| OBB_Ben | Lexi | |||
| Gyökeres (2) Amoura (1) El Mala (2) | (1) Bailey (2) Lookman (1) Schade (4) Kolo Muani | |||
| In der Kabine des SC Paderborn 07 dürfte vor dem Anpfiff gegen Bayer 04 Leverkusen ein klarer Plan vorgelegen haben: Überraschen, früh zuschlagen und die Gäste aus dem Rhythmus bringen. Was sich Trainer und Mannschaft vorgenommen hatten, schien perfekt aufzugehen. Nach nur zehn Minuten zappelte der Ball im Netz, El Mala traf, assistiert von Gyökeres. Vier Minuten später legte Gyökeres selbst nach. Die Euphorie war greifbar, man führte 2:0. Doch dann kam der Bruch, der tiefe Enttäuschung nach sich ziehen sollte. Es folgte ein Lehrstück in Sachen Effizienz. Die Werkself, anfangs wohl zu nachlässig, schien sich in ihrer eigenen Kabine nach den Rückschlägen neu gesammelt zu haben. Was folgte, war eine gnadenlose Demonstration: Mit Bailey begann in der 16. Minute der Sturmlauf, angeführt von einem entfesselten Kolo Muani und Lookman, die bis zur 43. Minute sechs Tore in Folge erzielten und das Spiel auf 2:6 stellten. Während Paderborn zwar kämpfte und am Ende auf eine beeindruckende Schuss-Effizienz von fünf Toren aus nur sechs Schüssen kam (3.6 xG), verdeutlichten die Statistiken Leverkusens Überlegenheit: 16 Torschüsse und 6.2 xG sprechen eine deutliche Sprache über die Qualität der herausgespielten Chancen. Zwar verkürzten Amoura und erneut El Mala in der zweiten Halbzeit noch einmal auf 4:6, was den Willen des SCP unterstrich, doch die Aufholjagd verpuffte, als Kolo Muani zum fünften Mal traf. Die geringere Ballrückeroberungs-Zeit (7 Sekunden für Leverkusen gegenüber 9 des SCP) und die höhere Passgenauigkeit (92% zu 85%) zeigten, wie Leverkusen über weite Strecken das Heft in die Hand nahm. Der späte Treffer von Schade zum 5:8-Endstand war nur noch Formsache, ein bitterer Beigeschmack für Paderborn, das eine Achterbahn der Gefühle erlebte, aus der man am Ende als Verlierer hervorging. Der anfängliche Traum von der Überraschung wich der ernüchternden Erkenntnis, dass an diesem 32. Spieltag eine höhere individuelle Qualität und Effizienz den Ausschlag gaben. | ||||
Torfolge 10. Min — 1:0 El Mala (Vorlage: Gyökeres) 14. Min — 2:0 Gyökeres (Vorlage: El Mala) 16. Min — 2:1 Bailey (Vorlage: Kolo Muani) 26. Min — 2:2 Kolo Muani (Vorlage: Lookman) 30. Min — 2:3 Lookman (Vorlage: Kolo Muani) 34. Min — 2:4 Kolo Muani (Vorlage: Schade) 39. Min — 2:5 Kolo Muani (Vorlage: Schade) 43. Min — 2:6 Lookman (Vorlage: Apolinário de Lira) 48. Min — 3:6 Amoura (Vorlage: Gyökeres) 63. Min — 4:6 El Mala (Vorlage: Diomande) 80. Min — 4:7 Kolo Muani (Vorlage: Tillman) 85. Min — 5:7 Gyökeres 90. Min — 5:8 Schade Spieler des Spiels Randal Kolo Muani (Bayer 04 Leverkusen) — Note 10,0 Statistik (SC Paderborn 07 – Bayer 04 Leverkusen) Ballbesitz: 46% – 54% Schüsse: 6 – 16 xG: 3,6 – 6,2 Pässe: 147 – 130 Passquote: 85% – 92% Gew. Zweikämpfe: 13 – 10 Gelbe Karten: 0 – 1 Rote Karten: 0 – 0 Aufstellungen SC Paderborn 07 (4-2-3-1): Dahmen, Köhn, van de Ven, Akanji, Mazraoui, Goretzka, Stiller, Amoura, El Mala, Diomande, Gyökeres Bank: Leweling, Tel, Brekalo, Jeltsch, Ouedraogo, Giannoulis, Kozuki Bayer 04 Leverkusen (4-4-2): Vasilj, Sessegnon, Alaba, Hincapié, Buta, Schade, Apolinário de Lira, Tillman, Bailey, Lookman, Kolo Muani Bank: Reichert, Burkardt, Stach, Schmid, Kristensen, Futkeu, Sylla Karten 56. Min — Gelbe Karte: Alaba (Bayer 04 Leverkusen) | ||||
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