| strangeZ | Dosenbrot | |||
| Keine Tore! | (2) Son (2) Pulisic (1) Wirtz (1) Nmecha | |||
| Was war das denn? Der 20. Spieltag der 1. Liga wird dem Hamburger SV noch lange in den Knochen stecken – und zwar als Trauma. Mit einem fast schon demütigenden 0:6 (0:4)-Kantersieg, der nach den tatsächlich gefallenen Toren (11 nach 90 Minuten) eingedampft wurde, fegte der 1. FC Nürnberg über die völlig überforderten Hanseaten hinweg und setzte ein klares Zeichen im Titelkampf. Eine Leistung, die man in Hamburg wohl am liebsten schnell vergessen würde, wäre da nicht die nackte Statistik, die Bände spricht. Schon in der Anfangsphase zeichnete sich das Unheil ab. Nürnberg dominierte Ball und Gegner, ließ den HSV kaum zur Entfaltung kommen. Nach nur elf Minuten war es dann so weit: Nach Balleroberung von Nmecha im gegnerischen Strafraum netzte Son eiskalt zur Führung ein. Ein Schock, von dem sich die Rothosen nicht erholten. Nur vier Minuten später erhöhte Nmecha selbst auf 2:0, diesmal auf Falneknzuspiel des entfesselten Son. Und als wäre das nicht genug, legte Pulisic in der 18. Minute, erneut nach Vorlage von Son, das 3:0 nach. Der HSV taumelte wie ein angeschlagener Boxer, während der Club mit 53 Prozent Ballbesitz, 21 Schüssen und einem xG-Wert von 10,2 eine gnadenlose Effizienz an den Tag legte. Die Heimelf kam hingegen auf magere 2 Schüsse und einen xG-Wert von 0,2 – ein Klassenunterschied, der sich auch in den 6 Paraden des HSV-Keepers widerspiegelt. Kurz vor der Pause setzte Wirtz nach Vorarbeit von Pulisic mit dem 4:0 einen weiteren Stich ins Herz der Hamburger. Die Köpfe sanken, die Hoffnung schwand. Auch nach dem Seitenwechsel gab es keine Besserung. Der Club spielte wie aus einem Guss, während der HSV weiterhin keine Antworten fand. In der 50. Minute war es erneut Son, der nach Vorlage von Hakimi das 5:0 erzielte und damit seinen Doppelpack schnürte. Die Messe war längst gelesen, doch Nürnberg hatte noch nicht genug. Den Schlusspunkt setzte Pulisic in der 57. Minute, der nach Zuspiel von Kimmich zum 6:0 traf und damit den Deckel auf eine Partie legte, die für den HSV zur reinsten Demontage wurde. Am Ende zeigte der FCN eine Gala-Vorstellung. Die 92-prozentige Passgenauigkeit des Clubs gegenüber 84 Prozent des HSV, die Überlegenheit in den Zweikämpfen (30 zu 21, davon 11 zu 8 gewonnen) und die eklatante Chancenverwertung sprechen eine deutliche Sprache. Für den HSV heißt es nun: Wunden lecken und schnell wieder in die Spur finden, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. | ||||
Torfolge 11. Min — 0:1 Son (Vorlage: Nmecha) 15. Min — 0:2 Nmecha (Vorlage: Son) 18. Min — 0:3 Pulisic (Vorlage: Son) 40. Min — 0:4 Wirtz (Vorlage: Pulisic) 50. Min — 0:5 Son (Vorlage: Hakimi) 57. Min — 0:6 Pulisic (Vorlage: Kimmich) Spieler des Spiels Heung-Min Son (1. FC Nürnberg) — Note 10,0 Statistik (Hamburger SV – 1. FC Nürnberg) Ballbesitz: 47% – 53% Schüsse: 2 – 21 xG: 0,2 – 10,2 Pässe: 144 – 206 Passquote: 84% – 92% Gew. Zweikämpfe: 8 – 11 Gelbe Karten: 1 – 0 Rote Karten: 0 – 0 Aufstellungen Hamburger SV (4-3-2-1): Baumann, Jurásek, Todibo, Veiga, Hedlund, Wimmer, Guerreiro, Barreiro Martins, Musiala, Bahoya, Rutter Bank: Vavro, Katompa-Mvumpa, Jatta, Papela, Chakroun, El-Jindaoui, Hofmann 1. FC Nürnberg (4-4-1-1 (2)): Kobel, Cancelo, Gvardiol, Rüdiger, Hakimi, Díaz, Kimmich, Nmecha, Pulisic, Wirtz, Son Bank: Carvajal, Poku, Maier, Becker, Ziegler, Gibs, Aytun | ||||
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