Beiträge von Pascal

    Am heutigen Montag startet der VDFB in die 16. Saison, als Abschluß dieser Vorberichterstattung habe ich Dominic 'ava' H. gebeten, für mich den Artikel über den MSV Duisburg zu schreiben, da es für die Leser und auch für mich deutlich interessanter sein dürfte hier von "außen" einen Blick auf den Verein werfen zu können.

    Die bisherigen Analysen

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    02. MSV Duisburg
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    16. VfL Wolfsburg
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    Die bisherige Geschichte

    Die Zebras von der Wedau waren bisher in jeder VDFB Saison vertreten und starteten im Gründungsjahr unserer Liga in der ersten Liga. Leider holten sie unter Trainer Thomas Kriehuber in der damals nur 17 Spieltage umfassenden Saison nur zwei Siege und ein Unentschieden, was den Abstieg in die 2. Liga bedeutete. Dort sollte der direkte Wiederaufstieg angestrebt werden, was zu einem Trainerwechsel führte. Doch auch der neue Mann an der Seitenlinie - Torsten - konnte die Zebras nur ins Graue Mittelfeld führen. In der Folgenden Saison kam es noch schlimmer, man landete im Abstiegskampf und verbrachte die Winterpause auf einem Abstiegsplatz und der Trainer erklärte seinen Rücktritt.

    Zur Rückrunde verpflichtete man einen neuen Trainer, der zuvor jeweils nur drei Kurz-Engagements (jeweils etwa 2 Monate) bei Borussia Mönchengladbach, Bayern München und dem VfL Bochum hatte. Allerdings wurde zumindest die Amtszeit beim VfL Bochum am Ende mit dem Aufstieg gekrönt. Allerdings war dieser neuer Trainer Pascal Rimbach ein bekennender Fan der Duisburger, was zumindest auf eine längere Verweildauer auf dem Trainerstuhl zu hoffen lies. Der MSV holte in dieser Rückrunde anschließend gewaltig das Feld von Hinten auf - allerdings waren die ersten beiden Aufstiegsplätze relativ klar vergeben. Vor dem letzten Spieltag konnten schließlich noch 4 Clubs als Dritter aufsteigen, doch letztendlich setzte sich der MSV dank besseren Torverhältnisses vor Ahlen, Karlsruhe und Osnabrück durch.

    Als Aufsteiger gelang den Duisburgern das, was bis dahin nur mal dem 1. FC Kaiserslautern in der "anderen Realität" gelungen ist - man wurde direkt Meister! Später machten dies bei uns noch Paderborn, Ahlen und die Bayern nach und machten das fast zur VDFB-Tradition. Mit einem Punkt Vorsprung entthronte man in der 4. Saison den Vorjahres Meister aus Leverkusen und feierte ausgiebig. In der darauf folgenden Saison verließ dann der Meistercoach während der Saison das Team und Nachfolger Engin konnte als Interim die Duisburger immerhin noch auf einen sehr guten 3. Tabellenplatz führen. In der 6. Saison trainierte wieder Pascal Rimbach das Team, allerdings musste man sich hier mit einem 4. Tabellenplatz zufrieden geben. Damit pausierte allerdings zunächst die Karriere des Duisburger Meister Trainers im VDFB, der die kommenden 6 Jahre als Trainer im Ausland verbrachte.

    Mit ihm verschwand der MSV Duisburg auch mehr oder weniger aus dem oberen Tabellendrittel. Zwischen Saison 7 und 12 versuchten sich 8 verschiedene Trainer beim MSV (flehmenep, LuisFigo, Ch1st1an, Boeta, Xen!on, Saibot, Deafborusse und CHenner der heute bei RB Leipzig ist), doch im besten Fall sprang ein 7. Tabellenplatz heraus - und einmal war es sogar fast knapp mit dem Klassenerhalt, als man nur 15. wurde (allerdings reichte in der erwähnten Saison sogar 24 Punkte zum direkten Klassenerhalt).
    In Saison 13 (2011) war es dann wieder soweit - man stellte die Weichen wieder auf Erfolg... oder sollte ich besser auf "unbesiegbar" sagen? Pascal übernahm wieder den MSV und es folgten drei Double in Folge wodurch in Duisburg nun die Fans mit "Rekordmeister"-Schals durch die Straßen laufen. Die drei Meisterschaften wurden alle mehr oder weniger klar geholt - in der 13. Saison mit 15 Punkten Vorsprung auf Eintracht Frankfurt (ava), im Jahr darauf mit 9 Punkten wieder vor der SGE (warrior) und in der jüngst abgelaufenen Saison mit 10 Punkten vor Hannover (Appel).

    Im VDFB Pokal gibt es sicherlich wenige Teams, die so viele Spiele wie der MSV bestritten haben. Bis zum ersten Titelgewinn konnte man bereits 3x das Halbfinale und 3x das Viertelfinale erreichen. Mittlerweile sind die Duisburger seit 18 Pokalspielen unbesiegt, was gleichbedeutend mit drei Titeln in Folge und somit auch der Auszeichnung "Rekordpokalsieger".

    Durch den Abstieg von Bayer 04 Leverkusen werden wir auch einen neuen Tabellenführer in der Ewigen Tabelle der 1. Bundesliga sehen. Die Chancen, dass es der MSV Duisburg (aktuell #4) sein wird stehen nicht schlecht - zwar liegt man aktuell 17 Punkte hinter dem BVB (aktuell #2), allerdings konnte man bereits letzte Saison ganze 49 Punkte auf den BVB aufholen. Etwas schwieriger wird es hier, die 16 Punkte auf Dynamo Dresden (aktuell #3) gut zu machen.

    Der Trainer

    Wie schon in der Geschichte erwähnt ist der aktuelle Trainer Pascal Rimbach derjenige, mit dem jeder Erfolg der Duisburger dicht verknüpft ist. Seine Karriere begann er 2001 bei Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga Nord, von dort er allerdings nach nur 2 Monaten wegen sehr guter Leistungen in die Bundesliga zum FC Bayern München wechselte (Trainerwechsel während der Saison waren im damaligen Regelwerk noch unbegrenzt möglich). Bei Bayern fühlte sich der Trainer allerdings niemals wohl, wodurch auch wieder nach 2 Monaten der Wechsel zum VfL Bochum folgte. Mit dem VfL Bochum gelang schließlich am letzten Spieltag der Aufstieg in die Bundesliga. Den Trainerposten in der Bundesliga trat Pascal mit Bochum allerdings niemals an - es gab Streitigkeiten über eine Ausstiegsklausel und er wollte auf den vakanten Trainerstuhl seines Herzensclubs aus Duisburg wechseln. Diese Streitigkeiten zogen eine Auszeit von 6 Monaten nach sich, aber schließlich konnte man sich zum Rückrundenbeginn der 3. Saison einigen und Pascal wurde Trainer der Duisburger. Diese verließ er (inklusive einer Auszeit in der 5. Saison) nach der 6. Saison um im Ausland Erfahrung zu sammeln und pausierte somit im VDFB.

    Als in der 12. Saison (2010) akuter Fachkräftemangel auf der Position des Cheftrainer die Liga bedrohte holte man ihn zurück - allerdings zunächst in Doppelfunktion bei den Stuttgarter Kickers (RL Süd) und dem VfR Mannheim (3. Liga). Mit dem VfR Mannheim holte er sich dann auch noch einen Abstieg für seine Vita ab - allerdings war die Aufgabe dort auch fast unmöglich zu lösen und wurde am Ende denkbar knapp (ein Punkt Differenz) leider durch eine Wertung entschieden

    Im Titelranking hat er mit 4 Meisterschaften nun mit Stefan Bromund gleich geschlossen (dieser hat 3 Titel mit Paderborn und einen mit Bayern München). Brodo hat allerdings "nur" 2 Pokalsiege, wodurch Pascal nun im gesamten Titelranking vorne ist und wenn er nicht diese Saison endlich gestoppt wird, wohl bald für Ewigkeiten uneinholbar ist ;-)

    Das Finanzielle

    Die Jahre im Mittelfeld der Liga haben bei den Duisburgern relativ wenig Schaden hinterlassen, so dass sie mit den drei Double richtig heftige Schritte nach vorne machen konnten und Ligaweit hier nur noch hinter Paderborn (48) und Dortmund (51) liegen.
    Das Wedaustadion (51.000 Plätze) wird in jedem der 17 Heimspiele ausverkauft sein. Selbst gegen vergleichsweise "unattraktive" Gegner, wie den Chemnitzer FC könnte man noch mehr als 4000 Karten verkaufen, so das sich trotz der sehr hohen Kosten und langen Dauer bis sich die Kosten wieder refinanziert haben (ca. 9 Jahre), ein Stadionausbau auf 55.000 Plätze durchaus lohnen würde. Gegen andere Mannschaften mit einem geringeren Fanaufkommen (z.B. Union, Kiel, Braunschweig) könnte man mittlerweile sogar ein Stadion mit 70.000 Zuschauern füllen - allerdings kostet ein solcher Ausbau fast 50 Millionen Euro und braucht 11 Jahre zur Refinanzierung. Selbst "nur" auf die 60.000 zu gehen würde noch 21,8 Millionen kosten.

    Durch Prämien und eine sehr von Vernunft geprägte Transfermarkt Politik machte man allein in den letzten 3 Jahren einen Gewinn von 29,1 Millionen Euro. Davon alleine in der letzten Saison eine Rekordsumme von 13,4 Millionen. Mit aktuell über 40 Millionen auf dem Konto ist der MSV mittlerweile mit Abstand das reichste Team und konnte den Krösus zu Beginn der letzten Saison (Eintracht Frankfurt, 31 Millionen) noch mal deutlich übertreffen. Platz 2 + 3 folgen hier Dortmund und Rostock mit 23 Millionen auf dem Konto.

    Der Kader

    Auf die Aufstellung der Duisburger kann man sich relativ leicht einstellen. So spielen sie traditionell und immer ohne jede Ausnahme ein 4-1-2-1-2. Auch für die Startaufstellung zum Saisonbeginn braucht man kein Hellseher zu sein. Fabian Giefer im Tor kam letzte Saison und löste Hesse ab - er ist der einzige Torhüter im Kader und auch ein Starker Erstligaspieler. Koch, Soares, Schiavolin und Veigneau bilden die Viererkette, die wohl in Sachen "Preis / Leistung" ihres gleichen in der Liga sucht. Alle vier Spieler sind sehr schnell und verfügen über hohe Defensiv- sowie Mentalitätswerte. Darüber hinaus sind die Innenverteidiger noch sehr Kopfballstark, wobei besonders der 194cm große Bruno Soares hervorzuheben ist. Im defensiven Mittelfeld spielt mit Joel Matip der wohl schwächste Spieler in der Duisburger Startaufstellung. Bei ihm stehen klar die Defensiven Stärken im Vordergrund und seine körperliche Präsenz. Die Außenbahnen rennen der im letzten Jahr verpflichtete Shinji Kagawa und Duisburgs Rekordspieler Nasir El Kasmi (schon länger im Club als die VDFB Datenbank existiert so scheint es) hoch und runter und als Spielmacher agiert selbstverständlich Toni Kroos. Den Sturm bilden der von allen geliebte Caio und der dänische Torschützenkönig der letzten beiden Saisons: Peter Løvenkrands.

    Duisburg verstärkt sein Team traditionell sehr gezielt mit im Schnitt 2-3 Spielern pro Saison. Letztes Jahr kamen Caio und Kagawa für die damals 33-jährigen Grafite und Sven Müller sowie Fabian Giefer im Tor für Marcus Hesse. Im Jahr davor wurden mit Korzynietz und Hans Sarpei auch zwei Spieler mit 33+ ersetzt. Sollte man dieses Muster weiter verfolgen, so dürfte Duisburg auf der Suche nach einem neuen Stürmer sein, um eben den mittlerweile in die Jahre gekommenen Peter Løvenkrands zu ersetzen, welcher diese Saison letztmalig wechseln kann. Die anderen Positionen, wo eine Verstärkung möglich wäre, sind die äußeren Mittelfeldpositionen oder eben auf der Position von Joel Matip im defensiven Mittelfeld. Das sich außen bei Kagawa/El Kasmi was verändert ist eigentlich nicht sehr wahrscheinlich - Kagawa kam erst letztes Jahr und es passt einfach nicht zur Duisburger Transferpolitik so schnell einen Spieler wieder zu ersetzen. Außerdem hat der Japaner in bisherigen Turnieren sehr überzeugt. Eine Trennung von Vereinslegende Nasir El Kasmi würden wiederum die Fans niemals verzeihen, da man einen Spieler der über 400 Ligaspiele für ein und denselben Club bestritten hat nicht vor die Tür setzt.


