| ZugTanne | Kevinho1909 | |||
| Klaus (1) Green (1) Borello (4) | (2) Schleusener | |||
| ...und schon klingelte es. Es war die 3. Minute, da zeigte Borello vom TSV Havelse, wie man einen Ball nach Vorarbeit von Jakob im Netz versenkt. Eine frühe Visitenkarte, die den Gästen aus Köln sichtlich nicht schmeckte. Die Viktoria versuchte, sich zu schütteln, fand nach 20 Minuten mit Schleusener, assistiert von Ljubicic, tatsächlich eine Antwort und glich aus. Man wähnte sich kurz im Glauben, hier könnte sich ein enges Duell entwickeln. Doch Havelse hatte offensichtlich andere Pläne. Und wieder war es Borello, der in der 24. Minute (Vorlage Klaus) und nur elf Minuten später erneut (Vorlage Jakob) zuschlug. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz (54 % gegenüber 46 % der Hausherren) und waren bei den Ballrückeroberungen sogar marginal schneller, doch das nützte herzlich wenig, wenn der Gegner bei den Schüssen (14 zu 9) einfach präziser ist. Kurz vor dem Pausenpfiff schnürte Borello dann seinen ganz persönlichen Viererpack – zum dritten Mal mit Vorlage von Jakob. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kölner Abwehrreihe Borellos Anwesenheit im Strafraum als freundliche Geste missinterpretierte. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Der FC Viktoria Köln sammelte zwar fleißig Pässe (157), hatte mehr gewonnene Zweikämpfe (7 zu 10), aber Havelse war, nun ja, torhungriger. Klaus erhöhte in der 61. Minute auf 5:1, gefolgt vom Treffer von Green in der 65. Minute, der den Kölnern endgültig den Stecker zog. Die Expected Goals (xG) sprachen eine überraschend enge Sprache: 5.3 für Havelse, 4.8 für Köln. Man fragte sich unweigerlich, wie die Viktoria aus 4.8 xG nur zwei Tore zaubern konnte, während Havelse aus 5.3 xG eine glatte Sechs machte. Effizienz ist eben keine Frage der Quantität. Die letzten Minuten des Spiels waren dann nur noch Ergebniskosmetik. Schleusener gelang in der 88. Minute noch der zweite Ehrentreffer für die Viktoria, nach Vorlage von Bitter. Ein 6:2-Endstand, der zwar deutlich ausfiel, aber die Kölner Bemühungen, zumindest phasenweise das Spiel zu kontrollieren, nicht komplett negiert. Havelse ließ sich davon nicht beirren, verteidigte geschickt Bälle ab (29 zu 22) und zeigte sich gnadenlos im Abschluss. Eine Lehrstunde in Sachen Chancenverwertung, vorgetragen vom TSV Havelse, der damit seine Position in der 3. Liga festigte. | ||||
Torfolge 3. Min — 1:0 Borello (Vorlage: Jakob) 20. Min — 1:1 Schleusener (Vorlage: Ljubicic) 24. Min — 2:1 Borello (Vorlage: Klaus) 35. Min — 3:1 Borello (Vorlage: Jakob) 45. Min — 4:1 Borello (Vorlage: Jakob) 61. Min — 5:1 Klaus (Vorlage: Green) 65. Min — 6:1 Green 88. Min — 6:2 Schleusener (Vorlage: Bitter) Spieler des Spiels Brandon Borello (TSV Havelse) — Note 10,0 Statistik (TSV Havelse – FC Viktoria Köln) Ballbesitz: 46% – 54% Schüsse: 14 – 9 xG: 5,3 – 4,8 Pässe: 161 – 157 Passquote: 83% – 79% Gew. Zweikämpfe: 10 – 7 Gelbe Karten: 0 – 0 Rote Karten: 0 – 0 Aufstellungen TSV Havelse (4-2-3-1): Menzel, Okoroji, Chaves, Nkoa, Rösch, Viet, Bähre, Jakob, Ljubicic, Klaus, Borello Bank: Adamyan, Herrmann, Heintz, Green, Arslan, Kopacz, Glatzel FC Viktoria Köln (4-4-2): Kastenmeier, Mickelson, Mathisen, Siersleben, Bitter, May, Gindorf, Corboz, Noß, Ljubicic, Schleusener Bank: Berisha, Kyereh, Obuz, Hungbo, Coskun, Sponsel, Bogicevic Wechsel 45. Min — Green für Viet (TSV Havelse) 65. Min — Green für Jakob (TSV Havelse) 65. Min — Kopacz für Borello (TSV Havelse) | ||||
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