Halbfinale: 1.FC Kaiserslautern - 1.FC Saarbrücken 7:1 (7:1)

  • Kaiserslautern mit Heimspiel im Halbfinale

    Der 1.FC Kaiserslautern tat sich in der ersten halben Stunde im Landespokal Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt schwerer als gedacht. Erst ein kurzzeitiger Rückstand brachte die Pfälzer zurück auf die Siegerstraße. Nach 90 gespielten Minuten stand es 10:6 gegen den Drittligisten, der sich über die gesamte Spieldauer wacker wehrte. Die Mannschaft von Trainer BudSpencer offenbarte vor allem im Defensivverbund einige Schwächen. Im Halbfinale wartet nun mit dem 1.FC Saarbrücken ein weiterer Drittligist auf den 1.FC Kaiserslautern. Die Deutsch-Franzosen lassen sich bisher schwer einschätzen. Erst heute stellten die Saarländer mit Schwabe1893 ihren Trainer für die aktuelle Saison vor. Im Viertelfinale profitierte der FCS von einem Freilos. Trotz der gezeigten Schwächen in der Defensive gehen die Pfälzer als klarer Favorit in die Partie.

    ...VDFB seit 2000! Trainerstationen: SC Idar Oberstein, Greuther Fürth(2x), TuS Koblenz, VfL Osnabrück, SV Sandhausen

  • 7:1

    Derby-Wahnsinn im Halbfinale: FCK-Offensive stürmt ins Finale

    Kaiserslautern. Das Halbfinale im Landespokal versprach ein packendes Südwest-Derby zu werden. Am Ende erlebte das Fritz-Walter-Stadion eine beeindruckende Machtdemonstration der Roten Teufel, die sich mit einem furiosen Auftritt das Ticket für das große Finale sicherten. Der 1. FC Saarbrücken erwischte derweil einen rabenschwarzen Tag, den man am besten ganz schnell wieder vergisst.

    Dabei begann die Partie für die Gäste aus dem Saarland eigentlich absolut optimal: Josh Sargent schockte die Hausherren bereits in der 5. Minute mit der frühen 1:0-Führung. Doch dieser Gegentreffer schien beim FCK wie ein Schalter zu wirken, der umgelegt wurde. Was danach folgte, war eine offensive Lawine, der in dieser Phase wahrscheinlich keine Mannschaft der Liga hätte standhalten können.

    Binnen 30 Minuten spielten sich die Pfälzer in einen regelrechten Rausch, bei dem einfach jeder Angriff saß. Irvin Cardona (7.), blitzschnelle Doppelpacks von Ragnar Ache (11., 19.) und Dennis Eckert Ayensa (15., 29.) sowie weitere Treffer von Emile Smith Rowe (31.) und Abwehrmann Josip Stanišić (36.) schraubten das Ergebnis auf ein unfassbares 7:1 in die Höhe. Die Lautrer erspielten sich bis zur 40. Minute unglaubliche 20 Schüsse und einen xG-Wert von 8,3 – das Tor schien wie vernagelt für Saarbrücken, und für Kaiserslautern war es scheunentorgroß.

    In der 40. Minute zog der Saarbrücker Trainer dann verständlicherweise den Stecker und beendete die Partie vorzeitig. Und ganz ehrlich: Jeder, der schon einmal auf dem virtuellen Rasen stand, kann das zu 100 % nachvollziehen. Es gibt diese gebrauchten Tage, an denen der Gegner in einen absoluten Flow-State kommt, alles gelingt und bei einem selbst einfach nichts mehr zusammenlaufen will. Bevor man sich da weiter frustrieren lässt und die Nerven völlig überstrapaziert, ist so ein Abbruch eine menschliche und absolut verständliche Reaktion. Keine bösen Worte, kein böses Blut! Wir reichen Saarbrücken sportlich die Hand, bedanken uns für den Antritt und wünschen dem FCS für den weiteren Liga-Alltag wieder mehr Spielglück und volle Erfolge! Mund abputzen, weiter geht's!

    Fazit: Kaiserslautern steht hochverdient im Pokalfinale und zeigte eine der dominantesten Halbzeiten der Vereinsgeschichte. Saarbrücken schont die Nerven für die Liga – an solchen Tagen muss man einfach anerkennen, dass die Controller-Sterne nicht gut standen.

    Die Statistik zum Spiel (bis zur 40. Minute):

    • Erwartete Tore (xG): 8,3 : 0,4
    • Schüsse: 20 : 1
    • Ballbesitz: 58% : 42%
    • Spieler des Spiels: Die gesamte Lautrer Offensive (D. Eckert Ayensa, R. Ache und A. Castro-Montes alle mit der Traumnote 10,0).