Glückwunsch

Saisonabschluss 2011 - Finanzauswertung Auf der heutigen Pressekonferenz gab der Finanzvorstand des MSV Duisburg in Person von Geschäftsführer Roland Kentsch die Finanzdaten der gerade beendeten Saison bekannt. Insgesamt konnten die Zebras in dieser Saison bei einem Umsatz von 26,7 Millionen € (-11% im Vergleich zum Vorjahr) einen Gewinn von 8,9 Millionen € (+23%) verbuchen. Dies ist der größte jemals erreichte Betrag in der Vereinsgeschichte und der beste Wert aller Vereine in der diesjährigen Saison. Der etwas geringere Umsatz in der laufenden Saison ist auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Transfereinnahmen (von 15,6 auf 1,9 Millionen €) zurückzuführen. Durch die erneut hohen Transferausgaben (7,5 Millionen €, nur letztes Jahr wurde mit 8,8 Millionen € mehr ausgegeben) steht am Ende der Saison erneut ein Transferdefizit von 5,5 Millionen €, der zweitschlechteste Wert (Negativ-Rekord in Saison 10 mit -6,5 Millionen €). Auch im Bereich der Zuschauerzahlen verzeichneten die Meidericher einen geringen Rückgang. Insgesamt 796.200 Zuschauer (Schnitt: 46.835) fanden den Weg in die Schauinsland Reisen Arena, ein Rückgang um 1,23%, aber immernoch der dritthöchste Wert der Vereinsgeschichte. 10 der 17 Spiele waren ausverkauft, den geringsten Zuschauerwert (32.400) erzielte die Partie gegen den VFC Plauen. Aufgrund der erfolgreichen Saison mit dem doppelten Titelgewinn, rechnen die Verantwortlichen in der kommenden Saison mit einer Steigerung und einem neuen Zuschauerrekord. Abhängig von der Besetzung der ersten Liga, genauer gesagt dem Ausgang des Relegationsspieles zwischen Plauen und Ahlen, könnte der MSV in der kommenden Saison die 50.000er Marke erreichen. Dank dem Erlös aus verkauften Eintrittskarten aus den Pokalspielen von insgesamt 2,8 Millionen € konnte der MSV Zuschauereinnahmen mit einem Rekordwert von 14,7 Millionen (+22%) verbuchen und den alten Rekord aus der 11. Saison um knapp 1,1 Millionen € übertreffen. Weitere Rekordmeldungen gab es auch bei den Prämien zu verzeichnen. Insgesamt wurden in diesem Bereich 10 Millionen € eingenommen. An Siegprämien aus Ligaspielen verdiente der MSV die Rekordsumme von 4,4 Millionen € (+97%), hinzu kommt die Meisterprämie von 3 Millionen (in der 4. Saison brachte der Titel noch 5 Millionen) und Pokalprämien im Wert von 2,6 Millionen €. Keine Ausgaben gab es in dieser Saison im Bereich der Stadionerweiterung. In der Vergangenheit steckte der Verein bereits 43,7 Millionen € in den Ausbau des Stadions, doch ein weiterer Ausbau ist aufgrund der hohen Kosten bei einem Stadion der Größe nicht rentabel. Kentsch nutzte die Gelegenheit um seinen Unmut über das aktuelle Finanzmodell beim Stadionausbau zu äußern. „Wir haben in der nächsten Saison 14 von 17 Spielen ein volles Stadion, bauen wir das Stadion jetzt aus, haben wir die Kosten erst in 18 Jahren ausgeglichen, das ist einfach ein viel zu langer Zeitraum, als dass es sich lohnen würde, dafür Geld auszugeben. Selbst wenn jedes Heimspiel ausverkauft wäre, würde es 14 Jahre dauern. Die Chance irgendwann ähnlich starke Teams aufbieten zu können, wie es die Bayern oder Dortmund heute tun, sind damit fast nicht existent.“ Anschließend wurden noch die Ausgaben im Bereich Spielergehälter veröffentlicht. Mit 9,4 Millionen (bzw. 10,3 wenn die Kosten für die Vertragsauflösung von Erdogan dazugerechnet werden), erreichte man den niedrigsten Wert seit der 9. Saison und hat damit wieder ein deutlich gesünderes Gehaltsgefüge, um auch eine schwache Saison ohne finanziellen Druck durchstehen zu können. Zu den Planungen der kommenden Saison gab der MSV noch keine weiteren Informationen bekannt, doch man kann davon ausgehen, dass Trainer Rimbach weiterhin auf der Suche nach Verstärkung für die Innenverteidigung ist, da die zweite Position neben Schiavolin zur Zeit durch Korzynietz, einem gelernten Aussenverteidiger, besetzt wird, der in den wichtigen Attributen ein gutes Stück hinten dran hängt. Desweiteren spielt Hans Sarpei auf der defensiven Mittelfeldposition seine letzte Saison, da sein Vertrag in der kommenden Saison ausläuft. Ob man hier schon vorher für Ersatz sorgt, oder noch ein Jahr wartet, ist noch ungewiss. Die in der letzten Saison aufkommenden Gerüchte über einen möglichen Abgang des offensiven Mittefeldspieler Grammozis verdichten sich. Zwar liefert der Grieche in den ersten Vorbereitungsspielen deutlich bessere Leistungen, allerdings hat er auch die Altersgrenze fast erreicht, so dass nur noch in der kommenden Saison die Möglichkeit besteht den Spieler zu verkaufen. |