    Ausblick

    Die große Stärke der Duisburger, dass sie eben immer konstant ihre Leistung abrufen bröckelt dieses Jahr noch etwas mehr. Das hat sich bei Vorbereitungsturnieren gezeigt, wo zumindest oftmals die Clubs aus Paderborn und Hannover sehr gut mithalten und auch den MSV besiegen konnten. Es kann einfach dieses Jahr viel mehr in 90 Minuten passieren, auf was man wenig Einfluss hat - oder eben die Tagesform lässt eine Paarung völlig anders aussehen, als vorher vermutet. Ich denke wir könnten dieses Jahr endlich wieder eine richtig spannende Meisterschaft erleben und die Tendenz geht in Richtung Dreikampf zwischen Duisburg, Paderborn und Hannover. Duisburg ist von diesen Teams definitiv das stärkste und gefährlichste in der Offensive. Beim MSV schießt irgendwie jeder in der Mannschaft seine Tore - allerdings gibt es da dieses Sprichwort: "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive die Meisterschaft". Unter diesem Gesichtspunkt müsste ich mein Geld eigentlich auf den SC Paderborn setzen, aber am Ende hilft glaube ich die Erfahrung schon mehrere Titel gesammelt zu haben um eben die entscheidenden Spiele ruhiger und konzentrierter zu Spielen um letztendlich den nächsten Titel für die Zebras zu sammeln.

    Zum Saisonauftakt wieder die Tipps zur Tabellenplatzierung anhand der ELO Werte:

    1. Bundesliga
    #NameVereinELO#+/-Spiele
    1.Pascal Rimbach (Pascal)MSV Duisburg162018.(-17)471
    2.Michael B. (BlueStriker)SC Paderborn 0713876.(-4)196
    3.Denny A. (deCoo)SV Wehen Wiesbaden135614.(-11)196
    4.Andreas A. (Appel2)Hannover 9613403.(1)449
    5.Thomas Rottluff (frax)Chemnitzer FC13212.(3)123
    6.Ronny Nowack (icke29)FC Bayern München127915.(-9)348
    7.Thomas W. (TWeggi)Eintracht Frankfurt12237.(0)543
    8.Dirk Pagel (hidirkpagel)Eintracht Braunschweig120216.(-8)290
    9.Robin Kern (KeRnRo22)SSV Reutlingen 05119312.(-3)128
    10.Marcel Klitzing (Cripdown)SG Dynamo Dresden116711.(-1)18
    11.Dennis Schmidt (dennis)Borussia Dortmund11289.(2)142
    12.André Steinhoff (fcbfreak1991)Sportfreunde Siegen10928.(4)114
    13.Patrick Popko (Skrillex)Holstein Kiel109017.(-4)69
    14.Christian Schülling (CSchuelling)Hertha BSC10884.(10)297
    15.Rodrigo Exner (Spreeborusse)1. FC Union Berlin10805.(10)195
    16.Daniel Allgöwer (Bunga_Bunga)SpVgg Bayreuth10651.(15)31
    17.Sascha Ast (Lexxus328)Rot-Weiß Ahlen105813.(4)13
    18.Andre Schröder (laandy1aa)VfL Wolfsburg95610.(8)77
    2. Bundesliga
    #NameVereinELO#+/-Spiele
    1.Andi Pentrelli (andinho69)1. FC Köln13116.(-5)135
    2.Björn Lange (hec1887)SG Sonnenhof Großaspach12651.(1)209
    3.Marco Zimmermann (Zimmerchecker)SV Meppen122215.(-12)86
    4.Chris Woltmann (iceman191083)1. FC Saarbrücken12113.(1)78
    5.Steffen Walter (Samy)VfB Stuttgart12062.(3)306
    6.Alexander Fiebig (Alejandro)FC Energie Cottbus116718.(-12)362
    7.Mathias Striese (matzen)DSC Arminia Bielefeld11589.(-2)45
    8.Christian M. (Pitbull)TSV 1860 München11315.(3)636
    9.Amir Azzazi (nordi)Bayer 04 Leverkusen11188.(1)100
    10.Martin G. (Maginho)FSV Frankfurt108417.(-7)230
    11.Mehmet Dogan (Besiktas75)1. FSV Mainz 0510774.(7)380
    12.Josef Hartl (Senf)FC Ingolstadt 04106016.(-4)477
    13.Abdullah Karoglu (Piskopat)SSV Jahn Regensburg10387.(6)126
    14.Fabian B. (Boll)FC St. Pauli103612.(2)334
    15.Christoph Fox (Topolino)SC Verl103413.(2)619
    16.Thomas Neukirch (Toto Torro)FC Schönberg 9599314.(2)162
    17.Dirk Kiupel (OMO72)VfB Lübeck97810.(7)46
    18.Georg Weingarten (Schnabel)Hamburger SV95211.(7)784
    3. Bundesliga
    #NameVereinELO#+/-Spiele
    1.Eduard J. (heineken)VfL Bochum133618.(-17)266
    2.Milad B (millhouse)TSG 1899 Hoffenheim132414.(-12)43
    3.Stefan Hronek (fifastriker)KFC Uerdingen 0513183.(0)184
    4.Christian Mooshuber (Moosi)TSV Buchbach11961.(3)389
    5.Marc Takacs (Sec-BVB)VFC Plauen118917.(-12)220
    6.Tobias Rühlemann (Starsemml)1. SC Feucht114215.(-9)39
    7.Nils Meyer (Slin922)SV Waldhof Mannheim 07113212.(-5)19
    8.Domenic Zimmermann (fohlendom)Borussia Mönchengladbach111013.(-5)198
    9.Moritz Linden (Pander)Rot-Weiß Oberhausen10992.(7)136
    10.Martin E. (Elli)Fortuna Düsseldorf10526.(4)398
    11.Maik Miertsch (Signode1978)1. FC Schweinfurt 059948.(3)72
    12.Dirk Albrecht (dalpi_no1)SV Eintracht Trier 0596510.(2)362
    13.Thomas F. (tosisu26305)1. FC Magdeburg90611.(2)311
    14.Thorsten Schroiff (eViL)Alemannia Aachen9004.(10)925
    15.Benjamin Ehlies (Martini)F.C. Hansa Rostock8607.(8)483
    16.Daniel Maiorana (Kitarma)1. FC Kaiserslautern7879.(7)22
    17.Chris Müller (Hein Blöd)1. FC Eschborn76316.(1)428
    18.Andreas Seiffert (spritti)Kickers Offenbach6945.(13)145
    Regionalliga Nord
    #NameVereinELO#+/-Spiele
    1.André H. (Jena-Fan-03)FC Carl Zeiss Jena115711.(-10)295
    2.Christian Henner (CHenner)RasenBallsport Leipzig11115.(-3)138
    3.Maik Dodge (Serpico)BFC Dynamo108814.(-11)93
    4.Ulf Lasner (Veni)Lüneburger SK Hansa10318.(-4)10
    5.Christoph Enzmann (J03)SC Preußen Münster9592.(3)174
    6.Julian Radtke (Haary)SV Babelsberg 0395812.(-6)160
    7.Danny Merl (Merlinger)Tennis Borussia Berlin9499.(-2)171
    8.Daniel Bongart (oneandonlyNeo)SV Werder Bremen9006.(2)926
    9.Sascha Cocchieri (hatebreed)SC Fortuna Köln8924.(5)49
    10.Udo Wonndorf (SchalkerUdo)FC Schalke 0489013.(-3)301
    11.Daniel Mucha (Jabba-Ranks)FC Erzgebirge Aue8527.(4)278
    12.Maurice M. (DerFighter)SG Wattenscheid 098401.(11)662
    13.Sven Trester (-Luca-)Wuppertaler SV Borussia8343.(10)96
    14.Sirko Höpfner (Blacksnake74)Hallescher FC82715.(-1)404
    15.Sören Henning (Scorax)FC Bergedorf 8580816.(-1)210
    16.Jens Bendixen (Jens)SC Wiedenbrück 200079518.(-2)139
    17.Bernd R. (VDFB-Faxe)Sparta Göttingen78417.(0)566
    18.Max Peters (Napance)FC Sachsen Leipzig69710.(8)37
    Regionalliga Süd
    #NameVereinELO#+/-Spiele
    1.Michael Karg (VDFB-Jahnegg)1. FC Nürnberg12357.(-6)380
    2.Christian Grahl (Chrillemania)SC Freiburg11642.(0)611
    3.Dennis Alteköster (Cyrus)SpVgg Greuther Fürth11094.(-1)5
    4.Roland Botzenhard (Cobra)SpVgg Unterhaching10699.(-5)755
    5.Kevin Schneller (kevtze)Karlsruher SC10563.(2)5
    6.Sebastian Schindler (Feulner)Wacker Burghausen10548.(-2)103
    7.Christian Petrovic (cpet)SC Pfullendorf105211.(-4)208
    8.Ralf Allgöwer (BDFS36)Wormatia Worms10511.(7)449
    9.Timo M. (BVBTSVSCPSPVGG)VfR Aalen10406.(3)7
    10.Patrick Wiegele (Wiegele)SC 07 Idar-Oberstein102116.(-6)3
    11.Alex Schillinger (DonSchilli)SV Sandhausen 19169945.(6)545
    12.Jörg Lindemann-Sperfeld (MaSSan)SV 07 Elversberg98910.(2)8
    13.Rene Lew (Lew1860)1. FC Heidenheim97917.(-4)6
    14.Ralf Polheim (Shukj86)SV Darmstadt 9897812.(2)2
    15.Witalli Bär (witalli22)VfR Mannheim97418.(-3)438
    16.Thomas S. (9fingerjoe)KSV Hessen Kassel95515.(1)11
    17.Robin Lebelt (xJohan88x)KSV Baunatal92914.(3)78
    18.David Richter (david3388gm)TuS Koblenz78613.(5)74
    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:
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    16. VfL Wolfsburg
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    Hannover 96

    Die bisherige Geschichte

    Bereits seit der ersten Saison ist Hannover 96 durchgängig im VDFB dabei, doch zunächst sah es nach einer langsamen Reise in Richtung Unbedeutsamkeit aus. Bereits die erste Saison, in der man in der 2.Bundesliga startete brachte den ersten Abstieg. Mit nur zehn Punkten aus 17 Spielen (damals wurde nur eine Halbserie gespielt) stieg man unter Kai Schliekelmann in die neueingeführte Regionalliga Nord ab. Hier konnte man sich aber fangen und belegte in der 20 Mannschaften großen Liga zum Saisonende den elften Tabellenplatz. Nachdem auch die zweite Regionalligasaison unter Schliekelmann keine Verbesserung brachte, man stattdessen in der nun nur noch 18 Mannschaften fassenden Liga nur Zwölfter wurde, übernahm zu Beginn der vierten Saison Benjamin 'PLaY0r' Münkel für 13 Spiele die Leitung in Hannover.

    Mit einem Punkteschnitt von 2,46 pro Spiel ist er damit der bis heute erfolgreichste Trainer bei Hannover 96 in dieser Statistik und legte die Grundlage für eine starke Saison, die sein Nachfolger Andreas 'Urlauber' Geiser auf Platz vier beenden konnte. Geiser, der zuvor bei jeweils zweimonatigen Anstellungen in Aalen, Ulm und Mainz keine Konstanz vorweisen konnte, blieb dann überraschend doch mit einer dreimonatigen Untebrechung drei Jahre lang bei den Niedersachsen. Dabei konnte er aber nicht an den vierten Platz anknüpfen, sondern verschlechterte sich stetig nach unten. Nach Platz neun und elf war es dann in der siebten Saison soweit: Hannover musste den Gang in die Viertklassigkeit angehen. Immerhin profitierte man durch die Einführung der Oberligen und blieb somit im VDFB erhalten.

    Nun durfte man sich mit Teams wie dem VfR Neumünster, Schwarz-Weiß Essen und dem FC Altona 93 rumschlagen und war wohl am absoluten Tiefpunkt angekommen. Mit Oliver 'Pommes Fritz' B. fand man immerhin den richtigen Trainer für den direkten Wiederaufstieg, den man mit 65 Punkten und Platz drei hinter Babelsberg und den Sportfreunden aus Lotte erreichen konnte. Nach nur 34 Spielen endete die Amtszeit des Trainers bereits, doch mit Jens 'BobbyZamora' Schablack, der zuvor bereits Erfahrungen in der ersten Liga bei Borussia Dortmund und dem 1.FC Saarbrücken sammeln konnte, landeten die Verantwortlichen erneut einen Volltreffer, denn am Ende der Regionalliga Saison stand der erste Tabellenplatz, knapp vor Plauen und Uerdingen.

