Kicker - Bundesliga (03, 25.11.25)
Gemeinschaft braucht Zeit - Verbindungen müssen entstehen und wachsen. Erstaunlich ist es daher über welch großen Pool an gestandenen Fussballlehrern unsere Liga verfügt. Sie bilden täglich das Fundament für einen intakten Spielbetrieb und sind der Grund weshalb diese Liga all ihre Tiefen in der Vergangenheit überwinden konnte. Auch in schwierigen Phasen in den sauren Apfel beißen. Diese Tugend hat jeder von ihnen bereits mehrfach unter Beweis stellen dürfen. Doch der besagte Pool an leidenschaftlichen, leidensfähigen Cheftrainern muss weiter anwachsen, möchte man den Spielbetrieb und die Gemeinschaft in der Zukunft noch fairer und attraktiver gestalten. In den letzten Tagen gab es allein in der Eliteliga drei Trainerentlassungen. Während die Vorstände in Paderborn und Leipzig aufgrund von Inaktivität die Reißleine zogen, trat RoYal bei der SpVgg Fürth aus eigenen Stücken zurück. Trainerwechsel sorgen für ein Ungleichgewicht im Spielbetrieb und sind dementsprechend unbeliebt bei allen beteiligten Parteien. Ist eine Saison ohne Trainerwechsel utopisch? Nein! Die Gemeinschaft ist gefragt die durchweg vorhandenen Potenziale im eigenen Umfeld auszuschöpfen, um unser bereits seit Jahren funktionierendes Gerüst weiter auszubauen.
96 in der Ergebniskrise - verkehrte Welt am Maschsee?
Die Niedersachsen befinden sich in diesen Tagen in einer Art Ergebniskrise, auch wenn der Bergsen-Elf am gestrigen Montag zwei Siege am grünen Tisch zugesprochen worden. Die letzten beiden sportlich ausgetragenen Begegnungen gingen dagegen verloren. Das obwohl man in Stuttgart (3:5) über weite Phasen der Partie die bessere Mannschaft war. Im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (0:2) kam 96 dagegen selten an die eigene Leistungsgrenze heran. In der ersten Halbzeit wirkten die Niedersachsen in der Offensive ideen- und mutlos. In der Abwehr schlichen sich zudem Fehler ein, die die Borussia eiskalt ausnutzte. Nach dem Seitenwechsel fanden die Hausherren in der gegnerischen Hälfte dann kaum noch statt und hatten Glück, dass Torhüter Grabara mit seinen Paraden die eigene Mannschaft vor einer höheren Pleite bewahrte. Mit Wehen Wiesbaden und dem VfL Wolfsburg warten nun zwei weitere unangenehme Gegner auf die Bergsen-Elf. Für die Borussia war der Sieg in der Landeshauptstadt Niedersachsens dagegen ein weiterer Beweis für den seit Wochen stattfindenden Aufwärtstrend. Nach einem verkorksten Saionstart ist der BVB nach nun fünf Siegen aus den letzten vier Spielen zurück in der Spitzengruppe der Eliteliga. Am gestrigen Montagabend siegte die Mannschaft von Trainer Sec bei der aufstrebenden TSG aus Hoffenheim. In Sinsheim ließ sich der BVB auch nicht von einem frühen Rückstand beirren und sorgte noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Die Kraichgauer gaben sich zwar auch im zweiten Durchgang nicht auf, der TSG fehlte aber vor allem im letzten Drittel der nötige Punch um noch einmal wirkliche Spannung zurück ins Spiel zu bringen. Die Borussia hat in dieser Woche mit Wehen Wiesbaden, Schweinfurt und Ulm gleich drei Heimaufgaben vor der Brust, in denen der BVB den Aufwärtstrend unbedingt weiter bestätigen will.
Regensburg auch gegen Schweinfurt unterlegen - Hoffnung macht der grüne Tisch!
Jahn Regensburg bleibt sportlich ohne einen eigenen Punktgewinn. Im Heimspiel gegen Schweinfurt zeigte die Mannschaft vom Interimstrainer guilXeaFC zwar eine ordentliche Vorstellung, stand nach 90 gespielten Minuten aber wieder ohne Punkte da. Lewandowski brachte das Schlusslicht vor heimischer Kulisse früh in Führung. Sicherheit gab das frühe Tor den Oberpfälzern aber keine, stattdessen drehte Jovic die Partie noch vor dem Halbzeitpfiff zugunsten der Schnüdel. Nach dem Seitenwechsel erwischte wieder der Jahn den besseren Start. Das erneut frühe Tor von Lewandowski sorgte aber wie vor der Pause nur kurzzeitig für Aufatmen, weil Jovic wieder die passende Antwort parat hatte. Zumindest gibt es für Regensburg positive Nachrichten vom grünen Tisch. Das Schiedsgericht wertete das Heimspiel gegen RB Leipzig mit 3:0 für die Oberpfälzer, wodurch der SSV die rote Laterne an Leipzig abgab. Trotz des miserablen Saisonstart beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer nur drei Punkte.
Fortuna schlägt MSV - Zebras weiter hinter ihren Möglichkeiten!
Fortuna Düsseldorf gewinnt im eigenen Stadion das prestigeträchtige Spiel gegen den MSV Duisburg dank des Tores von Victor Boniface knapp mit 2:1(1:1). Damit beendet die Fortuna den kleinen Negativtrend mit zwei Niederlagen am Stück und verteidigt vorerst den Platz an der Tabellenspitze. Für die Zebras bedeutet diese Pleite ein erneut herber Rückschlag auf dem Weg hin zu alter Stärke. Nach zuletzt zwei knappen Siegen sah man sich vor der Auswärtspartie in der Merkur-Spiel-Arena in der Entwicklung schon weiter, nach der nun fünften Saisonniederlage müssen sich die Fans der Zebras aber wohl endgültig auf eine lange Saison einstellen. Dabei war in Düsseldorf beileibe nicht alles schlecht. Die Mannschaft von Trainer Chefkopf war in der gegnerischen Hälfte sehr spielfreudig, war teils deutlich überlegen und zeigte über die gesamte Spieldauer viel Engagement, allerdings scheiterten die Zebras mit ihren Abschlüssen immer wieder am hervorragend haltenden Wellenreuther. Auch der Trainer fand trotz der Niederlage viele positive Ansätze und attestierte seiner Mannschaft ein gutes Auswärtsspiel. In den kommenden Wochen wolle man an die gezeigten Leistungen weiter anknüpfen, dann werde man auch wieder mit Punkten belohnt werden, so ein trotz der angespannten Situation selbstbewusster Chefkopf in der anschließenden Pressekonferenz.