TSG 1899 Hoffenheim – SC Paderborn 07 5:3



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    1. Liga - 35. Saison - 13. Spieltag

    Bruma (1)
    Pulisic (1)
    Olmo (1)
    Isak (2)
    (1) González
    (2) Amoura
    Zuschauer: 41.100

    S P I E L B E R I C H T

    Die TSG Hoffenheim hat sich in einem wilden und offensiv geprägten Spiel mit 5:3 gegen SC Paderborn 07 durchgesetzt. Nach einer dominanten zweiten Halbzeit sah Hoffenheim bereits wie der sichere Sieger aus, ehe Paderborn das Spiel mit zwei späten Treffern beinahe noch einmal komplett kippte. Erst Bruma machte kurz vor Schluss endgültig alles klar.

    Die Partie begann überraschend mutig von den Gästen. Paderborn presste früh, stellte die Hoffenheimer Innenverteidigung immer wieder unter Druck und belohnte sich in der 17. Minute mit der Führung. Nach einem schnellen Ballgewinn im Mittelfeld schaltete Paderborn blitzschnell um. Der Ball landete bei Amoura, der mit viel Tempo hinter die letzte Linie startete. Vor dem Tor blieb er eiskalt und schob flach zum 0:1 ein. Hoffenheim wirkte in dieser Phase etwas überrascht und fand offensiv kaum klare Lösungen.

    Mit zunehmender Spielzeit kam die TSG aber immer besser ins Spiel. Vor allem Isak wurde immer präsenter. In der 30. Minute fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Nach einer starken Kombination über die rechte Seite spielte Pulisic einen scharfen Ball in den Strafraum, wo Isak perfekt eingelaufen kam und aus kurzer Distanz zum 1:1 verwandelte.

    Danach übernahm Hoffenheim zunehmend die Kontrolle. Obwohl der Ballbesitz insgesamt ausgeglichen blieb, wirkten die Gastgeber deutlich gefährlicher. Kurz vor der Pause folgte dann der psychologisch enorm wichtige Führungstreffer. Wieder war Isak zur Stelle. Nach einer Hereingabe von Olmo setzte er sich im Zentrum stark gegen seinen Gegenspieler durch und köpfte den Ball zum 2:1 ins Netz. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeit.

    Nach der Pause kam Hoffenheim mit voller Energie aus der Kabine und legte sofort nach. In der 49. Minute erhöhte Dani Olmo auf 3:1. Der Spanier kombinierte sich zunächst mit Isak durch die Mitte, zog dann aus rund 18 Metern ab und traf präzise ins Eck. Paderborn wirkte jetzt kurzzeitig komplett überfordert.

    Nur sechs Minuten später fiel bereits das nächste Tor. Diesmal traf Pulisic. Nach einem schnellen Angriff über links wurde der US-Amerikaner perfekt freigespielt und blieb vor dem Tor ganz ruhig. Mit dem 4:1 schien das Spiel praktisch entschieden.

    Doch genau in dieser Phase begann Hoffenheim nachlässig zu werden. Paderborn gab sich nicht auf und nutzte die erste Unsicherheit sofort aus. In der 58. Minute verkürzte Nico González auf 4:2. Hoffenheim verteidigte einen zweiten Ball schlecht, González zog aus halbrechter Position ab und traf sehenswert ins lange Eck.

    Danach wurde das Spiel wieder deutlich offener. Hoffenheim hatte zwar weiterhin gute Chancen und kam insgesamt auf starke 4,5 xG aus nur 11 Abschlüssen, ließ aber mehrere Möglichkeiten liegen. Paderborn dagegen blieb extrem effizient.

    In der 78. Minute wurde es plötzlich nochmal richtig spannend. Wieder war Amoura der Torschütze. Nach einem langen Ball setzte er sich mit seiner Geschwindigkeit durch, umkurvte den Torhüter und schob zum 4:3 ein. Das Stadion wurde spürbar nervös, denn Hoffenheim hatte die Partie eigentlich längst unter Kontrolle gehabt.

    Paderborn warf nun alles nach vorne, doch genau dadurch entstanden Räume. In der 84. Minute machte Bruma schließlich den Deckel drauf. Nach einem schnellen Konter lief Hoffenheim in Überzahl auf die Paderborner Defensive zu. Bruma bekam den Ball am Strafraumrand, zog nach innen und schloss trocken zum 5:3-Endstand ab.

    Am Ende war es ein spektakulärer, aber defensiv teilweise chaotischer Auftritt der Hoffenheimer. Offensiv zeigte die Mannschaft enorme Qualität und erspielte sich aus wenigen Chancen eine hohe xG-Zahl. Gleichzeitig offenbarte die Defensive erneut Probleme bei schnellen Umschaltsituationen. Paderborn blieb trotz nur fünf Schüssen dank seiner Effizienz bis zum Schluss gefährlich. Besonders Isak mit zwei Treffern sowie Olmo und Pulisic prägten offensiv den Heimsieg der TSG.



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