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| Rashica (1) | (3) Brobbey | |||
Brobbey macht den Unterschied: Hansa glänzt mit Effizienz im OlympiastadionEs war ein Duell auf Augenhöhe, das am Ende durch die individuelle Klasse eines Einzelnen entschieden wurde: Der F.C. Hansa Rostock hat sich mit einem 3:1 (2:1) bei Hertha BSC durchgesetzt. In einer Partie, in der beide Mannschaften ihre Momente hatten und das Pendel lange Zeit in beide Richtungen hätte ausschlagen können, bewiesen die Gäste aus Mecklenburg die reifere Spielanlage und vor allem die größere Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten. Die Partie startete furios. Hansa legte mutig los und belohnte sich bereits in der 5. Minute durch Brian Brobbey mit der frühen Führung. Doch die „Alte Dame“ zeigte sich keineswegs geschockt: Fast postwendend markierte Milot Rashica (9.) den Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, bei dem das spielerische Übergewicht zwar leicht bei der Kogge lag (57% Ballbesitz), die Berliner aber immer wieder gefährlich vor das Rostocker Tor kamen. Es war erneut Brobbey (20.), der nach einer feinen Einzelleistung die erneute Führung für die Gäste besorgte. Nach dem Seitenwechsel erwischte Hansa den perfekten Zeitpunkt für den nächsten Nadelstich. Wieder war es der bärenstarke Brobbey (50.), der mit seinem dritten Treffer des Tages für eine Vorentscheidung sorgte. Hertha steckte zwar nicht auf und mühte sich redlich, die Defensive der Hanseaten zu knacken, doch Hansa agierte nun deutlich kontrollierter. Die Gäste ließen defensiv kaum noch etwas anbrennen und brachten den Vorsprung mit einer gesunden Portion Souveränität über die Zeit. Die nackten Zahlen spiegeln die Ausgeglichenheit wider: Beide Teams kamen auf genau 7 Torschüsse. Doch während die Hertha aus ihren Gelegenheiten nur einen xGoals-Wert von 1,5 generierte, schraubte Hansa diesen Wert auf 3,0 hoch – ein klares Indiz dafür, dass die Gäste schlicht die qualitativ hochwertigeren Chancen kreierten. Berlin investierte viel in die Zweikämpfe (22 geführte Duelle gegenüber 14 bei Hansa), konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Am Ende reichte Hansa eine konzentrierte Leistung und ein glänzend aufgelegter Knipser, um drei Punkte aus der Hauptstadt zu entführen. Spieler des Spiels: Brian Brobbey (F.C. Hansa Rostock). Der Stürmer war heute die personifizierte Effizienz. Mit drei Toren bei drei echten Chancen entschied er ein Spiel, das ohne seine Kaltblütigkeit auch ganz anders hätte enden können. Die Note 9,5 ist der verdiente Lohn für einen Arbeitstag nach Maß. | ||||