    Nach langen neun Jahren war man nun wieder zurück wo man angefangen hatte, doch nach zwei Aufstiegen in Folge träumte man bereits von der ersten Bundesliga. Da auch Schablack dem Verein erhalten blieb waren die Voraussetzungen gut, doch am Ende sollte es in der hier bereits bekannt gewordenen spannendsten Zweitligasaison aller Zeiten knapp nicht reichen. 59 Punkte hätten für Platz zwei gereicht, mit 58 Punkte und einem Torverhältnis von +18 wäre man ebenfalls aufgestiegen, doch Hannover belegte mit +17 Toren und 56 Punkten nur den sechsten Tabellenplatz und musste in Liga zwei verbleiben. Schablack beendete vorerst seine Karriere, kam dann aber sieben Monate später nochmal zurück um für vier Monate auf der Bank von Liga- und Lokalrivale Eintracht Braunschweig Platz zu nehmen.


    Der Trainer

    Neuer Trainer wurde der noch heute aktive Andreas 'Appel' A. Bereits 2004 hatte er seine ersten Erfahrungen im VDFB gesammelt. Zunächst begann er beim SC Preußen Münster, bei denen er in 24 Spielen 17 Siege und vier Remis holen konnte - vereinsinterner Rekord durch den Punkteschnitt von 2,29 Punkten pro Spiel. Nach einer viermonatigen Pause schlug er seine Zelte für zehn Monate beim SC Fortuna Köln in der Regionalliga auf, doch hier lief es genau andersrum. Der Minusrekord von 0,29 Punkten pro Spiel - insgesamt holte er nur zwei Siege und vier Remis aus 34 Spielen - bedeuten den Abstieg aus der damals noch drittklassigen Regionalliga Nord.

    Daraufhin entschied man sich getrennte Wege zu gehen und so führte ihn sein Weg zum Lüneburger SK Hansa in die viertklassige Oberliga Nord. Nachdem er in der ersten Saison dort mit 41 Punkten den elften Platz belegte, konnte er in der folgenden Saison durch den Aufstieg in die 3.Bundesliga auf sich aufmerksam machen und damit die Verantwortlichen von Hannover 96 überzeugen ihn in die zweite Bundesliga zu holen. Das Vertrauen zahlte er zurück und bereits am Ende seiner ersten Saison gelang der erstmalige Aufstieg in die 1.Bundesliga. Mit knappen zwei Punkten Vorsprung reichte es am Ende tatsächlich, besonders hervorzuheben dabei sicherlich das umkämpfte 5:4 gegen den Konkurrenten aus Braunschweig unter dem ehemaligen Hannoveraner Trainer Schablack.

    Die erste Bundesliga Saison konnte 'Appel' dann nicht komplett bestreiten, er musste sich für die letzten 15 Spiele von Sebastian 'Wysky' Wysk vertreten lassen. 28 Punkte hatte 'Appel' zuvor geholt, zusammen mit den 18 die Wysk verbuchen konnte reichte es damit am Ende zum zehnten Tabellenplatz. Zur neuen Saison kehrte 'Appel' zurück und trotz eines 4:1 Auftaktsieges gegen den VfL Wolfsburg unter Wysk, sollte es eine schwache Saison werden in der man vor allem davon profitierte, dass die Teams aus Plauen, Reutlingen und Hamburg noch schlechter waren und so reichten 31 Punkte zum Klassenerhalt.

    Doch nach dieser Saison gelang es 'Appel' anscheinend die richtigen Schalter umzulegen. Nach einem guten Platz vier reichte es in der letzten Spieltag sogar zur Vizemeisterschaft hinter dem MSV Duisburg. Beide Ligaspiele gegen die Zebras entschied man dabei für sich und mit etwas mehr Konstanz wäre auch die Meisterschaft möglich gewesen. Im Pokal, in welchem man zuvor nie über das Viertelfinale hinausgekommen war, zog man ins Halbfinale ein, musste sich aber mit 0:3 gegen Duisburg geschlagen gebenn.

    Das Finanzielle


    Hannover 96 ist einer der wenigen Bundesligisten, bei denen die Stadiongröße deutlich über dem Zuschauerschnitt liegt. Mit einem Schnitt von 38.753 und nur vier ausverkauften Spielen (Paderborn, Dortmund, Duisburg, Dresden) ist das 52.400 Zuschauer fassende Niedersachsen Stadion nur zu 74% ausgelastet. Hier lohnt sich ein Ausbau folglich nicht.

    Der große Rückgang in der FG-Entwicklung ist auf den Abstieg in die Viertklassigkeit zurückzuführen und nur mühsam konnte man das damals verlorene Fanpotenzial in den letzten Jahren zurückgewinnen, dank der Vizemeisterschaft der letzten Saison hat man allerdings nun einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

    Finanziell tat sich nicht viel im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg um 5% auf 18,4 Millionen € und nach Gewinn von 253.299 € musste man nun einen Verlust von 814.166 € vermelden. Da man in dieser Saison mit babel und Zaskoku bereits zwei Spieler für insgesamt 1,1 Millionen € verpflichtet hat und für den Verkauf von Hargreaves 500.000 € eingenommen hat, hat man nun noch 2,3 Millionen € zur Verfügung.


    Der Kader

    Trotz des nahe rückenden Saisonstarts befindet sich der Kader von Hannover 96 noch im Umbruch. Nach dem Karriereende von Linksverteidiger Lee sucht man nun bereits fast einen Monat nach einem Nachfolger, mit Zoundi und Petric wird man dazu zwei weitere Spieler in dieser Woche abgeben, so dass zum ersten Spieltag vielleicht nur noch acht bundesligataugliche Spieler im Kader stehen.

    Vom Spielsystem her wird man in Hannover auf das vertraute 4-1-2-1-2 System setzen, aufgrund der genannten Abgänge wird sich aber etwas tun. Bis auf die vakante Position des linken Verteidigers stellt sich dann der Abwehrverbund vor Stammtorhüter Ron-Robert Zieler zunächst von alleine auf: An den Innenverteidigern Papadopoulos und Serdar Tasci gibt es kaum was auszusetzen, während auf Rechts Moritz Volz gesetzt sein dürfte. Bliebe die genannte Position des Linksverteidigers, für die die beste Alternative im Kader da Silva Pinto wäre, sollte man einfacher einen Ersatz für seine Stammposition des zentralen defensiven Mittelfeldspielers finden, wäre auch dies eine Überlegung, aufgrund der etwas langsameren Geschwindigkeit im Vergleich zum durchschnittlichen Bundesligaaußenverteidiger wird man aber bemüht sein, eher einen Spieler für Außen zu verpflichten.

    Der stärkste Spieler für die Position, der aktuell auf dem Transfermarkt zu haben ist, ist der 33jährige Vinicius von Eintracht Frankfurt, wäre allerdings ebenfalls ein Rechtsfuß. Die Linksfüße Junior Diaz (zu langsam) und Christian Fuchs (zu teuer) dürften nicht in Frage kommen. Hitzlsberger könnte hier auch spielen, hat seine Stärken aber auf der offensiven Außenbahn.

    Genau hierfür könnte er aber auch in Frage kommen, denn nach dem Abgang von Hargreaves (für 500.000 zu Konkurrent Ahlen) klafft hier eine weitere Lücke. Neueinkauf Ryan Babel hätte hier zwar seine stärkste Position, doch da auch noch Vereinsrekordtorjäger Petric vom Hof gejagt wurde, wird dieser wohl neben Starstürmer Alexander Frei in der Spitze spielen. Einzig die beiden zentralen Positionen mit da Silva Pinto auf ZDM und D'Alessandro auf ZOM sind ansonsten noch besetzt, denn Zoundis Verkauf bedeutet auch eine offene Stelle auf Rechts.

    Viel Arbeit für die Hannoveraner und es wird spannend zu sehen, wie man mit dem geringen Budget die offenen Positionen konkurrenzfähig besetzen will. Spätestens wenn es am dritten Spieltag zum Duell gegen den MSV Duisburg kommt, sollte der Kader stehen.


    Ausblick

    Zwei Siege in der Liga standen in der letzten Saison im direkten Duell mit dem späteren Meister, dem MSV Duisburg zu Buche für Hannover 96 und nach der ersten Vizemeisterschaft hat man in Niedersachsen Blut geleckt. Mit ein wenig mehr Konstanz ist Hannover der Verein, der neben Paderborn am ehesten die Dominanz der Zebras brechen kann. Mein Tipp: Hannover 96 landet auf Platz 1.
    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:
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    16. VfL Wolfsburg
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    SC Paderborn 07

    Die bisherige Geschichte

    Bis zur letzten Saison war Paderborn noch Rekordmeister und -pokalsieger, doch dank des dritten Doubles in Folge des MSV Duisburg musste man diese Bezeichnung den Duisburgern alleine überlassen. Sechs Jahre sind es nun seit dem letzten Titel der Ostwestfalen, doch bevor wir auf die aktuelle Entwicklung eingehen, wollen wir hier einen Blick zurück in die so erfolgreiche Vergangenheit des Vereins an der Pader.

    Erst in der dritten VDFB Saison erblickte der 1985 durch eine Fusion entstandene SC Paderborn 07 das Licht der VDFB-Welt und anders als vielleicht von vielen vermutet war es nicht der spätere Erfolgstrainer Stefan Bromund, der für diesen Aufstieg sorgte, sondern ein gemeinsamer Erfolg dreier Trainer. Den Grundstein legte zunächst Kirk Lenke, Kevin 'phelan' Kirschler holte anschließend aus acht Spielen sieben Siege und ein Remis - mit 2,75 Punkten pro Spiel damit erfolgreichster Paderborner Trainer was den Punkteschnitt angeht - und Thomas 'Türfreund' Nöckel konnte den Aufstieg trotz einer verheerenden Bilianz von nur einem Sieg aus acht Spielen auch nicht mehr verhindern. Die Regionalliga Nord war damit Geschichte für Paderborn. Vor über elf Jahren war dann am 10.09.2002 der wohl wichtigste Tag der Vereinsgeschichte, denn hier unterschrieb Stefan Bromund seinen ersten Vertrag bei den Ostwestfalen.

    Doch die erste Saison unter Bromund sollte mit einer Enttäuschung enden: Zwar gewann man die letzten sieben Spiele alle und holte am Ende 77 Punkte, doch sollte dies nur zum ersten Nichtaufstiegsplatz reichen. Ein Punkt fehlte und hätte man das Spiel am 27. Spieltag beim Tabellenachten Fortuna Köln (1:1) die Führung über die Zeit gebracht, wäre man sogar als Tabellenzweiter aufgestiegen. So musste man die Feierlichkeiten auf die folgende Saison verschieben und mit 97 Punkten gelang dies auch in aller Deutlichkeit. Als einer der Mitfavoriten ging man dann in die erste Saison der Eliteklasse, auch weil Vorjahresmeister Leverkusen den Abgang des zweimaligen Doublesiegers Mandrella verkraften musste. Diese Lücke konnte Paderborn füllen und seinerseits direkt das Double holen. Neun Punkte betrug der Vorsprung am Ende der Saison vor Verfolger Dortmund und auch das Pokalfinale endete mit 3:2 (gegen den VfL Wolfsburg) positiv für Paderborn.

    Das Projekt Titelverteidigung wurde dann etwas knapper erreicht als der erste Titel, trotzdem waren es immernoch sechs Punkte mehr als Verfolger Dresden, nur im Pokal sollte die Titelverteidigung nicht gelingen, hier verlor man mit 1:2 gegen ebenjene Dresdener. In der folgenden Saison hatte man dann erstmalig nichts mit dem Meisterkampf zu tun, zu souverän zogen der spätere Meister Borussia Dortmund und Vizemeister Dynamo Dresden davon, so dass am Ende der Saison ganze 24 Punkte zum Titel fehlten. Doch leer ging man in Paderborn auch in dieser Saison nicht aus: Nachdem man bereits im Viertelfinale gegen Dresden mit 2:1 gewinnen konnte und Dortmund das Halbfinale gegen Bayern München verlor, setzte man sich gegen die Süddeutschen mit 3:1 in Berlin durch.

    Zum vierten Mal in Folge und bis heute auch zum letzten Mal stand der SC Paderborn dann in der neunten Saison erneut im Pokalfinale, doch diesmal verlor man das Endspiel mit 1:4 gegen Schalke 04. In der Meisterschaft war man dann dafür wieder ganz oben: Sieben Punkte mehr als Saarbrücken und damit die dritte und letzte Meisterschaft für Paderborn. Es folgte noch ein zweiter und ein dritter Platz ehe Bromund seinen SC Paderborn für ein Jahr aus der Hand gab um seinen Herzensverein, dem FC Bayern München zur ersten und einzigen Meistertitel zu führen. In seiner Abwesenheit reichte es für Matthias 'Moskito' B. nur zu Rang sechs und so war die Hoffnung groß, nach der Rückkehr aus München zusammen mit Bromund erneut oben anzugreifen. Doch der Zauber war verflogen, der zweite Versuch der bislang so erfolgreichen Beziehung brachte mit Platz zehn die bisher schlechteste Endplatzierung der Vereinsgeschichte.

