Und wieder ne gute und ne schlechte Nachricht!
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RWE bleibt in der Regionalliga
Aufatmen bei Rot-Weiß Essen. Der Traditionsklub hat die vom DFB geforderte Bürgschaft von 6 Millionen Mark zusammen und bleibt damit drittklassig.
Rot-Weiss Essen bleibt in der Regionalliga Nord. Der Traditionsverein hat die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für eine Lizenzerteilung für die nächste Drittliga-Saison geforderte Bürgschaft über insgesamt 6,153 Millionen Mark zusammen. Der Vermarktungs-Partner "Sportwelt" leistete dazu keinen Beitrag. Gegenüber Essens Geschäftsführer Nico Schäfer bestätigte der DFB wenige Stunden vor dem Ablauf der Frist den Eingang der Unterlagen. Dadurch wird der dritte Zwangsabstieg nach 1991 und 1994 (jeweils aus der 2. Bundesliga) abgewendet.
Erst am Freitag hatte die "Sportwelt", eine Tochter der Münchner Kinowelt Medien AG, den Rot-Weissen ebenso wie einigen anderen Vereinen mitgeteilt, dass sie sich nicht in der Lage sieht, die vom DFB geforderte Bankbürgschaft aufzubringen.
"Alle DFB-Bedingungen sind erfüllt und zwar bis auf die letzte Stelle hinter dem Komma", erklärte RWE-Präsident Rolf Hempelmann und löste bei den rund 500 wartenden Fans vor der Geschäftsstelle Riesenjubel aus. Laut Hempelmann haben vorwiegend Essener Unternehmen dem Deutschen Meister von 1955 beigestanden. Doch auch aus dem eigenen Führungsgremium wurden rund 1,5 Millionen Mark beigesteuert. Der Etat für die nächste Saison soll dank erfolgreicher Verhandlungen bereits gesichert sein.
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Sachsen Leipzig bald Oberligist?
Nach dem SSV Ulm steht im "Regionalliga-GAU" auch Traditions-Klub FC Sachsen Leipzig kurz vor dem Sturz in die Viertklassigkeit. Dem zweimaligen DDR-Meister fehlt die notwendige Bürgschaft in Höhe von 5,9 Millionen Mark.
Nach dem Aufstieg von Pokalfinalist Union Berlin sowie dem Klassenerhalt von Bundesligist Energie Cottbus verabschiedet sich nun doch ein Team vom "Aufschwung Ost": Neben dem SSV Ulm steht auch der FC Sachsen Leipzig vor dem Sturz in die Viertklassigkeit. Der DDR-Meister von 1951 und 1964 konnte bis Dienstag, 24.00 Uhr, nicht die für die Lizenzerteilung notwenige Bürgschaft von 5,9 Millionen Mark beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorlegen.
Zuvor hatte Vermarktungspartner "Sportwelt", dessen Mutterunternehmen "Kinowelt" finanzielle Probleme haben soll, seine Bürgschaftszusage zurückgenommen. Unklar ist noch, ob Sachsen Leipzig Insolvenz anmelden muss. Als Konsequenz erklärte das gesamte Präsidium des FC Sachsen Leipzig seinen Rücktritt. Der Verwaltungsrat benannte einen Notvorstand, der die Geschäfte des Vereins führen soll. Sachsen Leipzig kündigte an, alle Möglichkeiten des Rechtsweges beim DFB auszuschöpfen, um doch noch die Lizenz zu bekommen.
Allerdings dürfen beim DFB-Widerspruchs-Ausschuss bis zum 18. Juni keine neuen Fakten vorgelegt werden. Müssten die Leipziger in die Oberliga zwangsabsteigen, würden die Amateure von Werder Bremen in der Regionalliga verbleiben.
Für "Zwangsabsteiger" Ulm könnte sich Rot-Weiss Erfurt über den "geschenkten" Klassenerhalt freuen.
Im Gegensatz zu Sachsen Leipzig, die mit Hilfe der Stadt nur 1,5 Millionen der geforderten 5,9 Millionen Mark zusammenbekommen hatten, konnten die anderen "Sportwelt"-Klubs Eintracht Braunschweig, Rot-Weiß Essen und Aufsteiger 1. FC Magdeburg die geforderten Bürgschaften in letzter Minute erbringen. Zu den derzeit noch unterstützten "Sportwelt"-Vereinen gehören Bundesliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach sowie die Zweitligisten Waldhof Mannheim, Alemannia Aachen, Karlsruher SC und Union Berlin.
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