TSG 1899 Hoffenheim - SpVgg Bayreuth 2-3 n.V.
04´ 1:0 Sébastien Haller
10´ 2:0 Alexander Isak
28´ 2:1 Onel Hernández
81´ 2:2 Luca Waldschmidt
95´ 2:3 Jean-Paul Boëtius
Am Montagabend empfing die TSG Hoffenheim den Zweitligisten Bayreuth zur VDFB Pokal Qualifikationsrunde in der mit 30.000 Zuschauern gut gefüllten aber nicht ausverkauften Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim.
Für die Hoffenheimer war dies das erste Pflichtspiel in der neuen Saison. Die Gäste hatten bereits ihr erstes Saisonspiel entäuschend und verdient zuhause gegen Fürth verloren.
Der erste Angriff gehörten den Gästen, welcher aber harmlos mit einem Fehlpass von Dabbur in die Füße von Kempf zu einem Gegenangriff führte.
Hoffenheim spielte sich mit kurzen präzisen Pässen aus dem eigenen Strafraum Richtung Mittellinie wo Isak Baumgartner über die Linke Seite schickte, dieser auf Strafraumhöhe zur Lupf-Flanke ansetze und Neuzugang Haller aus der Luft heraus mit Links ins lange Eck die Kugel hüpfend zum 1:0 nach nur vier Minuten versenkte.
Die Gäste versuchten dran zu bleiben und erspielten sich eine Ecke, welche beim versuchten Schuss der Bayreuther von Stürmer Haller geklärt werden konnte und leitete damit den Konter ein. welche der Bundesligist Blitzsauber ausspielt und Isak zum 2:0 nach 10 Minuten trifft. (Vorbereiter Haller)
Absoluter Traumstart wie die Elf von Trainer Poltergeist und Neuzugang Haller mit einem Bilderbucheinstand der nicht nur die Ecke verteidigte sondern den maßgeblichen Pass vorbereitet den Isak nur noch einschieben musste.
Die Bayreuther ließen trotzdem die Köpfe nicht hängen und es entwickelte sich ein Spiel welches hin und her ging mit Chancen auf beiden Seiten und etwas mehr Spielanteil der Truppe von Trainer Lexxus, bis zur 27. Minute, als Hernández sich etwas durch die Abwehr mogelte und auf ca. 7 Metern mit Links ins lange Eck mit ein bisschen Tiki-Taka für den Anschlusstreffer sorgte.
Bis zur Halbzweit war es ein intensives Spiel ohne weitere Nennenswerte Chancen auf beiden Seiten.
Die Intensität mit relativ hoher Fehlpassquote im Mittelfeld zog sich bis zur 62. Minute, wo Haller einen Ball flach vor die Füße von Isak reinbrachte und dieser keinen Druck hinter den Ball bekam und direkt in die Arme von Schlussmann Langerak schoss.
Die Gästen kämpften, aber taten sich schwer mit dem letzten entscheidenden Pässen. In der 71. gings dann mal wieder ganz schnell. Baumgartner über links spielt den Ball flach und stark in den Strafraum auf Haller, der alleine frei vorm Tor steht und das Tor verfehlt. Das hätte das 3:1 sein müssen! Haller bis hierhin eine 1 mit Sternchen aber in dieser Situation Abzüge in der B-Note.
Man merkte den Trainern förmlich die ansteigende Spannung an. Jetzt wurde es ein Pokalspiel. Zwei Minuten später. Waldschmidt schickt Dabbur, der alleine vorm Tor steht und den Ball vertendelt.
Schwäbel hat da gut reagiert und ist rechtzeitig rausgekommen.
76. Minute Boëtius findet den freien Waldschmidt, welcher frei zum Schuss kommt aber auch an Keeper Schwäbe scheitert.
Nun war der Zweitligist etwas am Drücker. Nach einem Fehlpass von Gündogan im Mittelkreis und unglücklichen Abwehsversuch von Posch kam Waldschmidt mit links zum Schuss und zum 2:2 Ausgleichtreffer in der 81. Minute.
Was ein Krimi getreu dem Motto, wer vorne nicht trifft, fängt sich hinten einen.
Bis zur 90. Minute war die TSG nun wieder am Drücken, ohne zum Abschluss zu kommen und fing sich einen Konter.
Waldschmidt stand alleine relativ zentral vorm Tor, schießt und SCHWÄÄÄBE lässt abprallen zu Boetius, vorm leeren Tor und er stolpert. HERZINFARKT STIMMUNG im Stadion.
Die Zeichen standen auf Verlängerung bis in der Nachspielzeit in letzter Sekunde ein Schuss von Haller nur noch mit einer Grätsche abgeblockt werden konnte und der Unparteiische die reguläre Spielzeit beendete.
Die ersten 5 Minuten der Nachspielzeit gehörte den Bayreuthern. Wieder einmal kam Waldschmidt zum Schuss, dessen Abpraller erneut bei Boëtius landete aber diesmal hatte er keine Probleme mehr in der 95. Minute der Nachspielzeit zum 3:2 einzuschieben.
Die TSG erhöhte den Druck und drang die Spielvereinigung immer wieder zu Fehlpässen, brauchten aber bis zur 22. Minute der Nachspielzeit, bis Haller erneut alleine vorm Tor im 1 gegen 1 gegen Langerak am linken Pfosten vorbei schoss.
Die Gastgeber drückten weiter aber dies sollte die letzte große Chance zum Ausgleich gewesen sein, bis der Schiedrichter pünktlich nach 30 Minuten Verlängerung abpfiff und das Endergebnis damit offiziell machte.
Hoffenheim hatte es in der Hand, ihren Gegner vorzeitig mit einem Treffer zum 3:1 auszuknocken, kassierten dann selber den Ausgleich. Kurz vor Ende gab es auf beiden Seiten nochmal die Chance auf den Dolchstoß.
In der Verlängerung mehr Chancen bei Hoffenheim aber glücklos vorm Tor.
Es war ein spannendes Emotionsgeladenes Spiel, was gerne noch eine Weile hätte weiter gehen dürfen.
Hoffen wir mal dass beide Mannschaften und Fans noch eine Flasche Doppelherz zum runterkommen in der Vereinskabine hatten.
Trainer Lexxus dankt der TSG für das geile Spiel und wünscht Ihnen für den Saisonauftakt in der Bundesliga viel Erfolg. Am Ende hatte seine Mannschaft das Quentchen Glück, was man im Fußball braucht aber nicht immer bekommt.
EINGETRAGEN UND GEBUCHT