    Der Trainer

    Bromund nahm nach dieser Saison endgültig seinen Hut, doch mit Michael 'BlueStriker' B. hatten die Verantwortlichen in Paderborn einen Nachfolger gefunden, der bereits in der zweiten Liga bei Rot-Weiß Ahlen bewiesen hatte, dass er oben mitspielen kann, führte er den damaligen Absteiger doch direkt zurück in die erste Bundesliga.

    Nachdem die Paderborner in der ersten Saison unter 'BlueStriker' bereits einen guten fünften Platz herausholen konnten und dabei nur fünf Punkte hinter dem Tabellendritten landeten, reichte es in der letzten Saison selber für den dritten Platz. Mit etwas mehr Konstanz in den Ergebnissen wäre sogar noch mehr drin gewesen, ein Punkt fehlte zum Vizemeister aus Hannover und auch die elf Punkte Differenz zum MSV Duisburg hätte geringer ausfallen können.

    Mit aktuell 2,01 Punkten pro Spiel liegt 'BlueStriker' zwar nur auf Platz vier aller sechs bisherigen Trainer von Paderborn, doch außer Bromund hat keiner mehr Spiele absolviert oder Punkte geholt wie der aktuelle Trainer. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, könnte Paderborn in dieser Saison eine große Rolle im Kampf um die Meisterschaft spielen.

    Das Finanzielle


    Nur nach oben, eine andere Richtung kennt die Entwicklung des FG-Wertes in Paderborn nicht. Angefangen mit einer überschaubaren Fangemeinde ist der SC Paderborn 07 inzwischen hinter Borussia Dortmund und vor Rekordmeister Duisburg der zweitbeliebteste Verein im VDFB. Folglich platz das 48.500 Zuschauer fassende Hermann-Löns-Stadion auch aus allen Nähten. Jedes der 17 Heimspiele wird ausverkauft sein, selbst bei einem Ausbau auf 57.600 Plätze wäre dies der Fall und bis zur Stadiongröße von 72.000 wäre nur die Partie gegen Aufsteiger Chemnitz nicht ausverkauft.

    Ein weiterer Ausbau ist also durchaus sinnvoll, mindestens die 50.000er Grenze sollte man also in nächster Zeit in Angriff nehmen. Finanziell ist man dafür durchaus gut aufgstellt, zwar ging der Umsatz in der letzten Saison von 26 auf 23,8 Millionen € und damit um 8% zurück, dafür konnte man den Vorjahresgewinn von 1,4 Millionen € noch um 286% auf 3,9 Millionen € steigern, so dass man Stand heute 11,6 Millionen € auf der hohen Kante hat. Der schon jetzt positive Richtwert von 3,5 Millionen € und die Ablösesumme von mindestens 1,9 Millionen €, die der Verkauf von Jasmund bringen wird, öffnen den Verantwortlichen die Möglichkeit nicht nur den Stadionausbau voranzutreiben, sondern auch in den Kader zu investieren.

    Der Kader

    Vermutlich wird man in Paderborn auf ein 4-1-2-1-2 System zurückgreifen, da keine belastbaren Berichte vom letzten Saisonende vorliegen und die Scouting Abteilung des Autors bislang nicht in der Lage war in einem der vielen gemeinsamen Spiele der letzten Zeit mal einen genauern Blick auf das Spielsystem der Paderborner zu werfen, gehe ich im folgenden vom erwähnten System aus.

    Im Tor steht Tom Starke, der 32jährige ist seit April 2010 im Verein und wird darauf hoffen, dass sein in dieser Saison auslaufender Vertrag weiter verlängert wird. Gründe für einen Wechsel gibt es eigentlich nicht.

    Die Viererkette bereitet dann schon etwas Kopfzerbrechen. Der ehemalige Duisburger Breno wird sich in der Innenverteidigung darum kümmern, nichts anbrennen zu lassen (musste sein, sorry Breno!) und vor allem aufgrund der Größe dürfte der gelernte Linksverteidiger Daniel Brinkmann ebenfalls in der Mitte gesetzt sein. Was fehlt ist dann allerdings ein Linksverteidiger. Hinkel oder Diekmeier in die Mitte zu ziehen um Diekmeier für die defensive Außenbahn freizumachen, ist zwar eine Option, aber eine in der das Potzential der beiden genannten Spieler verschwendet wird und man sich etwas Größenvorteil beraubt. Die sinnvollste Variante wäre den technisch etwas stärkeren Diekmeier auf Links spielen zu lassen und Hinkel auf Rechts einzusetzen. Zwar wäre dieser auf der Position im rechten Mittelfeld noch stärker, doch mit Herrmann hat man hier eine noch bessere Alternative.

    Herausragend beim SC Paderborn ist sicherlich Angreifer Thomas Müller, den man in der letzten Saison für 7,7 Millionen € Ablöse verpflichten konnte und dabei Konkurrent Duisburg ausstach. Müller dürfte im Angriff gesetzt sein, neben ihm wäre Lewandowski die stärkste Variante und Obasi die schnellere Alternative. Legt man mehr Wert auf die Geschwindigkeit, könnte man Lewandowski auf die 10 zurückziehen, bleibt Lewandowski in der Sturmspitze wäre Obasi auf der rechten Außenbahn richtig eingesetzt. Je nachdem wie man sich hier entscheidet baut sich das restliche Mittelfeld auf. Weiss dürfte als einziger Linksfuß in beiden Fällen auf LM spielen, Herrmann würde entweder auf RM neben Lewandowski oder als ZOM hinter Lewandowski und Müller seinen Platz finden. Nicht belegt wäre nur die Position des zentralen defensiven Mittelfeldspielers. Hier könnte man Weiss oder Diekmeier spielen lassen, würde sich dann aber Baustellen auf anderen Positionen machen, so dass es wohl davon abhängt wen die Paderborner als Ersatz verpflichten werden.

    Ausblick

    Nach einigen Saison ist es dank 'BlueStriker' wieder soweit: Paderborn gehört wieder zu den Spitzenteams der Liga! Sollte man im Vergleich zum Vorjahr etwas konstanter auftreten, könnte man sogar wieder gemeinsamer Rekordmeister mit dem MSV Duisburg werden. Doch insgesamt wird es noch nicht zum großen Wurf reichen und so lautet mein Tipp: Der SC Paderborn 07 landet auf Platz 3.
    Kann man eigentlich auch gut auf der Sechs spielen lassen (dürfte ca. 77er Gesamtwert haben dort), höchstens die Größe stört da ein wenig. Finde ihn folglich gar nicht schlecht für einen Erstligisten, der vielleicht kurzfristig Ersatz braucht dort.
    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:

    VfL Wolfsburg

    Die bisherige Geschichte

    Nachdem es gestern um die Fahrstuhlmannschaft der Liga ging, handelt der heutige Artikel vom wohl konstantesten und ein wenig auch langweiligsten Team des VDFB. Alle bisherigen 15 Saison absolvierten die 'Wölfe' in der Eliteliga und belegten dabei immer einen Platz zwischen vier und 13, graues Mittelfeld ohne Abstiegs- oder Meisterkampf, aber immerhin mit einem Pokalsieg in der vierten Saison.

    Bereits in den ersten beiden Spielzeiten zeichnete sich das heutige Bild des Mittelfeldteams ab, denn sowohl in der ersten als auch der zweiten Saison musste man sich mit Platz neun begnügen. Als der bisherige Trainer Thomas Reisen durch Sven Udert ersetzt wurde, der zuvor kurze Auftritte beim SV Wilhelmshaven und dem Karlsruher SC vorzuweisen hatte, begann die erfolgreichste Zeit der Wolfsburger VDFB Geschichte. Bereits in seiner ersten Saison konnte er mit 67 erreichten Punkten den noch heute gültigen Vereinsrekord aufstellen und in der Folgesaison kam der eingangs erwähnte Pokalsieg und somit der einzige Titel der VDFB Geschichte.

    Im ganzen Pokalwettbewerb trafen die Wolfsburger dabei nur auf einen anderen Erstligisten: Im Halbfinale konnte man sich mit 4:3 beim VfB Stuttgart durchsetzen. Neben drei Regionalligisten (Lübeck, Nürnberg und Erfurt) schaltete man aber auch zwei heute deutlich erfolgreichere Zweitligisten aus. Im Viertelfinale gelang ein 5:3 Heimsieg gegen Paderborn und im Finale folgte ein knapper 3:2 Erfolg gegen Dynamo Dresden.

    Der Start in die fünfte Saison war durchaus vielversprechend, zwar verlor man gegen die beiden Topteams Duisburg (2:8) und Leverkusen (1:7) deutlich, selber war man aber ebenfalls mit klaren Siegen (9:1 in Rostock und Magdeburg, 8:1 in Freiburg) und insgesamt 18 Punkten nach acht Spielen auf einen guten Weg, doch für Udert musste Johannes 'Dynamique' Pilz die Saison beenden. Da dieser in den restlichen Spielen nur noch 27 Punkte holte, reichte es am Ende nur zu einem enttäuschenden 10.Platz. Udert selber kehrte nach einer kurzen Auszeit als Nachfolger von Mandrella bei Bayer 04 Leverkusen zurück und konnte mit diesen den fünten Rang belegen.

    Für den gescheiterten Pilz übernahm Engin Arslan das Ruder bei den Wölfen, nachdem dieser im Jahr zuvor als Nachfolger von Meistertrainer Rimbach die Saison beim MSV Duisburg mit fünf Siegen und zwei Remis auf Platz drei beenden konnte. Arslan sorgte dabei für das letzte echte Highlight der Wolfsburger. Zwar reichte es in der Liga nur zum sechsten Platz, dafür stand man zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im VDFB Pokalfinale. Nachdem man auf den Weg nach Berlin drei Zweitligisten (Holstein Kiel, Fortuna Köln, VfL Bochum) sowie zwei Erstligisten (Kaiserslautern, Leverkusen) ausschalten konnte, musste man sich im Finale knapp mit 2:3 dem SC Paderborn geschlagen geben.

    Nach einem Saisonstart mit drei Siegen aus vier Spielen beendete Engin seine VDFB Laufbahn und wurde durch Matthias 'Moskito' B. ersetzt, der neben seinen Anstellungen bei Rot-Weiß Essen, dem VfL Osnabrück und Wacker Burghausen schon Bundesligaerfahrung beim FC Bayern München vorzuweisen hatte. Zweieinhalb Jahre lenkte 'Moskito' die Geschicke des Clubs und schloß dabei als Sechster bzw. Fünfter die Saison ab. Doch da es ihn weiter zog, zunächst nach Trier, anschließend zurück zum FC Bayern, mit denen er den Wiederaufstieg in die 1.Bundesliga schaffte, und dann als Abschluß zum damaligen Rekordmeister SC Paderbon, benötigten die Wölfe einen passenden Ersatz.

    Bis ins Jahr 2011 und damit über vier Jahre, sollte es dauern ehe man in Wolfsburg endlich wieder einen Trainer finden konnte, der länger als ein Jahr blieb. Die Konstanz in der Tabellenplatzierung blieb trotz der vielen Trainwechsel bestehen. Bereits für die letzten neun Spiele der 13. Saison übernahm dann mit Michael 'Jahnegg' Karg der Vorgänger des heutigen Trainers das Ruder. In den beiden folgenden Jahren konnte er sich dann auch in der Bundesliga etablieren, nach einem achten Platz folgte der drite vierte Platz der Vereinsgeschichte und die damit beste Platzierung, weiter reichte es für Wolfsburg bekanntlich noch nie.

    Doch nach dem Ende der letzten Saison bot sich für Karg die Chance zu seinem Wunschverein, dem 1.FC Nürnberg, zu wechseln und so musste man in Nürnberg Ersatz suchen.

    Der Trainer

    Fündig wurde man bei Wacker Burghausen: Von dort verpflichtete man Andre 'laandy1aa' Schröder. Bevor er Burghausen in der letzten Saison der Regionalliga Süd auf Platz zwölf führen konnte, war er bereits beim VfB Lübeck in der zweiten Liga für sechs Spiele als Trainer angestellt, doch die dortige Bilianz war mit nur einem Sieg und zwei Remis aus sechs Spielen nicht gerade überzeugend. Trotzdem ist man beim VfL von Schröder überzeugt und hofft, dass dieser an die starke letzte Saison anknüpfen kann. In wie weit dies möglich ist, wird sich im Laufe der Saison zeigen. Mit dem Auswärtsspiel beim Titelverteidiger Duisburg hat man direkt ein äußerst schweres Auftaktspiel.

