Rot-Weiss Essen – Holstein Kiel 1:7


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    Final

    2. Liga - 35. Saison - 32. Spieltag

    Mateta (1)
    (1) Capaldo
    (1) Jóhannesson
    (2) Sesko
    (2) Kühn
    (1) Eigentor
    Zuschauer: 14.400

    S P I E L B E R I C H T

    Der 32. Spieltag der 2. Liga in der VDFB-Online-Liga lieferte ein Spektakel, das man wohl noch lange in Essen verdauen wird. Was sich im Stadion von Rot-Weiss Essen abspielte, war weniger ein Fußballspiel als vielmehr ein bitteres Lehrstück in Sachen Frustbewältigung. Am Ende stand ein historisches 1:7 (1:3) gegen ein entfesseltes Holstein Kiel auf der Anzeigetafel, ein Ergebnis, das die Partie aufgrund des zu hohen Vorsprunges sogar vorzeitig beenden musste.

    Holstein Kiel dominierte das Geschehen nach Belieben, wie die 64 Prozent Ballbesitz und 11 Schüsse (gegenüber Essens 5) eindrucksvoll belegten. Capaldo (17.) und Sesko (19.) stellten noch vor der Pause auf 1:3. Die Essener, ohnehin schon mit 23 geführten Zweikämpfen (Kiel 16) und 13 abgefangenen Bällen (Kiel 9) in der Defensive gefordert, wirkten zunehmend überfordert.

    Der Frust bei Rot-Weiss Essen war förmlich greifbar und, wie der Trainer selbst betonte, durchaus verständlich. Die Liga-Leitung, so die interne Analyse, habe nach und nach immer stärkere Trainer für eigentlich schon abgestiegene Vereine wie Fürth oder Dresden eingestellt, was die Konkurrenzsituation in der Liga massiv beeinflusste. Eine Gemengelage, die sich auf dem Platz entlud, als Holstein Kiel in der zweiten Halbzeit gnadenlos zuschlug: Kühn (51.), Jóhannesson (55.), erneut Sesko (68.) und zum Abschluss noch einmal Kühn (71.) schraubten das Ergebnis in schwindelerregende Höhen. Am Ende standen für Kiel 5,6 erwartete Tore (xG) gegen Essens 1,8 – eine Statistik, die die Dominanz untermauerte.

    Ein schwarzer Tag für Rot-Weiss Essen, der aber auch die Spannungen und die besondere Dynamik einer Online-Liga aufzeigt, in der nicht nur die Spieler auf dem virtuellen Rasen, sondern auch die Entscheidungen im Hintergrund eine Rolle spielen. Für Holstein Kiel war es ein Statement-Sieg, für Rot-Weiss Essen eine schmerzliche, aber vielleicht auch lehrreiche Erfahrung an diesem denkwürdigen 32. Spieltag.


    Torfolge
    5. Min — 1:0 Mateta
    17. Min — 1:1 Capaldo (Vorlage: Jóhannesson)
    19. Min — 1:2 Sesko (Vorlage: Kühn)
    51. Min — 1:3 Kühn (Vorlage: Hartel)
    55. Min — 1:4 Jóhannesson (Vorlage: Kühn)
    68. Min — 1:5 Sesko (Vorlage: Capaldo)
    71. Min — 1:6 Kühn (Vorlage: Maina)
    71. Min — 1:7 Eigentor

    Spieler des Spiels
    Ísak Jóhannesson (Holstein Kiel) — Note 9,6

    Statistik (Rot-Weiss Essen – Holstein Kiel)
    Ballbesitz: 36%64%
    Schüsse: 511
    xG: 1,85,6
    Pässe: 88155
    Passquote: 81%87%
    Gew. Zweikämpfe: 24
    Gelbe Karten: 10
    Rote Karten: 00

    Aufstellungen
    Rot-Weiss Essen (4-1-4-1): Hein, Poulsen, Sirch, Elfadli, Odriozola, Lofolomo, Batista Meier, Brandt, Gayret, Bebou, Mateta
    Bank: Iyoha, Scheller, Terrier, Moustier, Waidner, Carlsen, Kwarteng
    Holstein Kiel (4-4-2): Blaswich, Bjørkan, Bisseck, Ampadu, Sallai, Maina, Capaldo, Hartel, Kühn, Jóhannesson, Sesko
    Bank: Matondo

    Wechsel
    61. Min — Terrier für Mateta (Rot-Weiss Essen)
    61. Min — Carlsen für Brandt (Rot-Weiss Essen)
    61. Min — Moustier für Gayret (Rot-Weiss Essen)
    61. Min — Kwarteng für Bebou (Rot-Weiss Essen)
    61. Min — Waidner für Lofolomo (Rot-Weiss Essen)
    61. Min — Matondo für Maina (Holstein Kiel)

    Karten
    71. Min — Gelbe Karte: Carlsen (Rot-Weiss Essen)


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