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| Marcel2215 | deCoo | |||
| Doan (1) Ejuke (1) | (4) Ingelsson (1) Honsak (1) Brobbey | |||
Dosen-Diktat in Sachsen: Ingelsson-Viererpack lässt Leipzig verstummenWas für eine Machtdemonstration, was für ein fußballerischer Urknall! Der F.C. Hansa Rostock hat die hochgelobten „Roten Bullen“ in deren eigenem Wohnzimmer nicht nur besiegt, sondern nach allen Regeln der Kunst demontiert. Beim 6:2-Auswärtserfolg (5:0) der Kogge rieben sich selbst die kühnsten Optimisten an der Ostsee ungläubig die Augen, während RB Leipzig phasenweise wie ein überforderter Regionalligist wirkte. Vom Anpfiff weg spielte nur eine Mannschaft: Hansa Rostock. Wer dachte, die Leipziger würden das Heft des Handelns in die Hand nehmen, sah sich getäuscht. Brian Brobbey (3.) eröffnete den Torreigen bereits in der dritten Minute und leitete damit die wohl schwärzeste Stunde der Leipziger Vereinsgeschichte ein. Was dann folgte, war die große „Svante-Ingelsson-Show“. Der Schwede, der mit einer Fabelnote von 9,3 zum unumstrittenen Spieler des Spiels avancierte, schnürte einen lupenreinen Hattrick noch vor der halben Stunde (10., 21., 29.) und legte kurz nach der Pause (52.) sogar seinen vierten Treffer nach. Als Mathias Honsak (36.) zwischendurch auf 5:0 stellte, herrschte in der Arena eine Grabesstille, die nur durch die ekstatischen Gesänge aus dem Gästeblock unterbrochen wurde. Ein Blick auf die statistischen Trümmerfelder unterstreicht die Rostocker Dominanz: Trotz einer ausgeglichenen Ballbesitzquote von 50 % war die Kogge in den entscheidenden Zonen um Welten gefährlicher. Hansa kreierte einen xGoals-Wert von 4,2, während Leipzig erst in der fahrigen Schlussphase der Gäste auf magere 1,6 kam. Besonders beeindruckend war die Rostocker Dribbling-Erfolgsquote von 95 %, mit der sie die Leipziger Defensive Mal um Mal wie Slalomstangen stehen ließen. Dass Hansa am Ende etwas fahrig wurde und durch Ejuke (78.) sowie Doan (89.) noch zwei Gegentreffer kassierte, dürfte Trainer und Fans angesichts der vorangegangenen Gala kaum mehr als ein süffisantes Lächeln abgerungen haben. In den entscheidenden Phasen war Hansa schlichtweg bissiger, gewann 7 ihrer 20 Zweikämpfe (Leipzig nur 2 bei 11 Versuchen) und glänzte durch eine Schusspräzision von 80 %. Die Leipziger hingegen verzweifelten an ihrer eigenen Harmlosigkeit (43 % Schusspräzision) und fanden gegen die blitzschnelle Rostocker Ballrückeroberungs-Zeit von 9 Sekunden kein Mittel. Am Ende bleibt die Erkenntnis: In Leipzig wird künftig wohl wieder stilles Wasser getrunken, während an der Küste der Sieges-Sekt in Strömen fließt. Spieler des Spiels: Svante Ingelsson (Note 9,3). Vier Tore in einem Spiel gegen einen Champions-League-Teilnehmer – mehr muss man zu dieser geschichtsträchtigen Leistung nicht sagen. Ein Auftritt für die Ewigkeit. | ||||