    Das Finanzielle


    Auch die FG-Wert Entwicklung ist wenig spannend. Nach dem Sprung zu Beginn - vor allem durch den Pokalsieg - entwickelte sich die Größe der Fangemeinde nur langsam und hat nun nach zwei Rückgängen fast wieder den Wert von Mitte 2003 erreicht. Trotzdem werden in dieser Saison wieder durchschnittlich 39.241 Zuschauer zu den Spielen der 'Wölfe' pilgern und in elf von 17 Spielen die 41.200 Zuschauer große Volkswagenarena komplett füllen.

    Finanziell war die Zeit unter Schröders Vorgänger wenig erfolgreich. Um 18% ging der Umsatz alleine im letzten Jahr zurück und in beiden Jahren musste man Verluste hinnehmen. Nach einem Verlust von knapp zwei Millionen € in der 14. Saison folgte im letzten Jahr immerhin eine Reduzierung um 69% auf -608.825 €.

    Somit verbleiben nur noch 1,1 Millionen € auf dem Konto der Wolfsburger, wovon 350.000 € bereits aus dem Verkauf von Kuzmanovic resultieren, den man an Ligakonkurrent Holstein Kiel abgab. Dank der Gehaltseinsparung des Serben ist der Richtwert aktuell mit 505.200 € ohne Einberechnung von Siegprämien positiv.


    Der Kader

    Aus seiner Zeit bei Burghausen lässt sich nicht viel zum Spielsystem sagen, welches Schröder bevorzugt. Der letzte Bericht deutet auf ein 4-3-1-2 System hin ob und wie genau dies in Wolfsburg umgesetzt wird ist bislang nicht bekannt. Der Kader selbst liegt derzeit auf Platz vier, durch das Abrüsten von Eintracht Frankfurt droht aber das Hochrutschen ins Saisonziel Meisterschaft, doch auch Wolfsburg hat mit Michael Habryka noch einen Erstligaspieler auf dem Transfermarkt, könnte also noch nach unten rücken.

    Im Tor steht bei Wolfsburg der 34jährige Spitzenspieler Jaroslav Drobny, der in der letzten Saison vom FSV Frankfurt gekommen ist und noch drei Jahre Vertrag besitzt. Hier wäre durchaus Einsparpotenzial vorhanden, aber die Frage ob man einen kostengünstigeren Ersatz auch von der Ablösesumme her findet, ist ungewiss.

    Bis auf die Position des linken Verteidigers stellt sich die Viererkette eigentlich von alleine auf. Fels in der Brandung ist dabei sicherlich Christoph Metzelder. Als zweiter Innenverteidiger wäre Malik Fathi die beste Wahl, während Tim Hoogland für die rechte defensive Außenbahn gesetzt sein dürfte. Sein Gegenüber ist dann schon wie erwähnt schwieriger zu besetzen. Der zum Verkauf stehende Habryka wäre eine Möglichkeit, die wahrscheinlichste Alternative ist dann aber Ronny Marcos. Zwar hat er deutliche Defizite in der Vorwärtsbewegung, ist dafür defensiv noch etwas stärker als Habryka. Trotzdem wäre dann auf dieser Position die größte Schwachstelle des Kaders vorhanden. Für die zentrale defensive Rolle im Dreierverbund des Mittelfeld, hinter dem wohl auf ZOM gesetzten Diego, bieten sich Perisic, Diarra und Weissmann an. Aufgrund seines linken Fußes dürfte Persisic dabei ins linke Mittelfeld rücken. Vor allem aufgrund des Größenvorteils sollte Diarra die zentrale Position bekleiden, so dass Weissmann auf Rechts spielen könnte. Vor Spielmacher Diego hätte man mit Mak und Esswein zwei eher durchschnittliche Angreifer, doch weder das Konto noch die anderen Baustellen auf LV und eventuell Z(D)M lassen hier Alternativen zu.

    Ausblick

    Die Gefahr ist groß, dass in Wolfsburg das langweilige Mittelfeldgeplänkel vorbei ist. Der neue Trainer steht vor einer schweren Aufgabe und am Ende wird man in Wolfsburg froh sein können, wenn man sich in die Relegation retten wird. Mein Tipp: Der VfL Wolfsburg landet auf Platz 16.
    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:

    SSV Reutlingen 05

    Die bisherige Geschichte

    Die Fahrstuhlmannschaft der Liga ist der SSV Reutlingen 05. Vier Aufstiege stehen drei Abstiege gegenüber, mehr als drei Jahre am Stück waren die Baden-Württemberger noch nie in der gleichen Liga, immerhin wird es in diesem Jahr die insgesamt siebte Saison in der höchsten Spielklasse.

    Zum ersten Mal an einem VDFB Wettbewerb nahm Reutlingen in der zweiten Saison teil, allerdings musste man auch direkt unter Trainer Toni 'Don' von Ehr den ersten Abstieg hinnehmen, so dass man nun in der Regionalliga Süd auf Punktejagd ging. Neuer Trainer wurde Michael 'audistar' Autrum, der zuvor bereits bei Union Berlin, den Amateuren von 1860 München und Sachsen Leipzig Erfahrung sammeln konnte. Doch der Start in die Regionalliga misslang. Erst am achten Spieltag konnte man den ersten Sieg einfahren. Als nach 17 Spielen nur 14 Punkte auf dem Konto standen, nahm Autrum seinen Hut. Während dieser über die Umwege Dortmund II, Stuttgarter Kickers, SV Elversberg und erneut Sachsen Leipzig sein spätes Glück in Cottbus fand und mit diesen 2004 die Regionalligameisterschaft feiern konnte übernahm in Reutlingen Benny 'Dane' M. für knapp dreieinhalb Jahre das Ruder.

    Nachdem er den SSV in seiner Premierensaison vor dem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit retten konnte und sogar noch auf Platz zwölf führte, reichte es in der Folgesaison bereits zu Platz fünf und im Jahr darauf zum ersten Aufstieg der VDFB Vereinsgeschichte. Mit 87 Punkten holte man sich Meistertitel und Aufstieg vor Trier (81) und Ulm (80). Wie so häufig bei Aufsteigern ging man als einer der Mitfavoriten in die neue Saison und tatsächlich sollte der Durchmarsch gelingen. Als Tabellenzweiter hinter dem VfL Bochum und erneut zusammen mit Eintracht Trier zog man erstmalig in die Eliteklasse ein.

    Doch es sollte eine schwere Spielzeit für alle drei Aufsteiger werden. Während Bochum und Trier sogar den direkten Weg zurück in die 2.Bundesliga antreten mussten, konnte Reutlingen immerhin noch Mainz 05 hinter sich lassen und trotz nur 32 Punkten den Klassenerhalt feiern. 'Dane' verließ den Verein zu Ligakonkurrent Schalke 04, mit denen er ein Jahr später das Pokalfinale gewinnen konnte und so durften sich in der achten Saison zwei Trainer am Projekt Klassenerhalt abarbeiten. Zunächst versuchte Florian 'darkinho' Högen sein Glück, der zuvor Waldhof Mannheim zum Klassenerhalt in der Bundeslige geführt hatte, doch nach der Hinrunde standen nur 13 Punkte zu Buche. Noch schlechter wurde es dann unter Alexander 'Alejandro' Fiebig: Nur zehn Punkte aus 17 Spielen, damit hat Fiebig den traurigen Rekord des schlechtesten Reutlinger Trainers aller Zeiten inne. Immerhin wendete sich für Fiebig nach Auftritten bei TeBe Berlin und Eintracht Trier in seiner Funktion als Trainer von Cottbus alles zum Guten und so steht er heute mit seinen Cottbusern nach zwei Aufstiegen in der zweiten Liga.

    Mit dem neuen Trainer Alexander 'Final' K. bewiesen die Verantwortlichen dann wieder ein glücklicheres Händchen. Mit nur vier Punkten Rückstand scheiterte er im ersten Versuch noch am Wiederaufstieg, doch im schon mehrfach in dieser Vorschaureihe angesprochenen Herzschlagfinale der zehnten Saison konnte sich Reutlingen durch ein 1:0 am letzten Spieltag gegen Bremen mit nur 59 Punkten den Aufstieg sichern. Bei einem Remis wäre man hinter die vier (!) Verfolger zurückgefallen, die jeweils 58 Punkte holten.

    Erneut in der ersten Liga angelangt war das Ziel wieder der Klassenerhalt und mit 43 Punkten und Rang zwölf sollte dies auch gelingen. Auch in der zwölften Saison reichte es, zwar holte man nur 37 Punkte, mit dieser Ausbeute wäre man im Vorjahr abgestiegen, doch die Konkurrenz war noch schlechter und so erreichte man noch den 13.Tabellenrang.

    Nur zwei Siege und insgesamt neun Punkte bedeuteten dann den zweiten Abstieg aus der 1.Bundesliga, zwar war der Hamburger SV mit nur fünf Punkten noch schlechter, doch der Rückstand auf den Relegationsplatz betrug bereits zwölf Punkte. Am 11.11.11 endete dann die Amtszeit von 'Final' in Reutlingen, der zum Mitabsteiger VFC Plauen in die 2.Bundesliga wechselte. Während Plauen nach unten durchgereicht wurde fand Reutlingen in Maximilian 'meXx' M. den richtigen Trainer. Am vorletzten Spieltag kam es dabei zum entscheidenen Match gegen die Kickers aus Offenbach, ein Remis würde bereits ausreichen um Platz drei zu sichern und genau das erreichte man mit dem 3:3 auch. Dabei musste man allerdings kurz vor Schluß den Ausgleich hinnehmen, doch in der Partie am letzten Spieltag in Reutlingen hätte trotzdem ein Sieg gereicht um den direkten Aufstieg zu schaffen. Nach einem 2:4 Rückstand konnte man allerdings nur noch auf 4:4 ausgleichen und so kam es zum Relegationsspiel gegen den 16. der 1.Bundesliga, dem 1.FSV Maiinz 05.

    Die Relegation wurde gewonnen und so konnte Trainer 'meXx' den dritten Bundesligaaufstieg der Vereingeschichte feiern. Es folgte die bislang beste Saison der Reutlinger, die mit einem starken fünften Platz belohnt wurde.

    Der Trainer

    Doch dies war gleichzeitig die letzte Saison unter dem Aufstiegstrainer und so musste man sich in Reutlingen nach Ersatz umschauen. In der viertklassigen Regionalliga Süd wurde man bei TuS Koblenz fündig und verpflichtete deren Trainer Robin 'KeRnRo22' Kern. Endlich konnte sich damit für Kern der Wunsch der Rückkehr in die erste Bundesliga erfüllen, denn bereits 2008 spielte er hier erfolgreich mit dem 1.FSV Mainz 05, mit denen er einen starken sechsten Platz erreichen konnte. Nach einer fast vierjährigen Auszeit stieg er Mitte 2012 in Osnabrück in der Regionalliga Nord wieder in den Ligabetrieb ein und konnte die Lilien in der Rückrunde mit elf Siegen und sechs Remis auf Platz vier führen.

    Es folgte die Station Koblenz, wieder war es der vierte Platz, diesmal allerdings wie erwähnt in der Regionalliga Süd. Insgesamt hat Reutlingen hier wohl einen guten Fang gemacht, Kern wird motiviert sein zu zeigen, dass er in der ersten Liga mithalten kann und für die ein oder andere Überraschung sorgen wollen.

    Das Finanzielle


    Mit einem FG-Wert von 19 konnte man wieder den eigenen Höchststand einstellen und bis auf den kleinen Knacks nach dem Abstieg ging es in Reutlingen bislang nur bergauf. Dank der fleißigen Baumaßnahmen fast das heimische Stadion an der Kreuzeiche inzwischen 29.200 Zuschauer und wird in dieser Saison in 15 von 17 Spielen ausverkauft vermelden, nur in den Spielen gegen Chemnitz (22.800) und Union Berlin (28.500) wird dies verfehlt werden.

    Der Ausbau in Richtung 30.000 Plätze sollte trotzdem fortgesetzt werden und je nachdem wie sich Reutlingen in den nächsten Jahren entwickelt ist dann auch ein weiterer Ausbau auf lange Sicht finanziell nicht verkehrt.

