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| Sebulonsen (1) Krauß (1) Ingelsson (2) Brobbey (2) | Keine Tore! | |||
Hansa-Express überrollt hilflose EssenerDas Ostseestadion wurde am Samstagnachmittag Zeuge einer sportlichen Hinrichtung. Wer zu spät zum Anpfiff kam oder sich nur kurz ein Kaltgetränk holte, verpasste womöglich die Entscheidung – oder gleich ein halbes Dutzend Tore. Der F.C. Hansa Rostock zerlegte Rot-Weiss Essen mit einem historischen 6:0 (6:0) und schickte die Gäste bereits nach 40 Minuten in einen kollektiven Schockzustand. Vom Anpfiff weg spielte nur eine Mannschaft: der FCH. In einer Anfangsphase, die man getrost als „Orkan von der Küste“ bezeichnen kann, wurde Essen förmlich überrannt. Svante Ingelsson (8., 11.) stellte mit einem Blitz-Doppelpack die Weichen früh auf Sieg. Bevor RWE überhaupt realisieren konnte, dass das Spiel begonnen hatte, schlug Brian Brobbey (14., 22.) ebenfalls zweifach zu. Die Gäste wirkten wie Statisten in einem Rostocker Trainingsfilm. Als Sebulonsen (30.) und Krauß (40.) noch vor dem Pausentee auf 6:0 erhöhten, herrschte auf der Essener Bank fassungsloses Entsetzen. Ein Blick auf die statistischen Trümmerfelder dieses Nachmittags offenbart das ganze Ausmaß der Dominanz. Hansa agierte mit einer Ballbesitzquote von 68 % und ließ die Kugel mit einer Passgenauigkeit von 89 % beinahe aufreizend sicher durch die eigenen Reihen zirkulieren. Essen hingegen kam über die gesamte Spielzeit auf null Schüsse – ein statistischer Offenbarungseid. Während die Kogge einen xGoals-Wert von 5,0 kreierte, blieb das Punktekonto der „Erwarteten Tore“ bei den Gästen auf einer einsamen 0,0 stehen. Besonders süffisant: Essen rieb sich in 28 Zweikämpfen auf, gewann davon aber lediglich fünf. Hansa hingegen glänzte durch Effizienz und eine Schusspräzision von 89 %. Jeder Schuss saß fast wie ein chirurgischer Schnitt. Mit einer Ballrückeroberungs-Zeit von nur 5 Sekunden erstickte Rostock jeden Hauch einer Essener Gegenwehr bereits im Keim. Dass die Gäste am Ende nur 69 % ihrer Pässe an den Mann brachten, war sinnbildlich für einen Nachmittag zum Vergessen. Spieler des Spiels: Svante Ingelsson (Note 10,0). Der Schwede war der personifizierte Albtraum für die Essener Hintermannschaft. Mit zwei Toren, einer Vorlage und einer Spielfreude, die das Stadion zum Beben brachte, verdiente er sich die seltene Höchstnote redlich. | ||||

