SC Verl – Hertha BSC 1:6


  • Kevinheinz
    Albadrosse

    3. Liga - 35. Saison - 31. Spieltag

    Nmecha (1)
    (3) Embolo
    (1) Ascacíbar
    (2) Moriba
    Zuschauer: 9.600 (ausverkauft)

    S P I E L B E R I C H T

    Der Plan des SC Verl, das dominante Ballbesitz-Team zu sein, wurde bereits in den ersten Minuten auf die Probe gestellt. Man hatte sich sicherlich vorgenommen, die Gäste aus Berlin früh zu pressen und das eigene Spiel aufzuziehen, doch Hertha BSC hatte da ganz andere Ideen im Gepäck. Keine sieben Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Eine perfekt getimte Vorlage von Embolo verwandelte Moriba eiskalt. Nur eine Zeigerumdrehung später schien Hertha die Verler Kabinenansprache endgültig zu Makulatur zu machen: Moriba revanchierte sich mit der Vorlage, und Embolo schob zum 0:2 ein. Ein Doppelschlag, der die Nerven der Hausherren blank legte.

    Was war nur passiert? Verl hielt zwar den Ball zu 62 Prozent in den eigenen Reihen und zeigte 85 Prozent Passgenauigkeit – Werte, die sonst für Kontrolle sprechen. Doch Hertha BSC präsentierte sich gnadenlos effizient. Mit nur 38 Prozent Ballbesitz, aber doppelter Zweikampfquote (34 zu 17) und mehr als doppelt so vielen abgefangenen Bällen (20 zu 14), schnürten sie die Verler Defensive ein. Die nächste kalte Dusche folgte nach 23 Minuten, als Millot Embolo bediente, der souverän zum 0:3 traf. Drei Minuten später legte Kumbedi für Moriba auf, und der stand völlig frei zum 0:4.

    Die Verler, die sich in der Halbzeit wohl geschworen hatten, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, zeigten kurz vor der Pause ein Lebenszeichen. Nach 41 Minuten gelang es ihnen tatsächlich, Herthas Keeper zu überwinden, als Skyttä für Nmecha auflegte und dieser zum 1:4 verkürzte. Ein kleiner Lichtblick, der auf ein energisches Auftreten nach der Pause hoffen ließ. Das dürfte man sich in der Kabine zumindest eingeredet haben.

    Doch Hertha hatte andere Pläne. Die Berliner kannten kein Erbarmen. Mit elf weiteren Schüssen auf das Tor im Vergleich zu Verl's mageren drei Schüssen demonstrierten sie ihre Überlegenheit. Der xG-Wert von 4.6 für Hertha gegenüber 0.6 für Verl spricht Bände. In der 54. Minute war es dann Ascacíbar, der nach Vorlage von Embolo auf 1:5 erhöhte. Nur fünf Minuten später schnürte Embolo seinen Dreierpack, nachdem Moriba erneut vorbereitete – der Endstand von 1:6 war besiegelt.

    Dieser Spieltag wird dem SC Verl als eine Lehrstunde in Sachen Effizienz und Konsequenz in Erinnerung bleiben. Trotz aller Bemühungen, das Spiel zu kontrollieren, zeigte Hertha BSC auf beeindruckende Weise, dass man mit weniger Ballbesitz und einer klaren taktischen Ausrichtung ein Spiel dominieren kann. Die Berliner hatten an diesem Abend einfach die besseren Antworten auf jede Frage, die sich auf dem Rasen stellte.


    Torfolge
    7. Min — 0:1 Moriba (Vorlage: Embolo)
    8. Min — 0:2 Embolo (Vorlage: Moriba)
    23. Min — 0:3 Embolo (Vorlage: Millot)
    26. Min — 0:4 Moriba (Vorlage: Kumbedi)
    41. Min — 1:4 Nmecha (Vorlage: Skyttä)
    54. Min — 1:5 Ascacíbar (Vorlage: Embolo)
    59. Min — 1:6 Embolo (Vorlage: Moriba)

    Spieler des Spiels
    Breel Embolo (Hertha BSC) — Note 10,0

    Statistik (SC Verl – Hertha BSC)
    Ballbesitz: 62%38%
    Schüsse: 313
    xG: 0,64,6
    Pässe: 149140
    Passquote: 85%82%
    Gew. Zweikämpfe: 48
    Gelbe Karten: 00
    Rote Karten: 00

    Aufstellungen
    SC Verl (4-4-2): Spahic, Pfeifer, Großer, Pieper, Rittmüller, Fröling, Vasiliadis, Skyttä, Dajaku, Nilsson, Nmecha
    Bank: Michel, Harres, Malone, Ens, Deniz, Günther-Schmidt, Essende
    Hertha BSC (4-4-1-1 (2)): Urbig, Netz, Akpoguma, Neumann, Kumbedi, Rashica, Ascacíbar, Millot, Nordin, Moriba, Embolo
    Bank: Juranovic, Kade, Bella-Kotchap, Weiper, Dárdai, Boujellab, Reyna

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