Karlsruher SC – 1. FC Kaiserslautern 4:5



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    2. Liga - 35. Saison - 15. Spieltag

    Steffen (2)
    Kaars (1)
    Königsdörffer (1)
    (3) Kleindienst
    (2) Ache
    Zuschauer: 8.400

    S P I E L B E R I C H T

    Wahnsinn im Wildpark: Ache krönt Lauterns Last-Minute-Comeback nach 0:2-Rückstand

    Was für ein Spektakel, was für eine Moral! In einer völlig verrückten Partie gewinnt der 1. FC Kaiserslautern beim Karlsruher SC mit 5:4. Obwohl die Roten Teufel das Spiel dominierten, drohte man an der unfassbaren Effizienz der Badener zu verzweifeln. Doch ein überragender Tim Kleindienst und Doppelpacker Ragnar Ache in der absoluten Schlussphase drehten die Partie zugunsten des FCK.

    Die Ausgangslage vor dem 15. Spieltag war klar: Der FCK wollte auswärts im Wildpark dominant auftreten – und das tat die Elf auch von der ersten Minute an. Die Lautrer ließen den Ball gut laufen (am Ende 56 % Ballbesitz und 158 Pässe) und erarbeiteten sich Chancen. Doch der KSC bewies eine geradezu unheimliche Kaltschnäuzigkeit. Mit dem ersten gefährlichen Angriff der Gastgeber traf Renato Steffen völlig aus dem Nichts zur 1:0-Führung für den KSC (18.). Nur vier Minuten später der nächste Schock: Milan Kaars erhöhte auf 2:0 (22.). Kaiserslautern lief an, spielte sich einen massiven xG-Wert (am Ende 5,7 zu 2,0) heraus, wurde aber eiskalt ausgekontert. Immerhin sorgte Tim Kleindienst in der 35. Minute für den extrem wichtigen 1:2-Anschlusstreffer vor der Pause.

    Kleindienst-Hattrick und gnadenlose Karlsruher Effizienz

    Wer dachte, das Spiel würde nun in normale Bahnen kippen, sah sich kurz nach dem Seitenwechsel getäuscht. Erneut war es Steffen, der mit dem erst dritten KSC-Schuss das 3:1 markierte (48.). Ein Wirkungstreffer? Von wegen! Der FCK zeigte nun das wahre Betze-Gesicht. Angeführt von einem nicht zu bändigenden Tim Kleindienst, der in der 55. und 60. Minute per Doppelschlag seinen Hattrick schnürte, glichen die Pfälzer hochverdient zum 3:3 aus. Das Spiel schien nun endgültig auf die Seite der Gäste zu kippen.

    Doch dieses Derby hatte noch mehr Dramatik zu bieten. In der 81. Minute tauchte der eingewechselte Karlsruher Ransford-Yeboah Königsdörffer vor dem Tor auf und schlenzte den Ball zum 4:3 in die Maschen. Die Statistik zu diesem Zeitpunkt: 4 Schüsse KSC, 4 Tore. Die Lautrer Defensive (ohne eine einzige Parade von FCK-Keeper Heuer Fernandes) war schier am Verzweifeln an dieser 100-prozentigen Chancenverwertung.

    Aches fulminante Schlussminuten

    Doch der FCK weigerte sich, dieses Spiel zu verlieren. In der 85. Minute bediente der starke Castro-Montes (insgesamt 2 Vorlagen) Ragnar Ache, der unhaltbar zum 4:4 einnetzte. Und als sich beide Teams scheinbar schon mit dem Remis abgefunden hatten, brach die 90. Minute an. Wieder war es der unermüdliche Ache, der im Strafraum an den Ball kam, die Nerven behielt und zum viel umjubelten 5:4-Siegtreffer für den 1. FC Kaiserslautern traf.

    Ein verrücktes Spiel, in dem Lautern am Ende für seinen unermüdlichen Offensivdrang (14 Torschüsse) belohnt wurde und die surreale Effizienz des KSC gerade noch rechtzeitig bestrafen konnte.

    Spieler des Spiels: Tim Kleindienst (1. FC Kaiserslautern) Mit einer Kicker-Note von 8,9 und einem Hattrick war Kleindienst der unumstrittene Motor des Lautrer Comebacks. Er riss immer wieder Lücken, war extrem präsent in den Zweikämpfen und hielt sein Team in den kritischsten Phasen im Spiel.

    Statistiken zum Spiel:

    1. Tore: 1:0 Steffen (18.), 2:0 Kaars (22.), 2:1 Kleindienst (35.), 3:1 Steffen (48.), 3:2 Kleindienst (55.), 3:3 Kleindienst (60.), 4:3 Königsdörffer (81.), 4:4 Ache (85.), 4:5 Ache (90.)
    2. Ballbesitz: KSC 44 % - 56 % FCK
    3. Schüsse: KSC 4 - 14 FCK
    4. Expected Goals (xG): KSC 2,0 - 5,7 FCK
    5. Zweikämpfe: KSC 51 - 37 FCK




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