Eintracht Frankfurt – FC Viktoria Köln 1:5



  • SCHUMII02
    Kevinho1909

    3. Liga - 35. Saison - 13. Spieltag

    Corredor (1)
    (1) Berisha
    (1) Schleusener
    (3) Ljubicic
    Zuschauer: 5.600

    S P I E L B E R I C H T

    13.Spieltag in der Dritten Liga VDFB – Viktoria Köln empfängt die Frankfurter Eintracht.


    Doch bevor der Ball überhaupt rollen konnte, hieß es zunächst: Geduld bewahren. Technische Probleme an der Anzeigetafel sorgten für einen verspäteten Anpfiff und ließen die Fans im Stadion etwas länger auf Fußball warten. Offenbar hatte die Technik heute zunächst mehr Startschwierigkeiten als die Mannschaften selbst.

    Als das Spiel dann endlich angepfiffen wurde, war Viktoria Köln jedoch sofort hellwach. Von der ersten Minute an übernahm die Mannschaft die Kontrolle über das Geschehen, diktierte Tempo und Ballbesitz und ließ kaum Zweifel daran, wer heute den Ton angeben wollte.

    Besonders einer zeigte sich im Vergleich zu den letzten Auftritten deutlich verbessert: Marin Ljubicic. Der Angreifer wirkte wesentlich präsenter, war aktiver im Kombinationsspiel, suchte konsequent die Tiefe und zeigte insgesamt genau die Energie, die man von ihm kennt. Nicht dieser glanzvolle One-Man-Show-Auftritt wie an anderen Spieltagen – dafür aber ein richtig starkes, mannschaftsdienliches Spiel.


    Ganz so ungefährlich, wie es die Spielkontrolle der Kölner vermuten ließ, war die Eintracht allerdings keineswegs. Frankfurt kam immer wieder zu Abschlüssen und fand durchaus Räume, um gefährlich vor das Tor zu kommen. Doch was sonst vielleicht zu echten Problemen geworden wäre, endete heute meist irgendwo auf den Rängen. Ungewohnt viele Frankfurter Abschlüsse segelten deutlich über das Gehäuse – sehr zum Glück der Gastgeber.


    So blieb Viktoria über die gesamte Spielzeit die bestimmende Mannschaft, ohne dabei komplett sorgenfrei durch den Nachmittag zu spazieren. Es war kein Spaziergang – aber ein kontrollierter Arbeitssieg.

    Erwähnenswert ist auch die Atmosphäre abseits des eigentlichen Wettbewerbs. Der Trainer der Frankfurter Eintracht präsentierte sich als äußerst angenehmer und fairer Gegner – genau die Sorte Kollege, gegen die man gerne spielt. Nach Abpfiff blieb sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch, was inmitten aller Konkurrenz immer wieder zeigt, was diese Liga auch ausmacht.


    Und dann natürlich der Blick auf die Tabelle.

    Mit diesem Sieg übernimmt Viktoria Köln vorerst die Tabellenführung.

    Ein schöner Moment – keine Frage. Den genießt man in Köln selbstverständlich. Aber dort bleibt man trotz des aktuellen Formhochs angenehm geerdet. Die Saison ist noch lang, zu lang für große Aufstiegsparolen. Vom Aufstieg möchte hier noch niemand sprechen.

    Was man aber sehr wohl sagen darf: Diese Mannschaft hat gerade richtig Lust auf Fußball.

    Und wenn Viktoria dieses Formhoch konservieren kann, dann darf sich die Konkurrenz auf einige unangenehme Wochen einstellen.


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