Ein weiteres Nachholspiel für die Berliner Hertha, diesmal ist man zu Gast beim Tabellendritten in Chemnitz. Also mal wieder Punktelieferant?
Zu Beginn sah es so aus, denn mit der ersten Chance traf der CFC ins Schwarze. Fenin wird 30 Meter vor dem Tor nicht richtig angegriffen, chipt dann den Ball in Lauf von Ottl, der keine Mühe hat Adler beim 1:0 zu bezwingen.
Aber dieser Gegentreffer ist das "Hallo-Wach" für die alte Dame. Olic schickt Kuranyi, der scheitert an Schäfer, aber dann schlägt Concha ein Luftloch und Maxi Beister ist mit der Fußspitze dran. Der Ball kullert aufreizend langsam über die Linie zum 1:1. Slapstick pur in der 15. Minute.
Der CFC reagiert sofort, doch Fenins Schus in der 18. Minute geht am Tor vorbei.
Dann passiert lange Zeit nichts, beide Mannschaften neutralisieren sich im Mittelfeld. Es dauert bis zur 39. Minute, ehe der CFC mal wieder eine Chance hat. Son schießt aus 15 Metern, Adler ist aber auf dem Posten.
Mit dem Halbzeitpfiff geht der Tabellendritte aus Sachsen dann in Führung: Ebert kann sich in aller Ruhe die Lücke suchen und spielt dann auf Martin Fenin. Der letztjährige Hertha-Nichtabstiegsheld hat keine Mühe und trifft gegen Adler flach ins Eck.
Nach dem Seitenwechsel hat Boulahrouz die große Chance zu erhöhen. Der Holländer tankt sich durch die Hertha-Abwehr, steht alleine vor Adler und hat dann keine Kraft mehr, um den Ball an Adler vorbei im Kasten unterzubringen.
Die Hertha will nun auch wieder mitmachen und tut dies in der 55. Minute eindrucksvoll. Da Costa schickt Castelen auf der rechten Seite, der kann unbedrängt flanken und in der Mitte überspringt Kevin Kuranyi zwei Abwehrspieler und gleicht zum glücklichen 2:2 aus.
Wieder neutralisierten sich beide Mannschaften, wobei Hertha nun zielstrebiger schien. Doch ab der 80. Minute nimmt das Spiel nochmals Fahrt auf. Ebert schickt Zidan und der Ägypter ist völlig frei vor Adler - 3:2 für den CFC.
Aber wieder kommt die Hertha zurück. Zunächst scheitert Kuranyi an Schäfer, bei der folgenden Ecke ist es Bender der aus 12 Metern am CFC-Keeper scheitert. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei: Eckball Castelen, Kopfball Marcos Russ und die Partie ist in der 83. Minute ausgeglichen.
Und die Hertha hat noch eine Chance: erneut Castelen auf rechts, doch in der Mitte ist Olic Kopfball nicht wuchtig genug.
Die letzte Chance der Partie hat dann Chemnitz: Ebert setzt sich durch, schiebt den Ball zu Fenin rüber und der steht völlig frei. Doch Adler ist unten und hält der Hertha den verdienten, aber glücklichen Punkt fest.
Statistik
1:0 Ottl (10. Minute/Vorlage Fenin)
1:1 Beister (15.)
2:1 Fenin (45./Ebert)
2:2 Kuranyi (55./Castelen)
3:2 Zidan (80./Ebert)
3:3 Russ (83./Castelen)