    Im letzten Jahr konnten die Reutlinger einen neuen Vereinsrekord im Umsatz aufstellen, durch einen Anstieg um 34% auf 14,3 Millionen € konnte man das bisherige Rekordergebnis der siebten Saison (12,7 Millionen €) noch einmal toppen, allerdings musste man zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte einen Verlust vermelden. Nach einem Vorjahresgewinn von 1,4 Millionen € fehlten am Ende der Saison knapp 370.000 € zur schwarzen Null. Immerhin stehen noch 2,2 Millionen € auf dem Konto und auch der Richtwert ist mit 831.900 € ohne Einberechnung von Siegprämien bereits positiv.


    Der Kader

    Die letzte Aufstellung, die Trainer Kern bei seinem ehemaligen Verein TuS Koblenz spielen ließ war ein 4-2-3-1, folglich ist erst einmal anzunehmen, dass dies auch in Reutlingen passieren wird. Die größte Baustelle dabei wird die Doppel-Sechs sein. Zwar könnte man Okeke, Hartwig oder Altintop hier spielen lassen, alle hätten aber auf anderen Positionen ihre eigentlichen Stärken.

    Im Tor hat man mit Fabian Lucas einen soliden Erstligatorhüter bei dem man die Chance zum letzten Mal den Vertrag zu verlängern durchaus in Erwägung ziehen sollte. Herausragend im Abwehrverbund ist sicher Simon Kjaer, der zusammen mit Fabio Morena die Innenverteidigung bilden dürfte. Für die Außenverteidigerpositionen bietet sich Bernd Korzynietz an, bei der zweiten Position hat man dann schon das Problem, das man einen gelernten Offensivspieler aufbieten müsste, der auch weiter vorne hilfreich wäre. Hartwig, Okeke und Altintop wären hier die Alternativen.

    Die Doppel-Sechs ist wie angesprochen nur schwer zu besetzen, hier sollte nach Verstärkung Ausschau gehalten werden. Für die Sturmspitze hat man mit Matthew Amoah einen erfahrenen Angreifer, bei dem ebenfalls letztmalig die Möglichkeit besteht den Vertrag zu verlängern. Für die drei Positionen in der zweiten Offensivreihe stehen - sofern sie nicht auf der linken Außenverteidigerposition oder als Sechser aufgestellt werden - noch Altintop, Okeke, Kuru und Kruska zur Verfügung. Kruska ist der mit Abstand stärkste Flügelspieler von diesen Vier, sollte also auch dort eingesetzt werden. Bei den restlichen Positionen und Spielern tut sich stärkemäßig nur wenig, so dass es von den Vorlieben des Trainers abhängt, wer wo spielen wird.

    Ausblick

    Mit dem neuen Trainer könnte Reutlingen ein Volltreffer gelungen sein, die Chancen den letztjährigen Tabellenplatz erneut zu erreichen sind gut. Je nachdem wie Kern mit dem Team zu Recht kommt, ist auch noch mehr drin. Mein Tipp: Der SSV Reutlingen 05 landet auf Platz 5.
    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:

    SG Dynamo Dresden

    Die bisherige Geschichte

    1001 Punkte! Obwohl Dynamo Dresden die ersten beiden VDFB Saisons verpasste, sind die Ostdeutschen heute das punktemäßig erfolgreichste Team der VDFB Geschichte. In 442 Spielen holte man die erwähnten 1001 Punkte und liegt damit 41 Punkte vor Paderborn und gar 107 Punkte vorm Rekordmeister aus Duisburg. Auch die Ewige Tabelle der 1.Bundesliga könnten die Dresdener dabei in diesem Jahr übernehmen. Zur Zeit liegt man mit 804 Punkten nur vier Punkte hinter Absteiger Leverkusen und einen Punkt hinter den ebenfalls fast abgestiegenen Dortmundern.

    Fast schon überraschend ist dagegen die Titelausbeute für diesen erfolgreichen Verein, denn obwohl die letztjährige Platzierung auf dem fünften Tabellenplatz die schlechteste Abschlußplatzierung der Vereinsgeschichte bedeutete, gelang es nur ein einziges Mal die VDFB Meisterschaft zu gewinnen, viermal musste man sich mit Platz zwei begnügen. Im Pokal dagegen war man etwas erfolgreicher, zwar verlor man auch hier dreimal das Endspiel, doch dafür konnte man ebenjenes auch zweimal gewinnen.

    Begonnen hatte alles in der dritten VDFB Saison in der man zum ersten Mal teilnehmen durfte und fast eine perfekte Saison hinlegte. Mit 33 Siegen und einem Remis standen am Ende 100 Punkte auf dem Konto und damit der ungefährdete Meistertitel in der damals drittklassigen Regionalliga Süd und bis heute die höchste jemals erreichte Punktzahl in der VDFB Geschichte aller Vereine. Von Anfang an verantwortlich bei Dresden: Stefan Berndt, der zuvor in der 1.Bundesliga mit Platz zwei und drei die beiden erfolgreichsten Saison in der Vereinsgeschichte des FC Hansa Rostock erreichen konnte.

    Auch in der zweiten Bundesliga wurden die Dresdener ihrer Favoritenrolle gerecht und holten mit nur einer Niederlage und einem Remis mit 97 Punkten wieder einen Rekord, denn auch der Rekord der zweiten Liga gehört damit Dynamo. Paderborn kam in der Folgesaison auf die gleiche Punktzahl, allerdings mit einem schlechteren Torverhältnis. Neben diesem Durchmarsch ging es auch zum ersten Mal bis ins Pokalfinale nach Berlin. Auf dem Weg dorthin schalteten die Dresdener drei Erstligisten aus, dadrunter den in dieser Saison erstmaligen VDFB Meister, den MSV Duisburg. Doch im Finale musste man sich dem VfL Wolfsburg mit 2:3 geschlagen geben.

    Als souveräner Aufsteiger in die erste Liga spielte Dresden wie erwartet direkt oben mit und obwohl man im direkten Duell mit dem späteren Meister Leverkusen zu mindestens ein Spiel gewann, fehlten am Ende acht Punkte auf Bayer und Trainer Peter Mandrella, man wurde zum ersten Mal Vizemeister und aufgrund der 1:5 Niederlage im Pokalfinale gegen Leverkusen sogar Double-Vize. Wieder hatte man sich gegen starke Gegner durchgesetzt (7:6 gegen den souveränen Zweitligameister Paderborn im Viertelfinale und 4:2 gegen den amtierenden Meister Duisburg im Halbfinale), doch am Ende reichte es nicht ganz.

    Die folgende Saison sollte dann die bis dato schlechteste der Dresdener sein. Bereits im Achtelfinale des Pokal scheiterte man mit 2:3 am MSV Duisburg, auch in der Liga stand mit Platz drei die bislang niedrigste Platzierung mit 18 Punkten Rückstand auf Meister Paderborn. Doch in der siebten Saison sollte dann endlich der erste Titel der VDFB Geschichte erreicht werden, denn im Pokalfinale konnte man sich gegen Paderborn mit 3:2 durchsetzen. Auch das Hinspiel in der Liga gewann man gegen Paderborn und wären nicht die beiden Niederlagen gegen den Tabellensiebten Bayern München oder die beiden Remis am 27.Spieltag beim Tabellenachten Leverkusen und am 28.Spieltag zu Hause gegen den Tabellensechsten Wolfsburg gewesen, hätte man am letzten Spieltag im direkten Duell (1:3) alles selbst in der Hand gehabt, so aber hätte man einen äußerst unwahrscheinlichen Sieg mit sieben Toren Vorsprung gebraucht.

    Auch die achte Saison brachte einen weiteren Vizetitel. 88 Punkte reichten nicht um sich den Titel zu sichern, denn Aufsteiger Ahlen holte auch dank der zwei Siege im direkten Duell drei Punkte mehr. Im Pokal scheiterte man beim Versuch den Titel zu verteidigen im Viertelfinale mit 1:2 am letztjährigen Finalgegner Paderborn. In den folgenden beiden Jahren ging es dann zumindestens tabellarisch wieder etwas bergab. Mit Platz vier und fünf blieb man aber oben dabei, doch der Rückstand nach ganz oben war schon deutlich größer als zuletzt. In Saison neun durfte mit Marvin 'Master Minos' Merrdon zum ersten Mal ein anderer Trainer auf der Bank in Dresden Platz nehmen, allerdings nur als Vertretung für 16 Spiele. Mit einer 10-3-3 Bilianz war Merrdon in dieser Spielzeit sogar erfolgreicher als Berndt (10-4-4).

    Nach den 56 Punkten aus der zehnten Saison und den damit bislang schlechtesten Wert der Vereinsgeschichte kam dann etwas überraschen doch noch die nicht mehr für möglich gehaltene Krönung für Dresden und Erfolgscoach Berndt: 87 Punkte und damit fünf mehr als der Zweitplatzierte Borussia Dortmund unter Martin 'Maginho' G. bedeuten endlich den ersehnten Meistertitel und so sollten die "Ihr werdet nie Deutscher Meister"-Spottgesänge endlich verstimmen. Die Titelverteidiung in der folgenden Saison konnte dann recht früh ad acta gelegt werden, denn der ewige Konkurrent Stefan Bromund, der zuvor mit Paderborn etliche Titel der Dresdener verhinderte war diesmal mit dem FC Bayern München erfolgreich und holte 94 Punkte.

    Immerhin im Pokal konnte man nach drei erfolglosen Jahren, in welchen man schon früh an Dortmund, Siegen und sogar Zweitligist Saarbrücken gescheitert war, durch ein deutliches 5:0 im Finale gegen Mainz wieder den Titelgewinn feiern. Doch dies sollte der bis heute letzte Titel für Dresden sein. Die folgenden Ligaplätze fünf und drei klingen besser als sie waren, der Abstand zu Meister Duisburg betrug 39 bzw. 22 Punkte und so musste der Pokal als letzter Auftritt für Erfolgscoach Berndt herhalten. Nachdem man in der 13.Saison bereits früh die Titelverteidigung durch ein 1:5 in der 2.Hauptrunde beim MSV abschreiben musste, reichte es in der 14. Saison dann immerhin zum Pokalfinaleinzug. Hier holte man sich den letzten Vizetitel (1:3 gegen Duisburg).

    Die Hinrunde der letzten Saison war dann auch die letzte in der langen Karriere von Stefan Berndt und so musste man einen Nachfolger für diese großen Fußstapfen finden und in Patrick 'HangOnSloopy' Schneider schien man dies auch gefunden zu haben. Mit sechs Siegen und einem Remis aus neun Spielen und damit 2,22 Punkten pro Spiel lag er nur knapp unter der Marke von Berndt (2,28 Punkte pro Spiel), doch aus Zeitgründen musste erneut Ersatz gesucht werden.

    Der Trainer

    Sein VDFB Debüt gab damit Marcel 'Cripdown' Klitzing am 10.09.2013 mit zwei Siegen gegen Dortmund und Frankfurt. Da er aus den restlichen sechs Spielen "nur" drei Siege holte reichte es am Ende nur für die bislang schlechteste Endplatzierung der Dresdener Vereinsgesichte: Rang Sechs. Mit diesem wäre man wohl auch in der kommenden Saison in Dresden durchaus zufrieden. Zwar besitzt man weiterhin einen der stärksten Kader der Liga, doch in Dresden ist man bereit dem neuen Trainer Zeit zu geben.

    Das Finanzielle


    Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte mussten die Dresdener mit Ablauf der letzten Saison einen Verlust im FG-Wert hinnehmen und wurde auch vom MSV Duisburg in der Fangunst überholt. Trotzdem belegt man noch Platz vier im Ligavergleich. Immerhin finanziell war die letzte Saison herausragend: Mit einem Umsatzzuwachs von 17% konnte man 26,2 Millionen € umsetzen, dabei einen Gewinn von 7 Millionen € erzielen und damit fast genau den Wert, den man in den beiden Vorjahren zusammengerechnet als Verlust verbuchen musste. Mit 17,1 Millionen € auf dem Konto kann der neue Trainer ohne groß selbst was dafür geleistet zu haben direkt aus dem vollen Schöpfen und den Kader nach seinen Vorstellungen umbauen, der negative Richtwert von 1,2 Millionen € dürfte da wenig abschreckend sein.

    Das vereinseigene Rudolf-Harbig-Stadion fasst inzwischen 50.000 Plätze und wird in dieser Saison nur im Spiel gegen Aufsteiger Chemnitz knapp nicht ausverkauft sein, trotzdem werden hier auch noch 49.200 Zuschauer erwartet. Nach der Reform der Stadionausbauregeln wäre ein weiterer Ausbau in Richtung 60.000 Plätze durchaus sinnvoll, selbst wenn die Refinanzierungsdauer von zehn Jahren auf den ersten Blick abschreckend ist, ist dies doch deutlich geringer als vor der Reform und durchaus eine Überlegung wert.

