Liga 2. Fazit zur Hinrunde


  • VDFB 2. Liga: Das Hinrundenfazit

    Die Hinrunde der 2. VDFB-Liga ist Geschichte, und nach 17 Spieltagen bietet die Tabelle ein Bild, das vor der Saison wohl kaum ein Experte so vorhergesagt hätte. Während mutige Aufsteiger die Liga dominieren, erleben ehemalige Erstligisten einen beispiellosen Absturz. Zeit für einen detaillierten Rückblick auf die Gewinner, die Enttäuschungen und die Sorgenkinder der bisherigen Saison.

    Die Überflieger: Durchmarsch-Träume und ein starker Waldhof

    Die Geschichte dieser Hinrunde wird ganz klar von den Aufsteigern diktiert. Wer gedacht hätte, dass sich die Neulinge aus der 3. Liga erst einmal akklimatisieren müssten, wurde eines Besseren belehrt.

    • FC Schalke 04 (Platz 1) & Union Berlin (Platz 3): Die beiden Aufsteiger marschieren mit riesigen Schritten direkt in Richtung Erstklassigkeit. Angeführt vom Tabellenführer aus Gelsenkirchen und den drittplatzierten Köpenickern, dominieren beide Teams das Geschehen und lassen die Konkurrenz staunen. Der Traum vom direkten Durchmarsch in die 1. Liga ist an der Veltins-Arena und an der Alten Försterei zum Greifen nah.
    • SV Waldhof Mannheim (Platz 2): In diesem furiosen Aufstiegsrennen darf Waldhof Mannheim nicht unerwähnt bleiben. Die Kurpfälzer zeigen absoluten Spitzenfußball und stehen punktgleich mit dem Spitzenreiter Schalke 04 an der Tabellenspitze. Sie untermauern eindrucksvoll ihre eigenen Aufstiegsambitionen.

    Das graue Mittelfeld: Ernüchterung bei den Absteigern

    Für einige Teams, die mit der klaren Mission "Wiederaufstieg" in die Saison gestartet sind, ist die Realität in der 2. Liga hart.

    • SSV Ulm & RB Leipzig: Beide Teams kamen als hochgehandelte Erstliga-Absteiger, doch die Hinrunde verlief enttäuschend. Statt an der Tabellenspitze mitzumischen, versinken die Spatzen und die Roten Bullen im grauen Mittelfeld. Der erhoffte direkte Wiederaufstieg scheint für beide Mannschaften zum aktuellen Zeitpunkt in weite Ferne gerückt zu sein. Hier fehlt es an Konstanz und Durchschlagskraft.

    Alarmstufe Rot: Krisenherde und Trainerwechsel im Keller

    Besonders dramatisch spitzt sich die Lage im unteren Tabellendrittel zu. Der Abstiegskampf ist brutal und fordert bereits erste Konsequenzen.

    • SpVgg Greuther Fürth: Die absolute Negativüberraschung der Hinrunde. Als Erstliga-Absteiger angetreten, um oben anzugreifen, findet sich das Kleeblatt in einer desaströsen Lage wieder. Magerere 6 Punkte aus 17 Spielen bedeuten, dass die Fürther tief im Abstiegskampf stecken. Der freie Fall scheint noch nicht gestoppt.
    • FC Magdeburg (Platz 17): Mit nur 4 Punkten auf dem vorletzten Platz zog der FCM die Reißleine. Die einvernehmliche Trennung von Trainer Leonardo war nach dieser Punkteausbeute absolut absehbar. Nun ruhen die Hoffnungen auf Deren Scheppert. Der neue Mann an der Seitenlinie ist zwar noch unerfahren, gilt aber als hochmotivierter und strukturierter Trainer. Er soll der verunsicherten Truppe neues Leben einhauchen und im Abstiegskampf sofort Akzente setzen.
    • Karlsruher SC (Platz 18): Die Rote Laterne leuchtet im Wildpark. Auch der KSC teilt sich die magere Ausbeute von 4 Punkten mit Magdeburg und steckt in einer handfesten Krise. Die Mannschaft von Trainer JpStabs wirkt oft mut- und ideenlos. Wenn der Gang in die 3. Liga noch verhindert werden soll, muss die Truppe in der Rückrunde gewaltig aufs Gaspedal treten und eine 180-Grad-Wende hinlegen.


    Die 2. VDFB-Liga verspricht eine extrem spannende Rückrunde. Können Schalke, Mannheim und Union ihr unfassbares Tempo halten? Schaffen die enttäuschenden Absteiger Ulm und Leipzig noch das Wunder? Und wer behält im nervenaufreibenden Abstiegskampf rund um Fürth, den KSC und den neu ausgerichteten FCM die Nerven? Die Antworten folgen auf dem Rasen!