SC Preußen Münster – FC Viktoria Köln 4:8



  • BRANDYWINE0
    Kevinho1909

    3. Liga - 35. Saison - 6. Spieltag

    Biron (3)
    Weißhaupt (1)
    (3) Owusu
    (5) Berisha
    Zuschauer: 6.400

    S P I E L B E R I C H T

    74. Mickelson rot

    Flutlicht über dem Stadion von Viktoria Köln – der sechste Spieltag der laufenden Saison steht an und verspricht Spektakel. Zu Gast: ein alter Bekannter der VDFB-Szene. Ein Trainer, der bereits 2011 erstmals auf der großen Bühne auftauchte und seitdem immer wieder an den virtuellen Seitenlinien dieser Liga zu sehen ist. Große Titel? Fehlanzeige. Doch manchmal braucht es die auch gar nicht – denn mit seinem Charme und seiner lockeren Art hat er sich längst einen festen Platz im Kosmos dieser Liga gesichert.

    Und dann rollte der Ball.

    Was folgte, war kein taktisches Schachspiel, sondern ein wildes Scheibenschießen, das jedem Defensivtrainer die Tränen in die Augen treiben würde. Viktoria Köln setzte sich am Ende mit einem spektakulären 8:4 durch – ein Ergebnis, das mehr nach Hallenturnier als nach geordnetem Ligafußball klingt.

    Schon früh deutete sich an, dass an diesem Abend die Abwehrreihen eher Statistenrollen einnehmen würden. Chancen im Minutentakt, Abschlüsse aus allen Lagen – doch die Verwertung ließ auf beiden Seiten stark zu wünschen übrig. Die Abschlussquote? Gelinde gesagt unterirdisch.

    Und dennoch: Noch schwächer präsentierten sich an diesem Abend die Defensivreihen. Räume, wohin das Auge blickte. Jeder Angriff roch nach Gefahr, jeder Ballverlust nach Gegentor.

    Besonders in der zweiten Hälfte machte es Köln unnötig spannend. Der Gegner durfte noch einmal Hoffnung schöpfen und kam immer wieder gefährlich zurück ins Spiel. Ein Muster, das man bei den Rheinländern in dieser Saison leider schon zu oft gesehen hat: stark beginnen – und dann den Gegner wieder aufbauen.

    Wäre man als neutraler Beobachter im Stadion gewesen, man hätte vermutlich irgendwann den Kopf geschüttelt und sich gefragt, ob heute überhaupt jemand verteidigen möchte.

    Doch am Ende zählt im Fußball – virtuell wie real – nur eines: das Ergebnis.

    Und das steht.
    Viktoria Köln gewinnt ein chaotisches, torreiches Duell mit 8:4

    Ein schönes Spiel? Ganz sicher nicht.
    Aber manchmal muss man eben auch die schlechten Spiele gewinnen.

    In diesem Sinne Heya BVB?