[Halbfinale] SV Wehen Wiesbaden – Hamburger SV 2:3


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    VDFB-Pokal - 35. Saison - Halbfinale

    Osimhen (2)
    (1) Musiala
    (1) Rutter
    (1) Bahoya
    Zuschauer: 60.000 (ausverkauft)

    S P I E L B E R I C H T

    Was für ein Pokalfight! Im Duell David gegen Goliath, oder besser gesagt, Underdog Hamburger SV gegen den vermeintlichen Giganten SV Wehen Wiesbaden, lieferte die 4. Runde des VDFB-Pokals ein Spektakel, das selbst abgebrühte Kenner der Szene staunen ließ. Am Ende jubelte der Gast, der sich in einem wahren Nervenkrimi mit 3:2 durchsetzte.

    Dabei begann alles nach Plan für den Favoriten. Der HSV, so die selbstkritische Einschätzung des Trainers, hatte den SV Wehen Wiesbaden wohl „komplett unterschätzt, dachten, das wird ein Selbstläufer.“ Ein Irrglaube, der schnell bestraft wurde: In der 13. Minute schockte Osimhen die Gäste und brachte den SVWW in Führung. Der HSV war „geschockt“, der SVWW „überrannte“ die Hanseaten förmlich. Doch die Rothosen bewiesen Moral. Bahoya in der 20. Minute und Musiala nur vier Minuten später drehten das Spiel, ehe es in die Kabinen ging. Trotzdem: Die Hausherren, die mit 39 geführten Zweikämpfen und 21 gewonnenen Duellen eine beeindruckende Intensität an den Tag legten, blieben brandgefährlich. Der HSV hatte „Glück, dass die nicht noch mehr Tore gemacht haben, die hatten Chancenwucher“, so der Coach, dessen Torwart überragend agierte und die Seinen im Spiel hielt. Die Statistik untermauert dies: Der SVWW kam trotz nur 3 Schüssen auf einen xG-Wert von 1,0.

    Nach dem Seitenwechsel schien der Favorit wieder auf Kurs, doch der SVWW hatte noch Pfeile im Köcher. Erneut war es Osimhen, der in der 51. Minute zum 2:2 ausglich – ein „Schock“ für den HSV. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später schlug Rutter zu und erzielte das umjubelte 3:2 für den Hamburger SV. Es war ein Treffer, der die Kräfteverhältnisse auf den Kopf stellte. Mit 58% Ballbesitz und 7 Schüssen (xG 2.6) hatte der HSV zwar die optische Überlegenheit, doch der SVWW hielt mit Leidenschaft dagegen.

    Die Schlussphase wurde zu einem Kampf der Willen. Der SV Wehen Wiesbaden warf noch einmal alles nach vorne, hatte „noch einige Angriffe“, doch der HSV „kämpfte bis zum Umfallen“ und „verteidigte“ die knappe Führung mit allem, was er hatte. Zwei Gelbe Karten für die Gäste zeugen vom aufopferungsvollen Einsatz. Am Ende stand ein knapper, aber historischer Sieg. Der Trainer gab unumwunden zu: „Unverdienter Sieg, aber wir nehmen ihn mit.“ Ein Satz, der die Dramatik dieses Pokalfights perfekt zusammenfasst und den Einzug des Underdogs in die nächste Runde besiegelt.


    Torfolge
    13. Min — 1:0 Osimhen (Vorlage: Simons)
    20. Min — 1:1 Bahoya (Vorlage: Musiala)
    24. Min — 1:2 Musiala (Vorlage: Bahoya)
    51. Min — 2:2 Osimhen
    54. Min — 2:3 Rutter (Vorlage: Barreiro Martins)

    Spieler des Spiels
    Willian Pacho (SV Wehen Wiesbaden) — Note 8,0

    Statistik (SV Wehen Wiesbaden – Hamburger SV)
    Ballbesitz: 42%58%
    Schüsse: 37
    xG: 12,6
    Pässe: 119159
    Passquote: 77%87%
    Gew. Zweikämpfe: 215
    Gelbe Karten: 02
    Rote Karten: 00

    Aufstellungen
    SV Wehen Wiesbaden (4-4-1-1 (2)): ter Stegen, Raum, Pacho, Upamecano, Frimpong, Marmoush, Zakaria, Yildiz, Osimhen, Simons, Dembélé
    Hamburger SV (4-4-1-1 (2)): Baumann, Jurásek, Todibo, Veiga, Hedlund, Wimmer, Guerreiro, Barreiro Martins, Bahoya, Musiala, Rutter
    Bank: Vavro, Katompa-Mvumpa, Chakroun, Jatta, El-Jindaoui, Papela, Rizzuto

    Wechsel
    67. Min — Papela für Guerreiro (Hamburger SV)
    67. Min — Katompa-Mvumpa für Wimmer (Hamburger SV)

    Karten
    67. Min — Gelbe Karte: Rutter (Hamburger SV)
    81. Min — Gelbe Karte: Todibo (Hamburger SV)

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