    Der Kader

    Die ersten Veränderungen hat Trainer Klitzing bereits vorgenommen: Für 4,5 Millionen € kam Philipp Lahm vom FC Bayern München, dafür durfte Lars Bender für 2,8 Millionen den Verein zu Hertha BSC verlassen. Fünf Spitzen- und zwei Starspieler beinhaltet der Dresdener Kader und damit das zur Zeit zweitstärkste Team hinter Borussia Dortmund.

    4-2-2-2 lautete das Spielsystem der Dresdener im letzten dokumentierten Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen. Fürs Tor hat man mit Bernd Leno nur einen Spieler zur Auswahl, doch der 1,90m große 21jährige gibt auch keinen Grund für einen Ersatzmann. Die Viererkette gegen Ahlen bildeten damals Huth/Simunek in der Innenverteidigung und Boka/Sorg auf Außen. Wenig spricht für Änderungen in der Innenverteidigung, Huth ist einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga und Simunek kann aufgrund seiner Größe und Geschwindigkeit ebenfalls als gesetzt gelten. Für Außen hat man nach der Verpflichtung von Lahm nur noch eine Position frei, Boka wäre hier die deutlich stärkere Alternative im Vergleich zu Sorg und dazu noch Linksfuß.

    Aufgrund des Verkaufes von Bender müsste man im Vergleich zum Vorjahr auf der Sechs eine Änderung vornehmen. Neben Abdessadki könnte man Sorg spielen lassen. Dieser wäre sogar noch etwas stärker als der Marokkaner, doch beide sind im Hinblick auf den Rest des Teams die größte Schwachstelle und schaut man auf den Transfermarkt bietet sich hierfür Ilkay Gündogan an. Doch die Wahrscheinlichkeit das auch andere finanzstarke Vereine an diesem Spieler Interesse haben ist groß und so könnte dieser richtig teuer werden.

    Auf Außen würden Elia und Kiyotake wie schon in der Vorsaison wirbeln und die beiden Stürmer Derdiyok und Larsen - übrigens Platz drei in der Ewigen Torschützenliste der Bundesliga - mit Vorlagen versorgen. Hier gibt es wohl keine Notwendigkeit nachzulegen.

    Ausblick

    Ein neuer Trainer, kleinere Umstellungen im Kader und die großen Fußstapfen von Stefan Berndt. Viel kommt auf den neuen Trainer zu, aber solange er nicht vollends enttäuscht, sollte er eine ruhige Saison erleben. Mein Tipp: Dynamo Dresden landet auf Platz 7.
    Die TFM Seite ([URL]http://www.vdfb.de/tfm[/URL]) ist nun auch nach Spielerkategorien filterbar

    Wenn man den jeweiligen Link anpasst, kann man auch selber noch weiter Filtern:

    [URL]http://www.vdfb.de/tfm.php?min=72&max=83[/URL] => Alle Spieler zwischen 72 und 83

    oder

    [URL]http://www.vdfb.de/tfm.php?min=72[/URL] => Alle Spieler ab Stärke 72
    Wie im Vorschau Thread 2 angekündigt, werden noch zusätzliche Thekenkicker gebracht. Im Laufe der Woche vom 17. bis 23. werden diese auslaufen (jeden Tag einer). Sollte sich der Preis nicht ausreichend nach unten entwickeln, werden gegebenenfalls weitere kommen.

    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:

     Rot-Weiß Ahlen

    Die bisherige Geschichte

    Drei Aufstiege, eine Meisterschaft und mit einem FG-Wert von 28 auf Augenhöhe mit dem FC Bayern München, Rot-Weiß Ahlen ist inzwischen fester Bestandteil der VDFB Geschichte. Begonnen hat alles in der zweiten VDFB Saison als die Nordrheinwestfalen in der 2.Bundesliga ihr VDFB Debüt gaben und dabei direkt eine starke Saison spielten. Am Ende landeten die Rot-Weißen mit nur acht Punkten Rückstand zum Aufstiegsplatz auf dem siebten Tabellenplatz. Doch bis dahin hatte es bereits zwei Trainerwechsel gegeben, nach Tim Schäfer und Uwe Heine beendete Stefan 'Maniac' Krause die Saison, wurde aber vor Beginn der folgenden Saison auch schon wieder ersetzt, so dass mit Jens 'Gladiator' Rommenhöller, der zuvor bei Aalen, Wattenscheid und Düsseldorf angestellt war, erneut ein anderer Trainer an der Linie stand.

    19 Spiele absolvierten die Ahlener unter seiner Leitung, mit 11 Siegen und drei Remis war man dabei auf einem guten Weg wieder oben mitzuspielen und auch sein Nachfolger Andreas 'Werder2002' Henneking setzte die gute Arbeit fort, scheiterte aber mit einer acht Toren schlechteren Tordifferenz am MSV Duisburg. Ein 14:1 der Zebras am letzten Spieltag zu Hause gegen den Duisburger Lokalrivalen Rot-Weiß Oberhausen entschied den Aufstiegskampf dann zu Gunsten der Meidericher, die anschließend ihre erste VDFB Meisterschaft feiern konnten, während Ahlen den nächsten Anlauf Richtung Bundesliga nahm.

    Wieder standen drei Trainer im Verlauf der Saison in der Verantwortung bei Ahlen, doch trotz dieser Unkonstanz reichte es am Ende knapp zum Aufstieg. Auf Platz zwei liegend hatten die Ahlener zwei Punkte mehr als der erste Nichtaufstiegsplatz, den damals der SC Paderborn 07 belegte. Der erfolgreiche Aufstiegstrainer war Enrico 'ENI' Möller, der dann auch einen Großteil der Aufstiegssaison absolvierte. Die letzten Partien stand dann aber Martin 'CaSPeR' Döpper an der Linie. Beide leisteten erfolgreiche Arbeit und so stand am Ende ein hervorragender fünften Tabellenplatz.

    Neue Saison - neuer Trainer - und diesmal blieb dieser immerhin eine komplette Saison, enttäuschte aber sportlich auf ganzer Linie. Nur elf Punkte bedeuten den erstmaligen Abstieg als 17. der Tabelle und so wurde Andreas 'schust112' Barz einer der erfolglosesten Trainer der Vereinsgeschichte. Mit dem Nachfolger Patrick 'Patty1205' Halbgewachs kam endlich Konstanz nach Ahlen. Zunächst gelang der direkte Wiederaufstieg um anschließend den ersten und bislang einzigen Titel zu holen: Die VDFB Meisterschaft. Mit drei Punkten vor Dynamo Dresden, die man im direkten Duell am 29. Spieltag mit 4:2 schlagen konnte machte sich Halbgewachs in Ahlen unsterblich. Doch wiederholen konnte er dies nicht, die Folgesaison brachte "nur" den dritten Platz, dafür zog man ins Pokalhalbfinale ein, in welchen man am FC Schalke 04 scheiterte. Nach 102 Spielen verließ Halbgewachs die Ahlener Richtung Dortmund, mit denen er anschließend erneut Meister werden konnte.

    Nun hieß es also Ersatz finden, der erste Versuch mit Alexander 'StreetStriker' Zichler endete bereits nach zwei sieglosen Spielen zum Saisonauftakt und so übernahm der erstligaerfahrene Christian 'Amup' Scharf, der zuvor beim VfL Wolfsburg den 13.Platz holen konnte. Gleiches sollte ihm auch in Ahlen gelingen, mit nur drei Punkten vor dem Abstiegsplatz aber deutlich knapper als erhofft. Wie so oft in Ahlen durfte man zur neuen Saison wieder einen neuen Trainer vorstellen. Tobias 'Saibot' W. kam vom MSV Duisburg mit der Empfehlung eines zwölften Tabellenplatzes, doch auch diesmal wurde es wieder knapp. Vier Punkte trennten die Ahlener auf dem 13. Platz vom Abstiegsrang. Zwei Trainer teilten sich die folgende Spielzeit, die als zweite Abstiegssaison in die Vereinsgeschichte eingehen sollte. Zunächst holte der von den Stuttgarter Kickern verpflichtete Roland 'Rolek' Tyroll nur acht Punkte in der Hinrunde und da sein Nachfolger Christian Schülling auch nur zehn Punkte holen konnte, stand am Ende ein enttäuschender 18.Tabellenplatz.

    Der direkte Wiederaufstieg war erneut das Ziel der Ahlener, doch trotz eines 2:1 Auftaktsieges beim VfB Lübeck, gelang es Marco 'Deafborusse' S. nicht die richtige Richtung einzuschlagen. Nach vier Spielen war nur ein Punkt hinzugekommen und so übernahm der bis dato unbekannte Michael 'BlueStriker' B. das Kommando. Zusammen mit Hertha BSC und Union Berlin, unter Ex-Trainer Schülling, konnte Ahlen das Saisonziel nach dem Sieg in den Relegationsspielen gegen den VFC Plauen erreichen. 'BlueStriker' trat daraufhin die Nachfolge in Paderborn an, so dass mit Marcel 'Maselinho' Wrobel der nächste Trainer in Ahlen vorspielen durfte. Nach 34 Spielen standen nur 29 Punkte auf dem Konto, doch da drei Teams noch schlechter waren, reichte der Vorsprung von zwei Punkten vor dem 1.FSV Mainz 05 zum Klassenerhalt.

    In der letzten Saison dann natürlich erneut ein Trainerwechsel, der diesmal aber in ruhigere Gewässer führte, denn Milad 'milhouse' B. führte die Rot-Weißen auf den siebten Platz und damit zur besten Bundesligaplatzierung seit der neunten VDFB Saison.


    Der Trainer

    Ahlen wäre nicht Ahlen, wenn man zur neuen Saison nicht wieder einen neuen Trainer vorstellen würde. Da der bisherige Trainer in die 3.Bundesliga zur TSG 1899 Hoffenheim wechselte, verpflichtete man mit Sascha 'Lexxus328' Ast erneut einen bisher unbekannten Übungsleiter, der nun das Ziel Klassenerhalt erreichen soll. Die ersten Trainingsspiele geben bisher kein eindeutiges Bild ab und so ist es völlig ungewiss, wie stark die Ahlener wirklich sind.

    Das Finanzielle


    Viel Geld hat man in Ahlen nicht, nur 580.000 € sind aktuell auf dem Vereinskonto und auch der Richtwert von 66.300 € lässt keine großen Sprünge zu und so überrascht es nicht, dass man sich entschlossen hat mit Ricardo Costa den Spitzenverdiener des Kaders zu verkaufen. Da hier bereits ein Gebot von einer Million € abgegeben wurde, ist klar, dass dieser auch wirklich den Verein verlassen wird, womit sowohl der Kontostand als auch der Richtwert sich verbessern werden.

    In der FG-Wert Entwicklung hat man in den letzten Jahren den Abwertstrend wieder umdrehen können und liegt nun in der Rangliste der beliebtesten Bundesligisten bereits auf dem siebten Tabellenplatz. Der Umsatz stieg in der letzten Saison um 16% auf 10,5 Millionen € und im Vergleich zum Vorjahr konnte man den Verlust von 1,2 auf 0,4 Millionen € senken.

    Hätte Ahlen Geld müsste man unbedingt das Stadion ausbauen, mit 20.200 Zuschauern platzt das Wersestadion aus allen Nähten und wird in allen 17 Heimspielen ausverkauft melden. Der Refinanzierungszeitraum von vier Jahren bis zur Größe von 30.000 Zuschauern ist ein deutlicher Hinweis auf die Notwendigkeit, selbst mit einer Größe von 33.600 wäre das Stadion immer ausverkauft. Hier gilt es also nun einen Weg zu finden, den Klassenerhalt zu schaffen, den alternden Kader bundesligatauglich zu erneuern und die Stadiongröße an die Vereinsentwicklung anzupassen.

    Der Kader

    Ersatzztorhüter Robert Belosevic, Fabrice Ehret, Matellan und Raphael Wicky spielen definitiv ihre letzte Saison für die Ahlener, Ricardo Costa wird wie erwähnt den Verein am heutigen Transfertag verlassen. Im Hinblick auf die nächste Saison ist also einiges an Arbeit vorhanden, die auf die Ahlener Verantwortlichen zukommt und aufgrund der finanzielen Situation wird man wohl wieder auf ältere Spieler zurückgreifen müssen.

