SV Wehen Wiesbaden – Hamburger SV 8:2


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    1. Liga - 35. Saison - 15. Spieltag

    Dembélé (4)
    Osimhen (2)
    Marmoush (1)
    Yildiz (1)
    (1) Musiala
    (1) Rutter
    Zuschauer: 58.000

    S P I E L B E R I C H T

    Was war das denn bitte? Der 15. Spieltag der VDFB-1. Liga wird in die Annalen eingehen – und das nicht etwa, weil der SV Wehen Wiesbaden einen Kantersieg feierte. Nein, es war die Art und Weise, wie der ambitionierte Hamburger SV in der hessischen Provinz vorgeführt wurde. Ein 8:2-Torfestival, das einem Schlag in die Magengrube des Dino-Anhangs gleicht und die Frage aufwirft: Was ist nur los beim HSV?

    Von Beginn an schien nur eine Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Während die Hamburger mit 52% Ballbesitz zwar optisch überlegen waren und mehr Pässe spielten (174 zu 126), war es Wiesbaden, das mit chirurgischer Präzision zuschlug. Die 15 Schüsse der Hausherren trafen ins Schwarze, wo der HSV mit nur 6 Versuchen blass blieb. Und was Ousmane Dembélé an diesem Abend zelebrierte, war schlichtweg unbeschreiblich: Vier Treffer in Serie, ein Quattrick, der die HSV-Defensive wie eine Schülermannschaft aussehen ließ. Die Wiesbadener, mit einer beeindruckenden Passgenauigkeit von 91% und 15 gewonnenen Zweikämpfen (der HSV nur 11), spielten sich in einen Rausch. Kenan Yildiz, Omar Marmoush und schließlich ein Doppelpack von Victor Osimhen schraubten das Ergebnis auf ein unfassbares 8:0 hoch. Die erwarteten Tore (xG) sprachen Bände: 6,9 für Wiesbaden, magere 1,1 für Hamburg.

    Die Zuschauer rieben sich ungläubig die Augen. War dies noch Profifußball? Der HSV, völlig desorientiert und ohne jegliche Gegenwehr, taumelte dem Pausenpfiff entgegen. Erst als das Debakel bereits besiegelt schien, fanden Jamal Musiala und Georginio Rutter die Ehrentreffer für die Gäste. Ein schwacher Trost angesichts der historischen Klatsche. Keine gelben oder roten Karten, keine Fouls, die die Partie hätten beruhigen können – es war ein einseitiges Spektakel, das der SV Wehen Wiesbaden seinen Fans bescherte und dem HSV eine schlaflose Nacht bescheren dürfte.

    Dieses Spiel wird noch lange nachhallen. Während Wiesbaden seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauerte, muss der Hamburger SV dringend in sich gehen. Die Leichtigkeit und Effizienz der Hessen waren beängstigend und zeigten die eklatanten Schwächen der Rothosen schonungslos auf. Ein Abend, der in die Geschichte einging – für die einen als Triumph, für die anderen als tiefe Schmach.


    Torfolge
    8. Min — 1:0 Dembélé
    13. Min — 1:1 Musiala
    18. Min — 2:1 Osimhen
    22. Min — 3:1 Marmoush
    26. Min — 3:2 Rutter
    33. Min — 4:2 Osimhen
    36. Min — 5:2 Dembélé
    38. Min — 6:2 Yildiz
    60. Min — 7:2 Dembélé
    67. Min — 8:2 Dembélé

    Spieler des Spiels
    Ousmane Dembélé (SV Wehen Wiesbaden) — Note 10,0

    Statistik (SV Wehen Wiesbaden – Hamburger SV)
    Ballbesitz: 48%52%
    Schüsse: 156
    xG: 6,91,1
    Pässe: 126174
    Passquote: 91%87%
    Gew. Zweikämpfe: 1511
    Gelbe Karten: 00
    Rote Karten: 00

    Aufstellungen
    SV Wehen Wiesbaden (4-4-1-1 (2)): ter Stegen, Raum, Pacho, Upamecano, Frimpong, Marmoush, Zakaria, Yildiz, Osimhen, Simons, Dembélé
    Hamburger SV (4-4-2): Baumann, Jurásek, Todibo, Veiga, Hedlund, Wimmer, Guerreiro, Barreiro Martins, Katompa-Mvumpa, Musiala, Rutter

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