. Spieltag

    Hollerbach (1)
    Vargas (3)
    (2) Castro-Montes
    (2) Eckert Ayensa
    (1) Nmecha
    Zuschauer: 13.300

    S P I E L B E R I C H T

    Neun-Tore-Wahnsinn in Elbflorenz: Castro-Montes rettet den FCK nach 4:1-Führung

    Dresden. Was für ein Herzschlagfinale am 2. Spieltag der 35. Saison! Der 1. FC Kaiserslautern entführte in einem denkwürdigen Offensiv-Spektakel drei Punkte bei der SG Dynamo Dresden. Die „Roten Teufel“ gaben dabei eine komfortable 4:1-Halbzeitführung fast noch aus der Hand, ehe der überragende Alessio Castro-Montes in der Schlussphase den 5:4-Siegtreffer markierte.

    FCK-Blitzstart bringt frühe Vorentscheidung – dachten alle
    Die Gäste aus der Pfalz legten im Rudolf-Harbig-Stadion los wie die Feuerwehr. Dennis Eckert Ayensa schnürte bereits in den ersten 13 Minuten einen schnellen Doppelpack und brachte Lautern mit 2:0 in Front. Dresden zeigte sich nur kurz geschockt und antwortete durch Ruben Vargas (15.) mit dem Anschlusstreffer. Doch der FCK dominierte weiter: Lukas Nmecha (30.) und Alessio Castro-Montes unmittelbar vor dem Pausenpfiff (45.) schraubten das Ergebnis auf ein scheinbar beruhigendes 4:1. Die Partie wirkte zur Halbzeit bereits entschieden.

    Dresdner Wiederauferstehung und die Vargas-Show
    Doch wer den VDFB kennt, weiß: Abgerechnet wird zum Schluss. Dresden kam wie ausgewechselt aus der Kabine und bestrafte die Passivität der Pfälzer gnadenlos. Erneut war es Vargas, der kurz nach Wiederanpfiff auf 2:4 verkürzte (48.). Als dann auch noch Benedict Hollerbach (62.) auf 3:4 stellte, brannte die Luft in Elbflorenz. Die sensationelle Aufholjagd gipfelte in der 73. Minute, als Vargas mit seinem dritten Tor des Tages tatsächlich das 4:4 besorgte und die FCK-Abwehr in Schockstarre versetzte.

    Castro-Montes als Retter in der Not
    In einer Phase, in der das Spiel komplett zu Gunsten der Hausherren zu kippen drohte, bewies der 1. FC Kaiserslautern Moral. Angetrieben von einem sensationell aufspielenden Alessio Castro-Montes (der mit einer perfekten 10,0-Bewertung, zwei Toren und zwei Vorlagen zum "Player of the Match" avancierte), schlugen die Gäste noch einmal zurück. In der 83. Minute fasste sich der Belgier ein Herz und besorgte den erlösenden 5:4-Siegtreffer für die Pfälzer.

    Fazit: Ein Offensiv-Fest, das keinen Verlierer verdient gehabt hätte – was auch die Statistik von 3,1 zu 2,9 Expected Goals für Dresden belegt. Kaiserslautern nimmt glücklich, aber aufgrund einer starken ersten Hälfte nicht unverdient drei Punkte mit auf die Heimreise, muss aber dringend an der defensiven Stabilität arbeiten.