FC St. Pauli – VfL Wolfsburg 4:8


  • The Machine
    Ceres

    1. Liga - 35. Saison - 28. Spieltag

    Stage (2)
    Zirkzee (1)
    Dárdai (1)
    (1) Pavard
    (2) Guirassy
    (5) Mukhtar
    Zuschauer: 28.800

    S P I E L B E R I C H T

    Was für ein Fußballfest, oder doch ein Schlachtfest? Der 28. Spieltag der VDFB-1. Liga wird in den Annalen als ein denkwürdiges Spektakel verbleiben, das selbst hartgesottene Kicker-Redakteure mit offenem Mund zurückließ. Am Millerntor empfing der FC St. Pauli den VfL Wolfsburg, und die Zuschauer – virtuell wie real – erlebten eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die ihresgleichen sucht. Am Ende stand ein unfassbares 4:8 für die Gäste, das sowohl die Offensivkraft der Wölfe als auch die Moral der Kiezkicker eindrucksvoll unterstrich.

    Dabei begann das Drama bereits in der 4. Minute, als Mukhtar für Wolfsburg den Torreigen eröffnete. Doch St. Pauli zeigte sich unbeeindruckt, und Zirkzee glich in der 8. Minute prompt aus. Was dann folgte, war ein regelrechtes Inferno der Gäste: Mukhtar (17., 22.) schnürte einen lupenreinen Hattrick, und Pavard (29.) erhöhte noch vor der Pause auf ein scheinbar uneinholbares 1:4. Die Statistik sprach Bände: Wolfsburg hatte mit 22 Schüssen gegenüber nur 6 des Heimteams und einem xG-Wert von 5,7 die Oberhand, während St. Pauli trotz 50% Ballbesitz kaum zu Entlastung kam.

    Doch wer den FC St. Pauli kennt, weiß, dass Aufgeben keine Option ist. Die zweite Halbzeit wurde zu einem wahren Sturmlauf der Hausherren. Stage (51., 65.) mit einem Doppelpack und Dárdai (69.) brachten die Hamburger mit drei Toren in Folge sensationell auf 4:4 heran! Das Millerntor bebte, die Sensation lag in der Luft. Doch die Freude währte nicht lange. Die Wolfsburger, sichtlich geschockt, fanden in der Schlussphase ihre gnadenlose Effizienz wieder. Guirassy (74.) brach den Bann, bevor Mukhtar (80.) seinen vierten Treffer markierte und Guirassy (88.) mit seinem zweiten Tor nachlegte. Den Schlusspunkt setzte erneut der überragende Mukhtar (90.) mit seinem fünften Treffer des Abends, der das Endergebnis auf 4:8 schraubte.

    Trotz der bitteren Niederlage zeigte St. Pauli eine bemerkenswerte Comeback-Mentalität, die Respekt verdient. Die acht Paraden des Heimtorhüters verhinderten gar Schlimmeres. Wolfsburg hingegen demonstrierte an diesem Abend eine brutale Kaltschnäuzigkeit und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten zuzuschlagen. Ein Spiel, das niemand so schnell vergessen wird – und das einmal mehr bewies, warum die VDFB-Liga so faszinierend ist.


    Torfolge
    4. Min — 0:1 Mukhtar (Vorlage: Becker)
    8. Min — 1:1 Zirkzee (Vorlage: Stage)
    17. Min — 1:2 Mukhtar (Vorlage: Tolisso)
    22. Min — 1:3 Mukhtar (Vorlage: Tolisso)
    29. Min — 1:4 Pavard (Vorlage: Becker)
    51. Min — 2:4 Stage (Vorlage: Zirkzee)
    65. Min — 3:4 Stage (Vorlage: Scienza)
    69. Min — 4:4 Dárdai
    74. Min — 4:5 Guirassy (Vorlage: Mukhtar)
    80. Min — 4:6 Mukhtar (Vorlage: Tolisso)
    88. Min — 4:7 Guirassy (Vorlage: Mukhtar)
    90. Min — 4:8 Mukhtar (Vorlage: Becker)

    Spieler des Spiels
    Hany Mukhtar (VfL Wolfsburg) — Note 10,0

    Statistik (FC St. Pauli – VfL Wolfsburg)
    Ballbesitz: 50%50%
    Schüsse: 622
    xG: 2,45,7
    Pässe: 119136
    Passquote: 86%87%
    Gew. Zweikämpfe: 55
    Gelbe Karten: 10
    Rote Karten: 00

    Aufstellungen
    FC St. Pauli (5-4-1): Karius, da Silva Junior, Danso, Niakhaté, Smith, Fellhauer, Hudson-Odoi, Stage, Souza, Jackson, Zirkzee
    Bank: Rieß, Miranda, Kehrer, Dárdai, Scienza, Baum, Owusu
    VfL Wolfsburg (4-2-3-1): Rønnow, Gosens, Pavard, Tah, Maffeo, Tolisso, Baumgartner, Becker, Mukhtar, Lukebakio, Guirassy
    Bank: Scherhant, Holtmann, Pelivan, Hanraths, Trslic, Kammerbauer, Vermeij

    Wechsel
    52. Min — Dárdai für Souza (FC St. Pauli)
    55. Min — Scienza für Hudson-Odoi (FC St. Pauli)
    71. Min — Owusu für Zirkzee (FC St. Pauli)

    Karten
    71. Min — Gelbe Karte: Scienza (FC St. Pauli)

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