F.C. Hansa Rostock – VfL Osnabrück 6:0



  • deCoo
    Die_Brat_Henne25

    2. Liga - 34. Saison - 21. Spieltag

    Dietze (1)
    Ingelsson (1)
    Honsak (1)
    Carvalho (1)
    Diomande (1)
    Brobbey (1)
    Keine Tore!
    Zuschauer: 25.200

    S P I E L B E R I C H T

    Sechs Richtige an der Küste: Hansa-Orchester lässt Osnabrück keine Luft


    Es war eine Machtdemonstration, die sich gewaschen hatte: Der F.C. Hansa Rostock hat den VfL Osnabrück mit einem glatten 6:0 (3:0) nach Hause geschickt und dabei einen Fußball-Nachmittag zelebriert, der an der Ostsee noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird. Während die Gäste aus Niedersachsen vergeblich darauf warteten, dass ihre Kontermaschinerie überhaupt erst einmal ansprang, spielte Hansa mit einer Leichtigkeit, die fast schon an Arroganz grenzte – und verteilte die Last des Toreschießens dabei auf gleich sechs verschiedene Schultern.

    Von der ersten Minute an war die Rollenverteilung im Ostseestadion klarer als das Küstenwasser im Sonnenschein. Hansa dominierte das Geschehen nach Belieben (65% Ballbesitz) und ließ den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren, während Osnabrück nur staunend hinterherlief. Brian Brobbey (13.) eröffnete den Torreigen standesgemäß, bevor Yan Diomande (30.) nachlegte. Kurz vor dem Pausentee war es dann soweit: Der Lokalmatador BENNOOOOOOO (45.) schoss zum 3:0 ein und versetzte das Stadion bereits vor dem Gang in die Kabine in Ekstase.

    Wer dachte, Hansa würde nach dem Wechsel den Schongang einlegen, wurde eines Besseren belehrt. Die Kogge spielte sich nun förmlich in einen Rausch. Mathias Honsak (50.) und der überragende Fabio Carvalho (60.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe der eingewechselte SVANTEEEEEEEE (68.) den Schlusspunkt unter eine Partie setzte, die für den VfL zur absoluten Qual wurde. Osnabrück versuchte zwar, Nadelstiche zu setzen, doch ohne den entscheidenden Pass verpuffte jeder Ansatz von Gefahr bereits im Mittelfeld.

    Ein Blick auf die statistischen Trümmerhaufen der Gäste spricht Bände. Mit nur zwei mickrigen Torschüssen und einem xGoals-Wert von 0,3 war Osnabrück offensiv praktisch nicht existent. Hansa hingegen kreierte Chancen für eine ganze Spielzeit (xG 5,5) und erdrückte den Gegner mit einer Balleroberungszeit von gerade einmal sechs Sekunden. Der vielleicht süffisanteste Wert des Tages findet sich jedoch in der Zweikampfbilanz: Während der VfL sich in sage und schreibe 65 Duellen aufrieb und dabei nur lachhafte vier (!) gewann, reichten Hansa neun geführte Zweikämpfe, um sechsmal als Sieger hervorzugehen. Effektiver kann man Dominanz nicht in Zahlen gießen.

    Spieler des Spiels: Fabio Carvalho (F.C. Hansa Rostock). In einem Team voller Gewinner ragte er noch heraus. Mit einem eigenen Treffer und zwei punktgenauen Assists war er der unumstrittene Architekt der Rostocker Angriffslust. Eine Vorstellung wie aus dem Lehrbuch, die folgerichtig mit der Traumnote 10,0 belohnt wurde.