| Lexi | The Machine | |||
| Kolo Muani (2) Sylla (4) | Keine Tore! | |||
| Was war das denn bitte schön? Der 17. Spieltag der VDFB-Liga wird in die Annalen eingehen, zumindest für die Fans von Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself empfing den FC St. Pauli und lieferte eine Demonstration von Fußballkunst und Torgefahr ab, die ihresgleichen sucht. Am Ende stand ein historisches 6:0 auf der Anzeigetafel, das die Kiezkicker wohl noch lange in ihren Alpträumen verfolgen wird. Von der ersten Minute an war klar, wer hier Herr im Haus war. Während St. Pauli mit 54 Prozent Ballbesitz optisch überlegen schien und verzweifelt versuchte, ins Spiel zu finden, zelebrierte Leverkusen die Effizienz in Perfektion. Schon nach fünf Minuten zappelte der Ball das erste Mal im Netz: Moussa Sylla, mustergültig bedient von Randal Kolo Muani, eröffnete den Torreigen. Und Sylla hatte offenbar Blut geleckt! Nur fünf Minuten später, wieder auf Vorlage von Kolo Muani, schlug er erneut zu. Der Hattrick war nach einer Viertelstunde perfekt – drei Tore, drei Mal Kolo Muani als Vorbereiter. Die Fans rieben sich die Augen, die St. Pauli-Abwehr stand unter Schock. Und es kam noch dicker: In der 20. Minute schnürte Sylla seinen persönlichen Viererpack, diesmal ohne Vorlage, einfach aus dem Nichts. Ein wahrer Hexenmeister! St. Pauli, mit nur zwei Schüssen und erschreckenden 0,1 erwarteten Toren (xG) über die gesamte Spieldauer, war in dieser Phase ein Hühnerhaufen ohne Kopf. Die wenigen Zweikämpfe (2) wurden allesamt verloren, die Passgenauigkeit war mit 93 Prozent zwar hoch, aber ohne jeglichen Raumgewinn oder Ideen. Leverkusen hingegen, mit nur 46 Prozent Ballbesitz, aber 10 Schüssen und einem xG-Wert von 3,1, spielte wie im Rausch. Die gnadenlose Effizienz wurde fortgesetzt: In der 25. Minute war es dann Kolo Muani selbst, der nach Vorlage von Malik Tillman auf 5:0 erhöhte. Ein Schlag ins Gesicht für die Gäste, die sich in die Halbzeitpause schleppen mussten. Doch auch der Pausenpfiff brachte keine Erlösung. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit setzte Kolo Muani mit seinem zweiten Treffer des Tages, diesmal nach Vorlage von Leon Bailey, den Schlusspunkt unter eine unvergessliche erste Hälfte. 6:0! Eine Demontage, die in dieser Liga ihresgleichen sucht. Die wenigen Paraden des St. Pauli-Keepers (2) konnten das Debakel nicht verhindern. Leverkusen zeigte eine Leistung aus einem Guss, während St. Pauli sich nach diesem Spieltag wohl fragen muss, wie man eine solche Klatsche jemals wieder aus den Köpfen bekommt. | ||||
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