    Der bisherige Trainer plante ein 4-3-3 System, in wie weit sein Nachfolger dies ähnlich sieht ist nicht bekannt. Am einfachsten ist die Aufstellung im Tor, Patrick Platins dürfte hier weiterhin gesetzt sein. Schwierig wird es dann schon in der Abwehrkette. Matellan und Danneberg sind die einzigen die gesetzt sein dürften. Der gelernte Stürmer Danneberg passt perfekt in die Innenverteidigung. In dieser könnte auch Matellan spielen, aufgrund seiner schwächen im Kopfballspiel wäre aber auch ein Einsatz auf der Außenverteidigerposition möglich. Danach wird es aber schon eng. Raphael Wicky hat seine Stärken weiter vorne, Demirtas ist für Innen zu klein und für Außen wohl zu langsam und so wird man wohl vor allem hier nach einer günstigen Alternative suchen müssen.

    Demirtas könnte man auf der Sechs spielen lassen, sollte man Wicky auf seiner stärksten Position - der Außenbahn - aufstellen wollen. Das linke Mittelfeld würde dann Ehret abdecken, während Farfan als zentraler offensiver Spieler in einem 4-1-2-1-2 oder als falsche Neun im 4-3-3 agieren könnte. Im Sturm hat man mit Gekas und Helmes die wenigstens Probleme.

    Insgesamt wirklich eine Mammutaufgabe, vor allem in Hinblick auf die in der kommenden Saison wegbrechenden Stammspieler Ehret, Matellan und Wicky.

    Ausblick

    Eine ganz schwierige Saison steht für Rot-Weiß Ahlen bevor und bereits am dritten Spieltag könnte es wichtig werden gegen Borussia Dortmund, einen möglichen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, wäre jeder Punkt wichtig. Auch der Rest der Saison wird nur mit dem Blick nach unten verlaufen, doch am Ende reicht es knapp. Mein Tipp: Rot-Weiß Ahlen landet auf Platz 14.
    Die Sommerpause ist beendet und der Transfermarkt läutet die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. Zeit um einen ersten Blick auf die Teams der ersten Bundesliga zu werfen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen soll hier jeder der 18 Erstligisten unter die Lupe genommen werden.

    Bisherige Analysen:

     SpVgg Bayreuth

    Die bisherige Geschichte

    Erst zum neunten Mal nimmt die Spielvereinigung aus Bayreuth am Spielbetrieb des VDFB teil und belegte dabei nie einen schlechteren Tabellenplatz als den neunten. Begonnen hat die Geschichte der Oberfranken in der achten Saison in der Regionalliga Süd. Erster Trainer war damals Mario 'Ch3kka' Fuhrhop, der zuvor in der 2. Bundesliga bei den Kickers aus Stuttgart unter Vertrag stand. Mit einem Punkteschnitt von 2,0 weißt dabei Fuhrhop den bislang besten aller drei (!) Bayreuther Trainer auf, allerdings absolvierte er auch nur acht Partien, ehe er für knapp drei Jahre aus dem VDFB verschwand und anschließend beim VfB Leipzig noch eine Saison zu Ende spielte.

    Nachfolger wurde Stefan 'tomte' Möllers, der die Saison auf einem guten fünften Platz beenden konnte, allerdings mit 18 Punkten hinter dem zweiten Aufsteiger FC 08 Homburg. Für die folgende Saison benötigte Bayreuth dann einen neuen Trainer und fand in Steffen 'Samy' Walter genau den richtigen. Viel vorzuweisen hatte Walter bis dato nicht, nur vier Spiele bestritt er mit dem 1.FC Saarbrücken in der 1.Bundesliga, konnte davon nur eins gewinnen und verlor die anderen drei, doch in Bayreuth konnte er an die gute Premierensaison anknüpfen.

    Erneut stand am Ende der Saison der fünfte Tabellenplatz, wieder war der Abstand nach oben allerdings groß. 14 Punkte trennten die SpVgg Ludwigsburg 07 und Bayreuth, doch in der zehnten Saison wurde es dann endlich spannend - und wie! Am 34. Spieltag empfing der 1.FC Eschborn die Oberfranken, mit einem Sieg hätte man am Aufstiegskonkurrenten vorbei ziehen können, doch in einer offenen Partie reichte es nach 0:1 Rückstand nur zu einem 1:1 Unentschieden und so musste man am Ende Eschborn und dem SSV Jahn Regensburg den Vortritt lassen.

    In der Folgesaison war dann nicht nur der Liganame neu, statt drittklassiger Regionalliga hieß es nun 3.Bundesliga für Bayreuth und diesmal sollte dann auch klappen: 79 Punkte und damit sieben Punkte Vorsprung vor dem Verfolger 1.FC Köln bedeuteten den erstmaligen Aufstieg in die 2.Bundesliga. Ein souveräner Aufstieg wie der der Bayreuther weckt immer Hoffnung auf einen direkten Durchmarsch, doch die Spielvereinigung brauchte Zeit um sich an die zweite Liga zu gewöhnen und so landete man am Ende der ersten Saison als Zweitligist mit 51 Punkten auf Platz neun. Das folgende Jahr brachte dann den erhofften Aufstiegskampf. Da man aber aus den direkten Duellen gegen die drei Aufsteiger nur einen Sieg holen konnte, fehlten acht Punkte auf den zweiten Aufstiegs- bzw. den Relegationsplatz. Doch in Bayreuth gab man nicht auf und so ging es auch in der folgenden Saison um den Aufstieg, wieder hatte man am 34. Spieltag ein Endspiel und wieder ging es zum 1.FC Eschborn. Die Eschborner brauchten jeden Punkt um den Abstieg zu vermeiden, Bayreuth würde ein Sieg reichen um mindestens den Relegationsplatz zu festigen. Da die zuvor ausgetragende Partie des 34. Spieltages von Verfolger Reutlingen 4:4 endete, würde ein Sieg sogar den direkten Aufstieg sichern. Mit 3:0 siegte man deutlicher als es dem Spielverlauf entsprach, doch damit stand der Aufstieg in die erste Bundesliga fest. Auch im Pokal zeigte Bayreuth eine starke Leistung, mit Pauli und Ahlen schaltete man zwei Erstligisten aus, scheiterte im Halbfinale dann aber knapp mit 1:2 zu Hause gegen Dynamo Dresden.

    Wie schon beim Zweitligaaufstieg stand in der ersten Saison das Ankommen in der Liga im Vordergrund und mit einem guten achten Platz und ohne Gefahr in den Abstiegskampf zu rutschen, erfüllten die Bayreuther dieses Saisonziel souverän. Der Schock kam dann aber am Ende der Saison: Mit sofortiger Wirkung verlies Walter die Oberfranken und wechselte in die zweite Bundesliga zum VfB Stuttgart.
    Der Trainer

    Aus der viertklassigen Regionalliga Süd von der SpVgg Greuther Fürth verpflichteten die Bayreuther Daniel 'Bunga_Bunga' Allgöwer, der mit 1,82 Punkten aus 22 Spielen eine klar positive Bilianz vorweisen konnte, dadrunter allerdings auch einige Wertungssiege. Und das ganze eben nur in der Regionalliga. In wie weit sich Allgöwer an das Niveau der ersten Bundesliga anpassen kann und in Bayreuth Fuß fasst, ist ungewiß und wird eine der spannendsten Fragen in der kommenden Saison.

    Das Finanzielle



    Wie im Bild der Fangrößen Entwicklung absehbar, ging es bei der Spielvereinigung stetig nach oben, der Zugewinn aus der letzten Saison war dabei sogar der größte bislang erreichte Zuwachs überhaupt und auch das Stadion ist mitgewachsen. 22.000 Zuschauer passen inzwischen in das Hans-Walter-Wild Stadion. Bleibt es bei dieser Stadiongröße wird jedes Spiel ausverkauft sein, ein weiterer Stadionausbau ist also von Nöten und wäre bis 30.000 Plätze innerhalb von vier Jahren refinanziert.

    Auch auf dem Konto sieht es gut aus, mit knapp 4,2 Millionen € und einem positiven Richtwert von 295.800 € hat man die Möglichkeit bei Bedarf den Kader zu verstärken oder den angesprochenen Stadionausbau voranzutreiben. Durch Spielerverkaufe von Bungert und Balitsch konnte man bereits 0,9 Millionen € einnehmen, von denen 110.000 € in die Verpflichtung Sesterhenns floßen, der die Bank verstärken wird.

    Der Umsatz der letzten Saison von 12,1 Millionen € bedeutete einen neuen Vereinsrekord (+24,5% zum Vorjahr), aufgrund des Stadionausbaus stand am Ende ein Verlust von -667.340 € nach einem Gewinn von 1,3 Millionen € im Vorjahr.

    Der Kader

    Ein 4-1-2-1-2 spielte Allgöwer im letzten Spiel bei Greuther Fürth gegen Buchbach (1:2), durchaus möglich dass dies auch in Bayreuth fortgesetzt wird. Verpflichtungen eines LM und eine ZOM wurden in den Vereinsnews bereits angekündigt.

    Mit Sven Ulreich steht dabei der dienstälteste Spieler in der Startformation der Bayreuther im Tor. Bereits seit 2008 ist der 1,92m große Torhüter ein starker Rückhalt der Oberfranken und lässt somit wenig Diskussionen um einen Ersatz aufkommen.

    Herausragend in der Abwehr ist Patrick Bauer: Groß, Kopfballstark und der zweikampfstärkste Spieler der Bayreuther und damit in der Innenverteidigung gesetzt. Für die restlichen drei Positionen in der Viererkette bieten sich Jansen, Kompany und Dante an. Mehr oder weniger große Namen, doch leistungsmäßig sind alle drei nicht wirklich top. Immerhin sind alle sowohl auf der Außenbahn als auch in der Innenverteidigung einsetzbar, je nachdem wo man die Prioritäten setzt (Kopfball, Größe, Geschwindigkeit, Zweikampfstärke) lassen sich die drei unterschiedlich aufstellen. Beachtet man den starken Fuß wäre es wohl am sinnvollsten Kompany als einzigen Rechtsfüßer auf der rechten Verteidigerposition aufzustellen. Jansen würde ich persönlich in die Mitte stellen aufgrund des deutlich besseren Zweikampfwertes im Vergleich zu Dante und diesen stattdessen auf LV aufstellen, auch wenn er minimal langsamer ist und etwas schlechtere Flanken schlägt. Seine höhere Spielintelligenz und der bessere Pass-Wert machen dies wett.

    Die vakante Position auf der 10 lässt sich eigentlich wunderbar durch Boris Vukcevic besetzen, er bringt fast alles mit was man auf der Position braucht, natürlich könnte er überall noch etwas besser sein, aber eine größere Baustelle ergibt sich eigentlich auf der Sechs. Der beste Spieler für diese Position im Kader der Bayreuther wäre wohl Jonathan Schmid, doch mit seinen Stärken ist er auf der Position im rechten Mittelfeld noch besser aufgehoben. Jansen, Vukcevic und Boateng wären die Alternativen, ersterer wird in der Abwehr benötigt, zweiterer sollte eigentlich besser auf der 10 agieren und Kevin-Prince Boateng ist dann wohl die sinnvollste Lösung und neben Kompany und Dante in "meiner" Bayreuther Aufstellung der schwächste Spieler.

    Für die ebenfalls vakante Position auf dem linken Flügel hätte man ebenfalls eine interne Lösung: Sami Khedira, einzig die im Vergleich zu Schmid langsame Geschwindigkeit von "nur" 81 könnte ein Grund sein, wieso Trainer Allgöwer hier einen anderen Spieler haben will, ansonsten glänzt Khedira vor allem mit seinen Flanken.

    Im Sturm gibt es wenig Diskussion: Cisse und Petersen gehören zu den stärksten Spielern des Kaders und dürften gesetzt sein.

    Ausblick

    Bayreuth ist mit dem neuen Trainer das am schwierigsten einzuschätzende Team der ersten Liga, zwischen Platz acht und einem Abstiegsplatz ist alles drin. Es wird wohl auf einen Kampf im Mittelfeld gegen Bayern, Siegen, Hertha, Frankfurt und Ahlen hinauslaufen. Mein Tipp: Die SpVgg Bayreuth landet auf Platz 9.
    Okay, doch noch gefunden :]

    Gab einen "Fehler" beim Setzen des Login Cookies. Wenn man sich unter [URL]www.vdfb.de[/URL] eingeloggt hat, konnte man auch auf [URL]www.vdfb.de/tfm[/URL] zugreifen aber nicht auf vdfb.de/tfm (und umgekehrt), scheint aber ein FireFox Problem gewesen zu sein, sollte nun spätestens nach Relog auf de VDFB Seite behoben sein.
    Den Fehler mit Firefox kann ich nicht nachvollziehen, selbst wenn ich mich mit dem IE oder dem Firefox uneingeloggt auf die Seite begebe bekomme ich den TFM angezeigt. Habe trotzdem mal eine Codezeile hinzugefügt, die den Fehler verhindern sollte, bitte auch das einmal testen, danke.