FC St. Pauli – Hannover 96 2:8


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    bergsen08

    1. Liga - 35. Saison - 26. Spieltag

    Zirkzee (2)
    (1) Fortounis
    (3) Beier
    (1) Tzolis
    (3) Olise
    Zuschauer: 31.300 (ausverkauft)

    S P I E L B E R I C H T

    Was für ein Spektakel, was für eine Abreibung am 26. Spieltag der VDFB 1. Liga! Der FC St. Pauli, eigentlich für seine Heimstärke bekannt, erlebte vor den eigenen Fans ein regelrechtes Waterloo. Hannover 96 fegte über die Kiezkicker hinweg und demontierte sie mit einem unfassbaren 2:8 (1:4). Ein Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit wohl selbst die kühnsten Optimisten im 96-Lager nicht zu träumen gewagt hätten.

    Von Beginn an schien es, als hätten die Gäste aus Hannover einen Pakt mit dem Torhüter des FC St. Pauli geschlossen – oder dieser zumindest einen sehr unglücklichen Tag erwischt. Schon in der 5. Minute eröffnete Tzolis den Torreigen für Hannover. Es war der Auftakt zu einer ersten Halbzeit, die St. Pauli in Schockstarre versetzte. Olise (18.) und Fortounis (27.) erhöhten, bevor Olise kurz vor der Pause (42.) seinen Doppelpack schnürte. Die 96er zeigten sich gnadenlos effektiv, während die Hausherren, trotz 47% Ballbesitz und mehr geführten Zweikämpfen (32), kaum Zugriff fanden. Der Anschlusstreffer durch Zirkzee in der 45. Minute war lediglich ein kurzer Hoffnungsschimmer, der die 1:4-Pausenführung Hannovers nicht wirklich trübte.

    Wer dachte, St. Pauli würde nach dem Seitenwechsel eine Reaktion zeigen, sah sich getäuscht. Hannover 96 spielte wie im Rausch und legte noch eine Schippe drauf. Die zweite Hälfte wurde zur großen Bühne für einen Mann: Beier. Er traf in der 66., 70. und 80. Minute und machte seinen Hattrick perfekt – ein Triplepack der Extraklasse, der die Führung auf 1:7 ausbaute. Die Statistik sprach Bände: Hannover 96 hatte mit 16 Schüssen fast doppelt so viele wie St. Pauli (7) und ein überragendes xG von 6,8 gegenüber 2,3. Die Passgenauigkeit von 92% bei den Gästen war schlichtweg beeindruckend.

    Die Demontage fand ihren Höhepunkt, als Olise in der 84. Minute seinen dritten Treffer des Tages erzielte und das Ergebnis auf 1:8 schraubte. St. Pauli war über weite Strecken schlichtweg überfordert, konnte sich aber zumindest kurz vor Schluss noch einmal aufbäumen. Zirkzee setzte in der 90. Minute mit seinem zweiten Tor den Schlusspunkt zum 2:8. Ein bitterer Abend für den FC St. Pauli, der nach dieser Klatsche wohl einiges aufzuarbeiten hat. Hannover 96 hingegen feierte einen Kantersieg, der in dieser Liga sicherlich noch lange nachhallen wird.


    Torfolge
    5. Min — 0:1 Tzolis (Vorlage: Fortounis)
    18. Min — 0:2 Olise (Vorlage: Zalazar)
    27. Min — 0:3 Fortounis (Vorlage: Zalazar)
    42. Min — 0:4 Olise (Vorlage: Zalazar)
    45. Min — 1:4 Zirkzee (Vorlage: Souza)
    66. Min — 1:5 Beier (Vorlage: Olise)
    70. Min — 1:6 Beier (Vorlage: Reitz)
    80. Min — 1:7 Beier (Vorlage: Koné)
    84. Min — 1:8 Olise (Vorlage: Koné)
    90. Min — 2:8 Zirkzee

    Spieler des Spiels
    Maximilian Beier (Hannover 96) — Note 10,0

    Statistik (FC St. Pauli – Hannover 96)
    Ballbesitz: 47%53%
    Schüsse: 716
    xG: 2,36,8
    Pässe: 109109
    Passquote: 81%92%
    Gew. Zweikämpfe: 128
    Gelbe Karten: 00
    Rote Karten: 00

    Aufstellungen
    FC St. Pauli (5-4-1): Karius, da Silva Junior, Danso, Niakhaté, Smith, Fellhauer, Hudson-Odoi, Stage, Souza, Jackson, Zirkzee
    Bank: Rieß, Miranda, Kehrer, Dárdai, Scienza, Baum, Owusu
    Hannover 96 (4-5-1): Grabara, Mittelstädt, Balerdi, Lacroix, Henrichs, Tzolis, Zalazar, Koné, Reitz, Olise, Fortounis
    Bank: González, Beier, Bischof, Quaresma, Tresoldi, Leopold, Aséko-Nkili

    Wechsel
    59. Min — Scienza für Hudson-Odoi (FC St. Pauli)
    59. Min — Dárdai für Souza (FC St. Pauli)
    59. Min — Beier für Fortounis (Hannover 96)

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